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Corona in Afrika
SOS-Corona-Hilfe

Die Folgen des Virus treffen die jüngsten am härtesten

Das Coronavirus hat den afrikanischen Kontinent zwar nicht so schlimm getroffen, wie Experten anfangs erwartet hatten. Dennoch gefährden die Auswirkungen der Pandemie nun das Überleben, den Schutz und die Zukunft von Millionen Kindern.

Warum die Pandemie den Fortschritt in Afrika zunichtemacht:

Beeinträchtigte Gesundheitsversorgung

Wegen der Pandemie sind Gesundheits- und Ernährungsdienste eingeschränkt – es ist zu befürchten, dass Kinder- und Müttersterblichkeit erheblich ansteigen. Die Krise hat die Impfprogramme ins Stocken gebracht und behindert den Kampf gegen andere tödliche Krankheiten wie Polio, Masern oder Malaria.

Erschwerte Prävention

Die hohe Bevölkerungsdichte in vielen Regionen ist eine Herausforderung für Präventionsmaßnahmen. Besonders in großen, engen Armensiedlungen ist das Durchbrechen von Infektionsketten nahezu unmöglich.

Kein Zugang zu Wasser

Ohne Wasser und Hygienemaßnahmen verbreitet sich die Krankheit besonders schnell. Doch genau diese Dinge sind für viele ein Luxus: Nur 28 Prozent der Bevölkerung von Subsahara-Afrika können zu Hause eigene sanitäre Einrichtungen nutzen.

Corona trifft die Ärmsten am härtesten


Zahlen, Daten, Fakten

Afrika braucht jetzt Hilfe mehr denn je

56204

49

der Schulkinder haben keinen Zugang zu Fernunterricht

46040

50

Mio. Afrikaner sind durch die Pandemie in extreme Armut gerutscht.

9638

5,3

Mio. Kinder und Jugendlichen werden trotz Schulöffnungen nicht mehr in die Schule zurückkehren können.

Unsere Krisen-Maßnahmen

SOS-Kinderdorf hat in Afrika schnell auf die sich ausbreitende Pandemie reagiert. Dabei galt es, Qualität und Quantität der Programme trotz steigender Preise aufrechtzuerhalten und sie angesichts der Krise zu stärken. Unsere Hilfsmaßnahmen bauen auf den bestehenden Programmen auf. Alle Kinder und Jugendlichen, die in SOS-Einrichtungen leben, werden besonders unterstützt. Auch Kindern und Familien außerhalb der Kinderdörfer helfen wir mit Aufklärung, medizinischer Versorgung und Nahrungsmitteln. 

Aufklärung und Prävention

Wir informieren Kinder, Familien und Gemeinden darüber, wie sie sich vor Infektionen schützen können und stellen Hygieneprodukte, wie z.B. Seife zur Verfügung.

Medizinische Versorgung

Wir stärken das lokale Gesundheitssystem auf Gemeindeebene und versorgen Kinder, Betreuungspersonen und medizinisches Personal mit Schutzausrüstung.

Grundbedürfnisse sichern

Wir versorgen sozial benachteiligte Familien mit Nahrungsmittelpaketen. Wir bieten außerdem Unterstützung beim (Wieder-)Aufbau einer Existenzgrundlage.

Psychologische Unterstützung

Wir entwickeln stressreduzierende Aktivitäten für Kinder zu Hause, bieten Teleberatung für Eltern und Hotlines für traumatisierte Kinder an.

Schulbildung sicherstellen

Wir unterstützen Homeschooling mit Lernmaterialien, wie Büchern und Stiften und, wo möglich, durch digitale Anschlussmöglichkeiten, Lerntechniken und Lerngruppen.

Betreuung elternloser Kinder

Wir sorgen dafür, dass Kinder, die die elterliche Fürsorge verlieren, durch Verwandte, Pflegeeltern oder eine SOS-Kinderdorf-Familie betreut werden.

