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SOS-Kinderdorf in Guinea-Bissau unterstützt Kinder und Jugendliche in Not
Guinea-Bissau

SOS-Kinderdorf in Guinea-Bissau

Obwohl Guinea-Bissau in den letzten Jahren einige Fortschritte zu verzeichnen hatte, leben tausende von Kindern weiter in erdrückender Armut. Viele dieser Kinder werden Opfer von Kinderhandel und kommerzieller sexueller Ausbeutung. In enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden setzt sich SOS-Kinderdorf für den Schutz und die Unterstützung dieser schwächsten Bevölkerungsgruppe des Landes ein.

Nuno war ein Straßenkind

Der acht-jährige Nuno hat das harte und einsame Leben auf der Straße, das er vor gar nicht so langer Zeit führte, schon fast vergessen. Dank eines Gemeindemitarbeiters und des SOS-Familienstärkungsprogrammes ist er heute ein glücklicher Schuljunge mit jeder Menge Träume. 

Nunos Mutter starb nach langer Krankheit und ließ die drei Kinder bei ihrer 77-jährigen Großmutter Matilde zurück. Die alte Dame versuchte die drei mit dem Anbau von Gemüse durchzubringen. Aber es war nie genug für alle da. An Schule oder Medikamente war nicht zu denken. Nuno begann durch die Straßen zu ziehen, immer auf der Suche nach etwas Essbarem. Gelegentlich kam er nach Hause, aber die meiste Zeit verbrachte er auf der Straße. 

Eines Tages hörte der Gemeindemitarbeiter von Nuno und suchte ihn auf. Nach einem langen Gespräch sah Nuno ein, dass das kein Leben für einen kleinen Jungen war. „Ich gehe wieder nach Hause zu meiner Großmutter und meinen Geschwistern.“, versprach er. 

Und das tat er auch. Mit der Unterstützung, die sie nun durch das SOS-Familienstärkungsprogramm erhielten, änderte sich das Leben der kleinen Familie komplett! Sie erhalten regelmäßig Lebensmittelpakete und werden medizinisch versorgt. Die Gesundheit der Kinder hat sich enorm verbessert und alle sehen wohl genährt aus.

Nuno hat sein Versprechen gehalten. Er wohnt jetzt zuhause und hilft seiner Großmutter bei den Hausarbeiten. Dank SOS-Kinderdorf kann er jetzt erstmalig in eine Schule gehen. Die Schule ist alles für ihn geworden. Er hat viele Freunde gefunden, und der Unterricht bereitet ihm großen Spaß. Manchmal muss ihn der Lehrer nach dem Unterricht nach Hause bringen, weil er vor lauter spielen mit seinen neuen Freunden, die Zeit vergisst. Aber Nuno spielt nicht nur gerne, er ist auch ein ausgezeichneter Schüler. „In seiner Klasse ist er einer der Besten“, berichtet uns sein Lehrer. 

Nunos Traum ist es eines Tages ein berühmter Menschenrechtsaktivist zu werden und in der ganzen Welt für die Rechte der Kinder zu kämpfen.

SOS-Kinderdorf in Guinea-Bissau

Derzeit unterhält unsere Organisation drei SOS-Kinderdörfer in Guinea-Bissau. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Guinea-Bissau auch an drei Standorten durch Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen, Schulen, ein Berufsausbildungszentrum und Sozialzentren.

Jahrzehntelange politische Instabilität

Guinea-Bissau zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. In einem Land, das einst als potentielles Vorbild für die Entwicklung in Afrika angesehen wurde, kämpft heute die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ums nackte Überleben. Hunderttausende Menschen leben in erdrückender Armut ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und medizinischer Versorgung. Vor allem in den ländlichen Regionen stellt das hohe Armutsniveau die Menschen vor große Probleme. 

Mit 58 Jahren gehört die Lebenserwartung bei der Geburt nicht nur in Afrika, sondern weltweit zu den niedrigsten. Fast 40 Prozent aller Kinder zwischen fünf und vierzehn Jahren müssen Kinderarbeit verrichten. Die Sterblichkeitsrate der Kinder unter fünf Jahren ist in Guinea Bissau mit 88 aus 1000 Lebendgeburten nach wie vor sehr hoch. Fast ein Viertel aller Kinder sind bei der Geburt untergewichtig, etwa 28 Prozent leiden an Unterernährung.

Wirtschaftliche und politische Situation

Guinea-Bissau liegt an der westafrikanischen Küste zwischen dem Senegal im Norden und Guinea im Süden. Das Land ist zu einem wichtigen Umschlagplatz für lateinamerikanische Drogenkartelle und ihren Kokainschmuggel nach Europa geworden. Nach offiziellen Angaben sind die Landwirtschaft und der Fischfang die beiden tragenden Säulen der Wirtschaft des Landes. Die wachsende Bedeutung des Drogenhandels als Wirtschaftsfaktor ist jedoch schwer zu übersehen. Guinea-Bissau ist in großem Ausmaß auf ausländische Hilfe angewiesen, da der Bürgerkrieg von 1997 und die politische Instabilität die Infrastruktur des Landes schwer geschädigt haben.

36

aller Kinder unter 14 Jahren müssen Kinderarbeit leisten

67

der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze

88

Kinder von 1000 Geburten sterben vor ihrem fünften Geburtstag

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