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SOS-Kinderdorf Südafrika hilft Kindern und ihren Familien in Not
Familienstärkung in Südafrika

Lusandas Weg aus der Armut

Die Menschen in Philippi versuchen ihren Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs zu verdienen, manche betreiben kleine Geschäfte, verkaufen Alkohol oder Gemüse, andere waschen Autos oder bieten Näharbeiten an. Lusanda, 21, wuchs bei seiner Tante Nomama auf. Als Hausangestellte reichte ihr Verdienst kaum für das Nötigste. Zusätzlich zu ihren drei leiblichen Kindern nahm sie Lusanda nach dem Tod seiner Mutter zu sich.

Oft gingen wir abends hungrig ins Bett

"Wir waren so viele Kinder, so dass Schuluniformen und andere Bedürfnisse ein Problem waren", schildert Lusanda. „Wir mussten immer abwägen zwischen Kleidung, Schreibwaren und Schuhen. Oft gingen wir ins Bett, nachdem wir zum Abendessen nur mit Zucker gemischtes Wasser hatten“, erinnert er sich.

SOS-Kinderdorf Südafrika hilft notleidenden Kindern und ihren Familien

Heute reicht das Essen für alle

Nach der Schule jobbte Lusanda abends auf einer Baustelle. In Philippi ist es üblich, dass Kinder frühzeitig die Schule verlassen und arbeiten, um die Eltern zu entlasten. Sie verkaufen Erfrischungsgetränke, waschen die Frontscheiben der Autos, während diese an der Ampel warten oder arbeiten als Schuhputzer. 
 

Lusanda spielte mit dem Gedanken die Schule abzubrechen

„Mit neun Jahren habe ich mich selbst finanziert, damit Tante Nomama es nicht muss“, erklärt Lusanda. „Ich habe mir die Schuluniform und Kleidung gekauft und meiner Tante geholfen. Oft habe ich darüber nachgedacht, die Schule aufzugeben und dauerhaft zu arbeiten, um den Stress zu verringern. Aber ich träumte davon, es im Leben zu etwas zu bringen und war belastbar“, fügt er hinzu.

In einem Land, in dem über die Hälfte aller Jugendlichen keinen Arbeitsplatz findet, ist es ohne Schulausbildung kaum möglich, der Armut zu entrinnen. „Ich wusste, dass es für ein Kind nicht in Ordnung ist, zu arbeiten. Ein Kind sollte ein Kind sein dürfen und nicht Geld verdienen. Aber ich hatte keine andere Wahl“, ergänzt Nomama entschuldigend.

Dank SOS-Kinderdorf kann sich Lusanda wieder ganz auf die Schule konzentrieren

Die Unterstützung durch das SOS-Familienstärkungsprogramm war der Antrieb, den Lusanda dringend benötigte. Ziel dieses Programmes ist es, den Lebensstandard armer Familien zu verbessern und sicherzustellen, dass Kinder Zugang zu grundlegenden Bedürfnissen wie Bildung, Ernährung und Gesundheit haben.

„Lusandas Familie erhielt Lebensmittelpakete,  zusätzlich zu Schuluniformen, Paraffin zum Kochen und Winterdecken“, zählt Nosiphewo Gobo-Mpehle, SOS-Sozialarbeiterin, auf. „Selbst wenn die Grundschulbildung in Südafrika weitgehend kostenlos ist, sind zusätzliche Gebühren für Uniformen, Schuhe, Schulbücher und Schreibwaren häufig nicht erschwinglich. Die finanziellen Belastungen, die mit diesen indirekten Kosten einhergehen, verhindern den Schulbesuch der Kinder“, erklärt sie.

SOS-Kinderdorf Südafrika hilft notleidenden Kindern und ihren Famili

Lusanda mit seiner Familie in Philippi

Sein Traum wurde wahr

Dank der Unterstützung durch SOS-Kinderdorf konnte Lusanda seinen Traum wahr werden lassen. Er erhielt ein Stipendium  an einem Berufsausbildungszentrum und studiert Flug- und Landelogistik.

„Mein Kurs wird drei Jahre dauern. Mit dem Stipendium bezahle ich den Transport zur Schule, kaufe Kleider und unterstütze meine Tante hier zu Hause. Außerdem konnte ich meinen Führerschein machen“, erzählt Lusanda.

„Ich hoffe, später einen Job in einem Logistikunternehmen oder in einer Lieferkette zu finden. Mein großer Traum wäre es, eines Tages ein Auto zu besitzen und mein eigenes Logistikunternehmen zu führen“, fügt er hinzu.

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