Flutkatastrophe in Mosambik
Nothilfe Mosambik

SOS-Kinderdorf hilft in Mosambik

Während die Einwohner von Beira noch immer mit den Auswirkungen von Zyklon Idai im März kämpften, traf Mosambik am 26. April ein weiterer Zyklon. Regierungsangaben zufolge starben fünf Menschen, mindestens 20 wurden verletzt, Hunderte Menschen verloren ihr Zuhause. 

„Die Hafenstadt Pemba wurde von den Auswirkungen des Zyklon Kenneth getroffen. Da Pemba nicht im Epizentrum des Sturms lag, gab es nur gemäßigten Sturm und  mäßige Regenfälle, die keine erheblichen Auswirkungen auf das SOS-Kinderdorf in Pemba hatten“, so Nationaldirektor Simião António Mahuman der SOS-Kinderdörfer in Mosambik.

Einen Monat nach dem verheerenden Zyklon Idai stieg die Zahl der Cholerafälle.  Im Zuge der Nothilfemaßnahmen hatte SOS-Kinderdorf vorsorglich alle SOS-Kinder und -Mitarbeiter geimpft. Von offizieller Seite wurde eine großangelegte Impfkampagne im Großraum Beira und weiteren betroffenen Regionen gestartet.

Durch die massive Bauweise wurden die Gebäude im SOS-Kinderdorf nur geringfügig beschädigt, Personen kamen nicht zu Schaden. 

Schnell und unkompliziert: so hilft SOS-Kinderdorf in Mosambik

Besonders wichtig: Kinderschutz

SOS-Kinderdorf betreut Kinder, die ihre Eltern durch die Katastrophe verloren haben und hilft den Kindern zu ihren Eltern zurückzufinden oder Angehörige ausfindig zu machen. 

Notwendige Hilfsgüter

Familien werden mit notwendigen Hilfsgütern, sauberem Trinkwasser, Lebensmitteln und Medikamenten versorgt.

Traumaheilung

Traumatisierte Kinder und Familien erhalten professionelle psychologische Betreuung und Hilfe.

SOS-Kinderdorf in Mosambik

Derzeit unterhält unsere Organisation sechs SOS-Kinderdörfer in Mosambik. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Mosambik auch an sechs verschiedenen Standorten durch Kindergärten, Jugendeinrichtungen, Schulen und Sozialzentren.

1,2 Millionen Aidswaisen

Trotz jüngster nachhaltiger Verbesserungen der wirtschaftlichen Situation lebt fast die Hälfte der Kinder in Mosambik in extrem armen Verhältnissen. Hungersnöte sind weit verbreitet, und viele Einwohner leiden an Krankheiten, die durch Hunger und Unterernährung verursacht werden. Die durchschnittliche Lebenserwartung in Mosambik beträgt lediglich 59 Jahre. Das Land hat eine der höchsten HIV-Infektionsraten der ganzen Welt. 12,6 Prozent der Bevölkerung sind HIV-positiv. 1,2 Millionen Kinder in Mosambik haben ihre Eltern durch die weit verbreitete HIV/AIDS-Pandemie im Land verloren. Mit 53 von 1000 Lebendgeburten ist die Säuglingssterblichkeitsrate ausgesprochen hoch.

Obwohl im Bereich der Einschulung große Fortschritte erzielt worden sind, haben immer noch 24 Prozent der Kinder zwischen 7 und 17 Jahren keinen Zugang zum Bildungssystem. Hunderttausende Kinder in Mosambik haben nie eine Schule besucht, da sie zum Unterhalt der Familie beitragen müssen. Entsprechend hoch ist die Analphabetenrate von 30 Prozent bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen. 

Wirtschaftliche und politische Situation

Nach langen Jahren Bürgerkrieg gilt Mosambik heute als Land mit großem wirtschaftlichem Potential. Trotz der Tatsache, dass die Wirtschaft zum größten Teil auf der Landwirtschaft basiert, stellen unerschlossene Gas-, Öl- und Titanreserven eine wachsende Einkommensquelle dar und ziehen ausländische Investoren an. Nichtsdestotrotz ist Mosambik ein extrem armes Land. Über 60 Prozent der Bevölkerung leben in erdrückender Armut. Sie kämpfen um grundlegende Dinge des täglichen Lebens, wie z.B. fließendes Wasser, ordentliche sanitäre Anlagen und eine regelmäßige Versorgung mit Nahrungsmitteln. Im Human Development Index der Vereinten Nationen befindet sich Mosambik mit Rang 180 auf einem der letzten Plätze.

22

der Kinder müssen Kinderarbeit verrichten

50

der Bevölkerung sind Analphabeten

12,6

der Bevölkerung sind HIV-positiv

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