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SOS-Kinderdorf Ghana hilft notleidenden Familien in der Corona-Krise
Nyaaba und seine Töchter

Eine Familie hat Angst

Noch vor kurzem machte sich Nyaaba aus Ghana keine Sorgen um die Zukunft seiner beiden Töchter. Doch mit der Ankunft des neuen Corona-Virus in Afrika ist die Existenz der Familie von einem Tag auf den anderen bedroht.

Nyaabas (66) dachte, die Ausbildung seiner beiden Töchter Marikah*( 16) und Serwa*(12) sei gesichert. Sie gingen regelmäßig zur Schule, waren gut gekleidet in sauberen Schuluniformen und mit all ihren Schulsachen versorgt. Denn seit die Familie aus Ghana Teil des SOS-Familienstärkungsprogrammes geworden war, finanzierte SOS die Bildung der Mädchen. Eine Sorge weniger für Nyaaba (66), dessen Frau vor sieben Jahren gestorben war und der sich seitdem alleine um seine Kinder kümmern musste. Doch dann kam Corona.

SOS-Kinderdorf Ghana hilft notleidenden Kindern und Familien in der Corona-Krise

Nyaaba vor seinem Haus

"Ich bin ein alter Mann, der sich sehr bemüht, meine beiden Mädchen aufzuziehen, und jetzt ist Corona gekommen, um mir etwas anderes zu geben, worüber ich mir Sorgen machen muss", sagt Nyaaba. Denn als Kleinbauer hat es der 66-Jährige in diesen Zeiten schwer. Viele seiner ehemaligen Kunden kommen nicht mehr und ein anderes Einkommen hat die Familie nicht. "Ich bete, dass die Probleme mit diesem Virus einfach verschwinden“, sagt  Nyaaba mit merklicher Verzweiflung.

Marikah, die ältere Tochter, macht sich unterdessen große Sorgen um ihre Ausbildung. Denn auch in Ghana sind die Schulen geschlossen. "Ich hasse es, zu Hause zu sein und nicht zur Schule zu gehen", sagt die 16-Jährige. Einen Computer hat die Familie nicht, weshalb Marikah auch nicht am Online-Unterricht teilnehmen kann. "Ich habe das Gefühl, dass mein Leben zum Stillstand gekommen ist", sagt sie. Derzeit versucht sie noch, sich mit dem Wiederholen alten Stoffs zu beschäftigen. Doch wie lange das noch ausreicht, weiß sie nicht. Und darüber, welche Auswirkungen die Schulschließungen auf ihren großen Traum, Mathematiklehrerin zu werden, haben könnten, will sie lieber gar nicht nachdenken. "Manchmal fahre ich einfach mit dem Fahrrad auf der Straße neben unserem Haus, um den Kopf frei zu bekommen", erzählt sie.

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Marikah macht sich große Sorgen.

Auch um ihren Vater macht sich Marikah Sorgen. Zwar ist er derzeit gesund, doch das Mädchen weiß, dass das Virus ältere Menschen schwerer trifft. Und ohne Nyaaba läge es an ihr, die Familie zu versorgen, sagt sie: "Möglicherweise müsste ich dann die Schule abbrechen. Das alles beunruhigt mich sehr.“

*Die Namen wurden geändert, um die Privatsphäre der Kinder zu schützen.

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