Zum Warenkorb 0

Zum Warenkorb hinzugefügt:

Schutzgebühr:

Zum Warenkorb
SOS-Kinderdorf hilft Kindern und Jugendlichen in der Demokratischen Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo

SOS-Kinderdorf in der Demokratischen Republik Kongo

Die Demokratische Republik Kongo gehört zu den instabilsten Ländern Afrikas, seit in den 1960-er Jahren die Unabhängigkeit erklärt worden war. Der grausame und blutige Bürgerkrieg, der nach wie vor in diesem afrikanischen Land wütet, wird von vielen als die größte humanitäre Katastrophe des 21. Jahrhunderts bezeichnet. 

Wie so oft stehen die Kinder im Mittelpunkt der menschlichen Tragödie, die sich in der Demokratischen Republik Kongo abspielt. Hunderttausende sind aus ihrer Heimat vertrieben, zu Waisenkindern geworden oder ums Leben gekommen. SOS-Kinderdorf unterstützt die kongolesischen Kinder und versucht, ihnen nicht nur Hoffnung zu geben, sondern auch eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Judith muss nicht mehr hungern

Die kleine Judith lebte zusammen mit ihrer Mutter, Großmutter und ihren Geschwistern in einer kleinen schäbigen Hütte in einem Vorort von Bukavu. Judith war gerade einmal zwei Jahre alt, als ihre Mutter kurz nach der Geburt der jüngsten Schwester an AIDS starb. Das kleine Mädchen, das seinen Vater nie kennengelernt hatte, hatte nur noch ihre Großmutter. Die alte gebrechliche Frau versuchte ihr Bestes, um die Kinder durchzubringen, aber die Bedingungen waren unerträglich. Essen gab es nie genug und ärztliche Hilfe bei Krankheiten war unerschwinglich, an einen Schulbesuch gar nicht zu denken. Nachdem auch ihre Großmutter starb, wurden die drei Geschwister in das SOS-Kinderdorf Bukavu aufgenommen.

Veronique, ihre SOS-Mutter, erzählt: „Judiths ersten Tage im Kinderdorf waren nicht einfach. Sie vermisste ihre Mutter und Großmutter. Als sie letztendlich Vertrauen zu mir gefasst hatte, akzeptierte sie niemanden anderen in meiner Nähe und versuchte alle von mir weg zu schubsen. Sie war aggressiv und schlug andere Kinder. Sie lachte nie und spielte immer nur allein. Das ging einige Monate so, aber dann veränderte sich ihr Verhalten allmählich. Sie fasste mehr Vertrauen, öffnete sich und war auch nicht mehr aggressiv.“ 

Mit Beginn des neuen Schuljahres wurde Judith in den SOS-Kindergarten eingeschult. Stolz zog sie nun jeden Morgen an der Hand ihrer SOS-Mutter mit ihrer Kindergartentasche los. Nach und nach fand sie auch immer mehr Freundinnen. Das kleine ängstliche Mädchen verwandelte sich zusehends in ein aufgeschlossenes liebenswertes Kind, das begierig darauf war, Neues zu lernen und die Welt zu erforschen. Heute geht es Judith gut. Dank der liebevollen Zuwendung ihrer SOS-Mutter konnten Judiths Wunden heilen. Ihre SOS-Familie gibt ihr den stabilen und liebevollen Rahmen, in dem sie sich frei entwickeln kann. Und wer weiß, vielleicht wird eines Tages ihr Wunsch, Lehrerin zu werden wahr.

SOS-Kinderdorf in der Demokratischen Republik Kongo

Derzeit unterhält unsere Organisation drei SOS-Kinderdörfer in der Demokratischen Republik Kongo. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in der Demokratischen Republik Kongo an vier Standorten auch durch Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen, Schulen, Berufsausbildungszentren, medizinische Zentren und Sozialzentren.

Ein Leben unter unvorstellbaren Bedingungen

Millionen von Kongolesen leben unter unvorstellbaren Bedingungen. Schwere Nahrungsmittelknappheit und verheerender Hunger prägen das Leben so vieler Menschen - 77 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Millionen von Menschen haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Sie haben keine menschenwürdige Behausung, kein Trinkwasser und keine sanitären Einrichtungen. Die Lebenserwartung bei der Geburt ist mit knapp 60 Jahren sehr niedrig. 

Kinder gehören ganz eindeutig zur schwächsten Bevölkerungsgruppe in der Demokratischen Republik Kongo. Als Folge des Krieges und des hohen Armutsniveaus wachsen viele kongolesische Kinder ohne die Obhut und Fürsorge einer Familie auf. Die Sterblichkeitsrate der Säuglinge und Kinder unter fünf Jahren ist mit 94 pro 1000 Lebendgeburten sehr hoch. Die Mangelernährung ist eine der Hauptursachen für die hohe Kindersterblichkeitsrate.

Wirtschaftliche und politische Situation

Obwohl der Kongo reich an Bodenschätzen ist, gehören die Menschen dort zu den ärmsten in ganz Afrika. Der langanhaltende Bürgerkrieg hat dazu geführt, dass das Land eine äußerst geringe wirtschaftliche Entwicklung aufzuweisen hat. Wirtschaftliche Aktivitäten beschränken sich auf den Bergbau, Kleinhandel sowie die Landwirtschaft, in der Subsistenzwirtschaft vorherrscht. Das Ausmaß des Leides, dem die Bevölkerung aufgrund des langen und grausamen Bürgerkrieges ausgesetzt war, lässt sich nicht in Worte fassen. Schätzungen zufolge sind Millionen von Menschen direkt oder indirekt an den Folgen des Krieges gestorben. Obwohl die Völkergemeinschaft zu intervenieren versucht hat, fehlt es oft an humanitärer Hilfe, und Krankheiten, Hunger und Gewalt fordern nach wie vor viele Menschenleben.

Smiling Face

94

von 1000 Kindern sterben vor ihrem fünften Geburtstag

43

der Kinder sind mangelernährt

77

der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze

patenschaft

So können Sie helfen!

Dorfpate im Ausland werden