Länderbeispiel Äthiopien

Mit seinen über 100 Millionen Einwohnern zählt Äthiopien zu den ärmsten Ländern der Welt. Unterernährung, Wassermangel, ein instabiles Gesundheitssystem und ein blutiger Bürgerkrieg in der Tigray-Region gehören zu den größten Herausforderungen des Landes und werden durch COVID-19 noch verstärkt.

Um die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen, wurde auch in Äthiopien das öffentliche Leben eingeschränkt. Schulen und Märkte wurden geschlossen und der Verkehr auf internationalen und nationalen Transportwegen begrenzt. Der Krieg in der Ukraine hat die Nahrungsmittelkrise in Äthiopien weiter drastisch verschärft. In der Folge sind die Lebensmittelpreise in die Höhe geschossen und die Einkommen vieler Menschen gesunken oder ganz weggefallen. Viele Jugendliche, die gerade erst im Arbeitsleben angekommen waren, haben ihre Arbeitsplätze mittlerweile wieder verloren.

So helfen wir in Äthiopien

Im Rahmen unserer SOS-Corona-Hilfe in Afrika haben auch die SOS-Familienstärkungsprogramme und SOS-Kinderdörfer an sieben Standorten in Äthiopien ihre Unterstützung für in Not geratene Kinder und Familien erhöht. Wir leisten psychosoziale Betreuung, helfen beim beruflichen Wiedereinstieg und beim Aufbau eigener kleiner Unternehmen und stellen Internetanschluss, Smartphones und Tablets für digitales Lernen zur Verfügung. Geflüchtete Jugendliche unterstützen wir für ein Jahr finanziell bei Miete und Nahrung.

SOS-Kinderdorf hat sich das Ziel gesetzt, die Gesundheit und Grundversorgung der Kinder und Jugendlichen in den Kinderdorffamilien sowie der Familien in den Familienstärkungsprogrammen zu sichern. Dabei achten wir besonders darauf, dass Familien auch in Krisensituationen nicht voneinander getrennt werden. Die SOS-Mitarbeiter*innen erhalten Schulungen in Krisenbewältigung und den Kindern wird Homeschooling ermöglicht.

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„Unser Vorrat wird nicht ewig reichen“

Über das Corona-Virus wusste Zewdie aus Äthiopien bis vor kurzem nur wenig. „Ich wusste nicht einmal, wie man es richtig ausspricht“, sagt die 65-Jährige. Dank der Unterstützung durch SOS mussten sich Zewdie und ihre drei Pflegesöhne Teferi* (14), Brook* (14) und Michael* (15) keine Sorgen mehr um die Zukunft machen. Doch dann erreichte die Pandemie den afrikanischen Kontinent und auch in Äthiopien wurden strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen eingeführt.

SOS-Kinderdorf Äthiopien hilft notleidenden Kindern und ihren Familien durch die Corona-Krise

Das Corona-Virus bedroht das Leben von Zwedie und ihren Söhnen.

Auch in der Region der Familie gibt es täglich neue Fälle. Das macht der 65-Jährigen Angst. „Ich bemühe mich wirklich sehr, das Virus nicht mit nach Hause zu bringen“, erzählt sie. Leicht ist das nicht, denn in Zewdies Wohnhaus gibt es kein fließendes Wasser. Es muss von einem Fluss außerhalb des Dorfes besorgt oder teuer eingekauft werden.

Inzwischen fürchtet sich Zewdie aber nicht nur vor der Krankheit, sondern auch vor den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Schon jetzt beobachtet sie steigende Preise: „Mit dem Geld von SOS haben wir Getreide und Gemüse gekauft. Aber unser Vorrat wird nicht ewig reichen. Inzwischen fürchte ich, dass mehr Menschen an Hunger sterben könnten als am Corona-Virus.“

*Name zum Schutz der Privatsphäre geändert

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11

ermöglichen die Bereitstellung von Lernmaterialien wie Büchern, Stiften und Heften für ein Kind.

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60

für ein Nahrungsmittelpaket mit Reis, Mais, Bohnen und Mehl für eine sechsköpfige Familie.

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246

sichern die Existenz einer Familie durch Bereitstellung von bspw. Mikrokrediten, Saatgut und Dünger.

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