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Corona in Afrika
SOS-Corona-Hilfe

Das Virus trifft die Ärmsten am Härtesten

Das Corona-Virus, das sich weltweit ausgebreitet hat, trifft Afrika besonders hart. Die Gesundheitssysteme vieler afrikanischer Länder sind notorisch überlastet und Corona-Beschränkungen und steigende Lebensmittelpreise sorgen für Not und Hunger.

Auswirkungen der Pandemie in Äthiopien

Mit seinen über 100 Millionen Einwohnern zählt Äthiopien zu den ärmsten Ländern der Welt. Unterernährung, Wassermangel und ein instabiles Gesundheitssystem gehören zu den größten Herausforderungen des Landes und werden durch Covid-19 noch verstärkt.

Um die Ausbreitung von Covid-19 einzuschränken, wurden auch in Äthiopien Einschränkungen des öffentlichen Lebens von der Regierung veranlasst. Schulen und Märkte wurden geschlossen und der Verkehr auf internationalen und nationalen Transportwegen eingeschränkt. Dadurch sind die Lebensmittelpreise gestiegen und die Einkommen vieler Menschen gesunken oder ganz weggefallen. Viele Jugendliche, die gerade erst im Arbeitsmarkt angekommen waren, haben ihre Arbeitsplätze mittlerweile wieder verloren.

Zahlen, Daten, Fakten

Die Pandemie trifft Afrika schwer

42,3

der Bevölkerung gelten als arm.

23

Mio. Afrikaner könnten durch Corona zusätzlich extrem arm werden.

2,6

Intensivbetten gibt es in Kenia pro 1 Mio. Einwohner, in Deutschland sind es 340.

Warum bedroht die Corona-Pandemie Afrika besonders?

Schwache Gesundheitssysteme

Die meisten Länder Afrikas haben nur schwache und oft überlastete Gesundheitssysteme. Ein Großteil der Bevölkerung lebt ohne Zugang zu medizinischer Versorgung. Hinzu kommt, dass andere Krankheiten die Bedrohung durch das Corona-Virus zusätzlich erhöhen. Dazu gehören etwa HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria.

Erschwerte Prävention

Die hohe Bevölkerungsdichte in vielen Regionen ist eine Herausforderung für Präventionsmaßnahmen. Besonders in großen, engen Armensiedlungen ist das Durchbrechen von Infektionsketten nahezu unmöglich.

Kein Zugang zu Wasser

Ohne Wasser und Hygienemaßnahmen verbreitet sich die Krankheit besonders schnell. Doch genau diese Dinge sind für viele ein Luxus: Nur 28 Prozent der Bevölkerung von Subsahara-Afrika können zu Hause eigene sanitäre Einrichtungen nutzen.

Wirtschaftskrise und Versorgungsengpässe

Den fragilen Ökonomien vieler afrikanischer Länder droht der Zusammenbruch. Ohne Importe und stabile Versorgungsketten steigen die Preise für Güter des täglichen Bedarfs sehr stark an. Durch die Ausgangssperre können Tagelöhner ihr Familieneinkommen nicht mehr erwirtschaften. In der Folge droht Millionen von Menschen eine massive Hungersnot.

Mangelnde Trinkwasserversorgung in Afrika

Nur 28 Prozent der Bevölkerung von Subsahara-Afrika können zu Hause eigene sanitäre Einrichtungen nutzen. Ohne Wasser und Hygienemaßnahmen verbreitet sich die Krankheit besonders schnell.

Corona trifft die Ärmsten am Härtesten


„Unser Vorrat wird nicht ewig reichen“

Über das Corona-Virus wusste Zewdie aus Äthiopien bis vor kurzem nur wenig. „Ich wusste nicht einmal, wie man es richtig ausspricht“, sagt die 65-Jährige. Dank der Unterstützung durch SOS mussten sich Zewdie und ihre drei Pflegesöhne Teferi* (14), Brook* (14) und Michael* (15) keine Sorgen mehr um die Zukunft machen. Doch dann erreichte die Pandemie den afrikanischen Kontinent und auch in Äthiopien wurden strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen eingeführt.

SOS-Kinderdorf Äthiopien hilft notleidenden Kindern und ihren Familien durch die Corona-Krise

Das Corona-Virus bedroht das Leben von Zwedie und ihren Söhnen.

Auch in der Region der Familie gibt es täglich neue Fälle. Das macht der 65-Jährigen Angst. „Ich bemühe mich wirklich sehr, das Virus nicht mit nach Hause zu bringen“, erzählt sie. Leicht ist das nicht, denn in Zewdies Wohnhaus gibt es kein fließendes Wasser. Es muss von einem Fluss außerhalb des Dorfes besorgt oder teuer eingekauft werden.

Inzwischen fürchtet sich Zewdie aber nicht nur vor der Krankheit, sondern auch vor den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Schon jetzt beobachtet sie steigende Preise: „Mit dem Geld von SOS haben wir Getreide und Gemüse gekauft. Aber unser Vorrat wird nicht ewig reichen. Inzwischen fürchte ich, dass mehr Menschen an Hunger sterben könnten als am Corona-Virus.“

*Name zum Schutz der Privatsphäre geändert

Unsere Krisen-Maßnahmen

SOS-Kinderdorf in Afrika reagiert schnell auf die sich ausbreitende Pandemie. Wir bauen unsere Hilfsmaßnahmen auf unsere bestehenden Programme auf. Alle Kinder und Jugendlichen, die in SOS-Einrichtungen leben, werden besonders unterstützt. Auch Kindern und Familien außerhalb der Kinderdörfer helfen wir mit Aufklärung, medizinischer Versorgung und Nahrungsmitteln. 

Aufklärung und Prävention

Wir informieren Kinder, Familien und Gemeinden darüber, wie sie sich vor Infektionen schützen können und stellen Hygieneprodukte, wie z.B. Seife zur Verfügung.

Medizinische Versorgung

Wir stärken das lokale Gesundheitssystem auf Gemeindeebene und versorgen Kinder, Betreuungspersonen und medizinisches Personal mit Schutzausrüstung.

Grundbedürfnisse sichern

Wir versorgen sozial benachteiligte Familien mit Nahrungsmittelpaketen. Wir bieten außerdem Unterstützung beim (Wieder-)Aufbau einer Existenzgrundlage.

Psychologische Unterstützung

Wir entwickeln stressreduzierende Aktivitäten für Kinder zu Hause, bieten Teleberatung für Eltern und Hotlines für traumatisierte Kinder an.

Schulbildung sicherstellen

Wir unterstützen Homeschooling mit Lernmaterialien, wie Büchern und Stiften und, wo möglich, durch digitale Anschlussmöglichkeiten, Lerntechniken und Lerngruppen.

Betreuung elternloser Kinder

Wir sorgen dafür, dass Kinder, die die elterliche Fürsorge verlieren, durch Verwandte, Pflegeeltern oder eine SOS-Kinderdorf-Familie betreut werden.

Spenden Sie jetzt

Afrika braucht dringend Ihre Hilfe

25

Hygiene-Artikel, wie z. B. Seife, Mundschutz und Desinfektionsmittel monatlich für eine sechsköpfige Familie

60

Nahrungsmittelpaket mit z. B. Reis, Mais, Bohnen und Mehl monatlich für eine sechsköpfige Familie

246

Existenzaufbau und -sicherung durch Bereitstellung von z. B. Startkrediten, Saatgut und Dünger monatlich für eine sechsköpfige Familie