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SOS-Kinderdorf Kamerun hilft notleidenden Kindern und ihren Familien
SOS-Kinderdorfkind Alice

Ein neues Zuhause für Alice und ihre Geschwister

Wenn Alice* Hilfe bei den Hausaufgaben braucht, muss die Sechsjährige nicht lange bitten. Mit acht anderen Kindern im Haus ist immer jemand da, der sich Zeit für das jüngste Familienmitglied nimmt, geduldig erklärt und Fragen beantwortet. Und nicht nur bei den Hausaufgaben sind die Geschwister immer füreinander da. Im Haus von SOS-Kinderdorfmutter Elodie im zentralafrikanischen Kamerun gilt: Einer für alle und alle für einen.

Mit drei Jahren kam Alice ins SOS-Kinderdorf

Alice lebt seit knapp drei Jahren in ihrer SOS-Familie. Ihre Mutter starb kurz nach ihrer Geburt und ihr Vater war schwer krank. Als er merkte, dass er seine vier Kinder alleine nicht versorgen konnte, wandte er sich an das SOS-Kinderdorf in Mbalmayo. Die Mitarbeiter hier reagierten schnell und nahmen die beiden jüngsten Geschwister, Alice und Marie, im Kinderdorf auf. Die beiden älteren Brüder blieben beim Vater, der fortan vom SOS-Familienstärkungsprogramm unterstützt wurde. SOS-Mutter Elodie erinnert sich noch genau an die Ankunft der Schwestern: „Sie waren sehr lebhafte Mädchen, die sich schon sehr gut ausdrücken konnten. Alice kam sofort auf mich zu und hat mich mit einem Küsschen begrüßt“, erzählt sie. Doch obwohl sich die damals knapp Drei- und Fünfjährige gut in ihrer SOS-Familie einlebten, sprach besonders Alice noch häufig von ihrem Vater und den zwei Brüdern. „Ihr Vater hat die beiden oft besucht. Ich glaube, Alice wusste, wie krank er war und hat immer dafür gesorgt, dass er etwas zu essen bekam, wenn er bei uns war.“

Eines Tages erhielten sie die Nachricht vom Tod des Vaters

Eines Tages erreicht SOS-Mutter Elodie die Nachricht vom Tod des Vaters. „Drei Tage zuvor hatten wir ihn noch im Krankenhaus besucht und er hat sich bei mir für das bedankt, was ich für seine Mädchen tue“, erinnert sich die SOS-Mutter. Durch den Tod des Vaters waren auch Alices Brüder von einem Moment auf den anderen auf sich allein gestellt. „Sie hatten niemanden mehr, der für sie sorgen konnte. Deshalb hat SOS im Eilverfahren entschieden, sie ebenfalls in meine Familie aufzunehmen“, erzählt Elodie. Noch am Tag der Beerdigung des Vaters ziehen die beiden Brüder zu ihren Schwestern in das Familienhaus in Mbalmayo. „Sie waren von Anfang an sofort wieder sehr eng miteinander“, erzählt Elodie. Inzwischen sind Alice, ihre Geschwister und ihre SOS-Geschwister zu einer richtigen Familie zusammengewachsen. „Alice ist das Nesthäkchen um das sich alle kümmern“, erzählt  Elodie. „Ihre Haare muss ich zum Beispiel nicht mehr flechten, das machen ihre Schwestern.“

Natürlich gibt es auch mal Streit

Natürlich streiten die Geschwister auch mal. Um die Aufmerksamkeit von SOS-Mutter Elodie zum Beispiel, die gerade Alice manchmal gerne ganz für sich alleine hätte. Aber so schnell wie die Konflikte ausbrechen, so schnell sind sie auch wieder beendet. „Und genau das macht für mich Familie aus“, sagt Elodie, „natürlich gibt es Streit, aber das wichtigste ist, dass man sich wieder verträgt, weil alle wissen, dass sie nicht ohne einander leben wollen.“

*Name zum Schutz der Privatsphäre geändert

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