Flutkatastrophe in Mosambik
Nothilfe Mosambik

SOS-Kinderdorf hilft in Mosambik

Einen Monat nach dem verheerenden Zyklon Idai steigt die Zahl der Cholerafälle. 1.700 Fälle wurden bereits gemeldet, die Dunkelziffer dürfte vermutlich wesentlich höher liegen. Im Zuge der Nothilfemaßnahmen hat SOS-Kinderdorf vorsorglich alle SOS-Kinder und -Mitarbeiter geimpft. Von offizieller Seite wurde eine großangelegte Impfkampagne im Großraum Beira und weiteren betroffenen Regionen gestartet

Auch Mahumana, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Mosambik, hatte bereits befürchtet, dass durch den Mangel an sauberem Tinkwasser nun Krankheitserreger, die durch Wasser übertragen werden, zum Problem werden könnten: “Zu dieser Jahreszeit haben wir in Mosambik ohnehin mit Malaria und Cholera zu kämpfen. Nun ist das Risiko daran zu erkranken noch höher. Das Hochwasser war überall und auch das Wasserversorgungssystem wurde vom Sturm zerstört. Dies erhöht das Risiko, dass Wasser oder Lebensmittelvorräte verunreinigt werden. Kinder, die sich mit verunreinigtem Wasser waschen, dort spielen oder Lebensmittel zu sich nehmen, die mit diesem Wasser gewaschen wurden, könnten sich dann sehr wahrscheinlich anstecken.“ 

SOS-Kinderdorf Beira Mosambik

Das SOS-Kinderdorf Beira wurde nur geringfügig beschädigt: zerborstene Fenster und niedergestürtzte Bäume. 

Am 14. März traf Zyklon Idai mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 190 km/h auf die Küstenstadt Beira in Mosambik und verursachte dort erhebliche Schäden und Überschwemmungen. 200 Menschen starben, rund 1,7 Millionen Menschen sind von den Auswirkungen betroffen, darunter 260.000 Kinder. Familien, deren Zuhause zerstört wurden, leben derzeit in Notunterkünften. 

Durch die massive Bauweise wurden die Gebäude im SOS-Kinderdorf nur geringfügig beschädigt, Personen kamen nicht zu Schaden. Dennoch gilt es diese Schäden und Verwüstungen in den nächsten Wochen und Monaten zu beseitigen. 

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So können Sie helfen!

Schnell und unkompliziert: so hilft SOS-Kinderdorf in Mosambik

Besonders wichtig: Kinderschutz

SOS-Kinderdorf betreut Kinder, die ihre Eltern durch die Katastrophe verloren haben und hilft den Kindern zu ihren Eltern zurückzufinden oder Angehörige ausfindig zu machen. 

Notwendige Hilfsgüter

Familien werden mit notwendigen Hilfsgütern, sauberem Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten versorgt.

Traumaheilung

Traumatisierte Kinder und Familien erhalten professionelle psychologische Betreuung und Hilfe.

SOS-Kinderdorf in Mosambik

Derzeit unterhält unsere Organisation sechs SOS-Kinderdörfer in Mosambik. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Mosambik auch an sechs verschiedenen Standorten durch Kindergärten, Jugendeinrichtungen, Schulen und Sozialzentren.

1,2 Millionen Aidswaisen

Trotz jüngster nachhaltiger Verbesserungen der wirtschaftlichen Situation lebt fast die Hälfte der Kinder in Mosambik in extrem armen Verhältnissen. Hungersnöte sind weit verbreitet, und viele Einwohner leiden an Krankheiten, die durch Hunger und Unterernährung verursacht werden. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Mosambik beträgt lediglich 59 Jahre. Das Land hat eine der höchsten HIV-Infektionsraten der ganzen Welt. 12,3 Prozent der Bevölkerung sind HIV-positiv. 1,2 Millionen Kinder in Mosambik haben ihre Eltern durch die weit verbreitete HIV/AIDS-Pandemie im Land verloren. Mit 53 von 1000 Lebendgeburten ist die Säuglingssterblichkeitsrate ausgesprochen hoch.

Obwohl im Bereich der Einschulung große Fortschritte erzielt worden sind, haben immer noch 24 Prozent der Kinder zwischen 7 und 17 Jahren keinen Zugang zum Bildungssystem. Hunderttausende Kinder in Mosambik haben nie eine Schule besucht, da sie zum Unterhalt der Familie beitragen müssen. Entsprechend hoch ist die Analphabetenrate von 33 Prozent bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen. 

Wirtschaftliche und politische Situation

Nach langen Jahren Bürgerkrieg gilt Mosambik heute als Land mit großem wirtschaftlichem Potential. Trotz der Tatsache, dass die Wirtschaft zum größten Teil auf der Landwirtschaft basiert, stellen unerschlossene Gas-, Öl- und Titanreserven eine wachsende Einkommensquelle dar und ziehen ausländische Investoren an. Nichtsdestotrotz ist Mosambik ein extrem armes Land. 55 Prozent der Bevölkerung leben in erdrückender Armut. Sie kämpfen um grundlegende Dinge des täglichen Lebens, wie z.B. fließendes Wasser, ordentliche sanitäre Anlagen und eine regelmäßige Versorgung mit Nahrungsmitteln. Im Human Development Index der Vereinten Nationen befindet sich Mosambik mit Rang 181 auf einem der letzten Plätze.

22

Prozent der Kinder müssen Kinderarbeit verrichten

33

Prozent der Jugendlichen sind Analphabeten

12,3

Prozent der Bevölkerung sind HIV-positiv

Allgemeiner Hinweis
Im Ausnahmefall kann es nach öffentlichen Spendenaufrufen zu einem bestimmten Zweck zu der Situation kommen, dass für den konkreten Spendenzweck entweder zu viel Geld gespendet wurde oder wegen der projektbezogenen äußeren Umstände die Gelder nicht oder nicht zeitnah für den konkreten Spendenzweck eingesetzt werden können. Diese werden dann für ein vergleichbares Projekt, jedenfalls aber für satzungsmäßige Zwecke eingesetzt.