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SOS-Kinderdorf unterstützt die notleidende Bevölkerung in der Zentralafrikanischen Republik
Zentralafrikanische Republik

SOS-Kinderdorf in der Zentralafrikanischen Republik

Die Zentralafrikanische Republik bleibt eines der ärmsten und am meisten von Krisen geschüttelten Länder Afrikas. Hunderttausende notleidende Kinder brauchen Schutz. Viele von ihnen haben ihre Eltern durch AIDS oder den Bürgerkrieg verloren. 2013 verschlechterte sich ihr Leben durch die Gewalteskalation noch mehr. Seit den frühen 1990-er Jahren unterstützt SOS-Kinderdorf die Kinder der Zentralafrikanischen Republik an zwei permanenten Standorten. 2013 starteten wir das Nothilfeprogramm, um den von den Kämpfen Betroffenen zu helfen. 

Sylvie lebt!

„Alles begann, als ich mit meinem jüngsten Sohn schwanger war. Ich war ständig müde. Mir war oft schwindlig und übel, ich hatte keinen Appetit und andauernd Fieber. Ich wusste nicht, was mit mir los war. Ich dachte, dass all diese Symptome mit meiner Schwangerschaft zusammen hingen und dass ich nach der Geburt wieder gesund werden würde.

Mein Mann starb knapp vier Monate nach der Geburt unseres Babys. Wegen der Krankheit war ich oft müde und schwach. Trotzdem musste ich mein Bestes geben, damit die Kinder nicht auf der Straße landeten. Um für unsere täglichen Mahlzeiten zu sorgen, begleitete ich meinen Nachbarn aufs Feld, um ein bisschen Gemüse zu besorgen, das ich dann zerdrückte und mit Wasser und Salz kochte. Die Kinder mussten eines nach dem anderen von der Schule abgehen, weil wir kein Geld hatten.

Eines Tages hörte ich dann von SOS-Kinderdorf. Ich suchte um die Aufnahme meiner Kinder im Kinderdorf an, aber mein Antrag wurde abgelehnt. Ich hatte noch nie von den Familienstärkungsprogrammen gehört. Ich wusste nicht, dass SOS-Kinderdorf auch Menschen, die außerhalb der Kinderdörfer wohnen, hilft. Ich wurde dann in das Familienstärkungsprogramm aufgenommen. Als der Programmverantwortliche mich sah, bat er mich, einen HIV-Test zu machen. Die Ergebnisse zeigten, dass ich HIV-positiv war.

Dank SOS-Kinderdorf erhielt ich meine ersten Medikamente. Bevor ich mit der Behandlung begann, forderte mich der Arzt auf, gut auf mich zu achten, da mein Zustand von einem gesundheitsfördernden Leben abhängt. Alle sechs Monate werde ich jetzt im Krankenhaus untersucht. Außer mir bekommen auch meine Kinder kostenlose Betreuung und Medikamente und sie können wieder zur Schule gehen, da ihre Schulgebühren und Unterrichtsmittel bezahlt werden. Was das Essen betrifft, so erhalte ich zweimal pro Monat eine Ration Soja, Öl, Salz, Bohnen, Maismehl, Zucker, Milch, Sardinen und Reis. 

Mein Zustand verbessert sich Schritt für Schritt. Ich kann sogar einige Aufgaben übernehmen, die mich früher überfordert hätten, wie zum Beispiel am Brunnen oder Fluss Wasser holen, unser Zuhause sauber halten, Geschirr waschen, Holz hacken oder auf dem Feld arbeiten. Ohne SOS-Kinderdorf würde ich vermutlich heute nicht mehr leben.“

SOS-Kinderdorf in der Zentralafrikanischen Republik

Derzeit unterhält unsere Organisation zwei SOS-Kinderdörfer in der Zentralafrikanischen Republik. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in der Zentralafrikanischen Republik auch an drei verschiedenen Standorten durch Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen, Schulen, medizinischen Zentren und Sozialzentren.

Der Bürgerkrieg hat das Land fest im Griff

Jahrelange bewaffnete Konflikte haben die Kinder in der Zentralafrikanischen Republik tief getroffen. Hunderttausende haben ihre Eltern im Bürgerkrieg verloren, wurden selbst als Kindersoldaten rekrutiert oder sind vom Ausmaß der Gewalt, der sie ausgesetzt waren, traumatisiert.

41 Prozent der Kinder leiden an schwerer, akuter Unterernährung. Zwei Drittel der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. HIV/AIDS ist zusammen mit Malaria eine der häufigsten Ursachen für Kindersterblichkeit. Die Einschreibungszahlen für die Grundschulen sind erschreckend niedrig. Nur ca. 43 Prozent der zentralafrikanischen Kinder schließen die Grundschule ab. Bei den Erwachsenen liegt die Analphabetenquote mit 63 Prozent entsprechend hoch.

Wirtschaftliche und politische Situation

Die Zentralafrikanische Republik ist eines der ärmsten Länder der Welt Trotz Arbeit leben 91 Prozent der Bevölkerung von weniger als $ 3 pro Tag. Das Land rangiert an letzter Stelle auf dem Entwicklungsindex der Vereinten Nationen. Neben anderen Faktoren beurteilt dieser Gesundheit, Bildung, Lebensstandard und Kindeswohl. Durch jahrelange Konflikte, Misswirtschaft und Korruption ist die Infrastruktur des Landes nahezu völlig zusammengebrochen. Das Land ist fast vollständig auf ausländische Spender und die Hilfe von nichtstaatlichen Organisationen angewiesen. Die Lebenserwartung liegt bei mittlerweile gerade mal 53 Jahren. 

64

der jungen Erwachsenen sind Analphabeten

41

der Kinder leiden an Unterernährung

53

Jahre nur beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung

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