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SOS-Kinderdorf Kamerun hilft notleidenden Kindern und ihren Familien
Kamerun

Familienstärkung in Kamerun

Im zentralafrikanischen Kamerun kämpfen die Menschen mit vielen Problemen: politische Instabilität, schwerfällige öffentliche Verwaltung, ungünstige Weltmarktbedingungen. 32 Prozent der Kinder in Kamerun sind unterernährt. Aber vor allem die Landbewohner Kameruns leiden unter niedrigen Löhnen und einer schlechten schulischen und medizinischen Infrastruktur. Knapp 24 Prozent der Bevölkerung leben in Armut. Daher müssen schon die Jüngsten zum Familienunterhalt beitragen: 56 Prozent der 5-14-Jährigen müssen arbeiten. Auch Analphabetismus ist ein großes Problem: 36 Prozent der Kinder schließen die Grundschule nicht ab. 

Mangelnde hygienische Verhältnisse

Hilfe ist in Nkong-Si, einem Teil der Gemeinde Mbalmayo rund 40 Kilometer von Kameruns Hauptstadt Jaunde entfernt, dringend nötig: Trinkwasser gibt es hier keines, es muss mit Kanistern und Eimern aus anderen Ortsteilen herangeschafft werden. Krankheiten wie Malaria und E.-Coli-Infektionen sind aufgrund der hygienischen Bedingungen und des vielen Moskitos am nahegelegenen Fluss weit verbreitet. Die Menschen leben auf engstem Raum. Oft teilen sich mehrere Familien eine nur spärliche Unterkunft.

Auswirkungen der Corona-Pandemie

 „Viele haben Angst sich anzustecken“, sagt SOS-Sozialarbeiter Jean-Roger Ndebi. Gerade im Kerngebiet des Familienstärkungsprogramms, Nkong-Si, seien die Leute beunruhigt, berichtet er. Denn in dem dicht besiedelten Viertel ohne eigenen Trinkwasserzugang sind Abstandhalten und Hygienemaßnahmen nur schwer umzusetzen. Auch Seife und Desinfektionsmittel sind in der Gegend derzeit nicht mehr zu bekommen, schildert Ndebi.

„Wir vom Familienstärkungsprogramm haben deshalb Kurse gehalten, um zu zeigen, wie man sich trotzdem so gut wie möglich schützen kann. Auch Masken haben wir verteilt“, erzählt Ndebi. Die medizinische Versorgung, die das Programm seinen Teilnehmern ermöglicht, ist derzeit wichtiger denn je. Zwar hat die Regierung von Kamerun allen Covid-Erkrankten des Landes kostenlose Behandlungen zugesagt, in der Realität wird dieses Versprechen aber oft nicht eingehalten.

Steigende Lebenshaltungskosten

Die Bewohner von Nkong-Si sorgen sich aber auch um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie, die auch in Kamerun deutlich zu spüren sind: „Das Leben hier ist viel teurer geworden. Die Preise für Dinge des täglichen Bedarfs sind gestiegen und die Kaufkraft wird mit jedem Tag weniger“, schildert SOS-Sozialarbeiter Ndebi. Das trifft insbesonders den Teil der Bevölkerung, der wie die meisten Bewohner von Nkong-Si ohnehin schon unter der Armutsgrenze lebt.

So hilft SOS-Kinderdorf

Mit den Familienstärkungsprogrammen hilft SOS-Kinderdorf seit 2004 weltweit, Familien dabei sich eigene Existenzen aufzubauen und so den Kreislauf aus Not und Armut zu durchbrechen. Der SOS-Sozialarbeiter Jean-Roger Ndebi betreut gemeinsam mit seinem Kollegen Louis Démosthène Doussam 59 Familien mit 216 Kindern in der besonders von Armut betroffenen Nachbarschaft Nkong-Si im Familienstärkungsprogramm Mbalmayo in Kamerun.

Vom Familienstärkungsprogramm in Nkong-Si werden vor allem alleinerziehende Frauen aufgefangen, denen nach dem Verlust des Partners Armut und der gesellschaftliche Abstieg drohen. Aber auch alleinstehende Väter sind Teil des Programms, genauso wie ältere Waisen, die sich nach dem Tod der Eltern um ihre jüngeren Geschwister kümmern müssen, oder Familien, die von HIV/Aids betroffen sind. Die Programmteilnehmer erhalten zwischen einem und fünf Jahren Unterstützung. Dann werden sie in die Selbstständigkeit entlassen.

Beratung und Beistand

Wir helfen in den Bereichen Ernährung, medizinische Versorgung, Bildung und Beratung, stellen sicher, dass Krankheiten behandelt werden und Kinder zur Schule gehen können.

Mikrokredite

Auch Mikrokredite können die Teilnehmer durch das Programm bekommen, dadurch können sie zum Beispiel ein kleines Geschäft oder einen landwirtschaftlichen Betrieb starten.

Hilfe zur Selbsthilfe

Beim Familienstärkungsprogramm wird den Familien eine Hand gereicht, damit sie sich aus eigener Kraft aus dem Teufelskreis der Armut befreien können.

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So können Sie helfen!

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Das können Sie bewirken

8

Schultasche für ein Kind

35

Ausstattung eines Kindes mit Büchern, Stiften, Heften und Lineale für den Hausunterricht

76

regelmäßige medizinische Untersuchung für ein Kind

687

eine Kuh für den landwirtschaftlichen Betrieb einer Familie im Familienstärkungsprogramm

912

Nahrungsmittel für eine sechsköpfige Familie jährlich

6100

Schulgebühren der Sekundarschule für 100 Kinder aus einem Familienstärkungsprogramm