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SOS-Kinderdorf unterstützt die notleidende Bevölkerung in Dschibuti
Dschibuti

SOS-Kinderdorf in Dschibuti

Die Republik Dschibuti wird nicht nur regelmäßig von Dürren und Hungersnöten heimgesucht, die lokale Bevölkerung war außerdem von gewaltsamen Kämpfen betroffen. SOS-Kinderdorf erkannte den Bedarf, notleidende Kinder und Familien des Landes zu unterstützen und unterzeichnete im Oktober 2010 mit der Regierung eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit. Wir unterstützen die Bevölkerung derzeit, indem wir Kindern, die die elterliche Betreuung verloren haben, ein Zuhause geben und für Kinder aus der benachbarten Umgebung einen Kindergarten zur Verfügung stellen.

Rara ist ein ganz normales Kind

Rara wurde in Dorra im Norden Dschibutis geboren. Ihr genaues Geburtsdatum kennt niemand, da sie, wie die meisten Kinder Dschibutis zuhause auf die Welt gekommen ist.  Ihren Vater hat Rara nie kennengelernt. Ihre psychisch kranke Mutter, die zudem auf einer Körperseite gelähmt war, versuchte Rara alleine groß zu ziehen. Früh musste das kleine Mädchen schon Verantwortung übernehmen. 

„Als ich Rara das erste Mal traf, war sie sehr dünn und hatte Angst vor Fremden. Ich versuchte mit ihr zu reden, aber sie sprach kein einziges Wort. Sie sah mich nur mit großen Augen an und drehte den Kopf von einer Seite zur anderen, als ob sie etwas verloren hätte.“, berichtet uns Ali Aboubaker, der Dorfleiter des SOS-Kinderdorfes Tadjourah. „Rara war extrem gefährdet. Ihre Mutter war zu krank, um sich um sie zu kümmern. Sie mussten häufig hungern, die Hütte war in einem schäbigen Zustand. Rara brauchte ein stabiles Zuhause bei jemandem, der sich um sie sorgte.“ Choun, Raras SOS-Mutter erinnert sich: „Als Rara in das SOS-Kinderdorf kam, sprach sie mit niemandem. Immer wenn ich ihr eine kleine Arbeit auftrug, warf sie sich auf den Boden und schrie. Sie wollte auch nicht mit den anderen Kindern spielen. Es war eine schwierige Zeit!“ 

Nach drei Monaten begann sich Raras Verhalten allmählich zu ändern. Sie nahm Kontakt zu ihren Geschwistern auf, begann zu sprechen und sich für die Dinge, die um sie herum geschahen, zu interessieren. Rara ist heute ein normales Kind, dank ihrer SOS-Familie, die ihr den Raum und die Unterstützung gegeben hat, sich zu entfalten. Ihre Geschichte zeigt, dass jedes Kind sein Entwicklungspotential ausschöpfen kann, wenn es in einem liebevollen und sicheren Umfeld aufwächst.

SOS-Kinderdorf in Dschibuti 

Derzeit unterhält unsere Organisation ein SOS-Kinderdorf, ein SOS-Sozialzentrum und einen SOS-Kindergarten in Dschibuti. 

Jeder Fünfte lebt unterhalb der Armutsgrenze

Die Lebensbedingungen in Dschibuti sind hart. 30 Prozent der Kinder sind chronisch mangelernährt. Die Hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sanitären Anlagen. Jeder Fünfte lebt unterhalb der Armutsgrenze und muss mit weniger als 1,25 US-Dollar am Tag auskommen. Die Säuglingssterblichkeit liegt bei 54 aus 1000 Lebendgeburten. Landesweit besuchen lediglich zwei Drittel aller Kinder eine Grundschule.

Wirtschaftliche und politische Situation

Die Republik Dschibuti liegt am Horn von Afrika und zählt zu einem der ärmsten Länder der Welt. Laut des Berichts der Vereinten Nationen zur menschlichen Entwicklung befindet sich Dschibuti auf Platz 172 (von 188). Seit etlichen Jahren leidet das Land unter einer extremen Trockenheit, die weite Teile der Landwirtschaft zum Erliegen gebracht hat. Dschibuti verfügt außer über Salz über keine nennenswerten Bodenschätze, die Wirtschaft konzentriert sich in erster Linie auf den tertiären Bereich. Die Versorgung der Bevölkerung mit Energie und Wasser bleibt trotz verstärkter Bemühungen in den letzten Jahren weiter eine Herausforderung.

40

der Menschen arbeiten in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen

23

der Bevölkerung leben in extremer Armut

34

der Kinder sind unterernährt

patenschaft

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