Ein Junge aus dem SOS-Kinderdorf Natitingou im Benin
Benin

SOS-Kinderdorf im Benin

Seit 1987 geben wir verlassenen und verwaisten Kindern im Benin in unseren SOS-Kinderdörfern ein neues Zuhause. Um den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen, sorgen wir für eine gute Schulausbildung und unterstützen Familien in Not. Besonders in unseren Familienstärkungsprogrammen sorgen wir mit maßgeschneiderten Hilfsangeboten dafür, dass Familien zusammenbleiben und sich wieder eine Lebensgrundlage aufbauen können. 


„Es ist nicht einfach, denn der Bedarf hier ist riesig. Viele Menschen leben in absoluter Armut, es gibt zahlreiche Waisenkinder, deren Eltern an Aids gestorben sind. Wenn die Kinder Malaria bekommen, ist das oft das Ende." 

Odilon Adagba, Sozialarbeiter aus dem SOS-Kinderdorf Natitingou in Benin

N'komas Hoffnung: ein Platz im SOS-Kinderdorf 

Probleme wie Armut und schlechte Gesundheit sind im Benin allgegenwärtig. Im Sommer 2018 war ein Filmteam in unseren SOS-Kinderdorfeinrichtungen im Benin und hat Kinder und Familien getroffen, die dank der Hilfe von SOS-Kinderdorf die Chance auf eine bessere Zukunft haben. Dort trafen sie auch N'koma. 

Seit dem Tod ihrer Eltern vor wenigen Jahren kümmert sich N'komas ältester Bruder Gerome um die Sechsjährige und ihre sieben Geschwister. Die Mittel der Familie sind begrenzt. Sie leben in Armut. Doch mit Hilfe des Familienstärkungsprogramms (FSP) von SOS-Kinderdorf erhält die Familie Unterstützung, beispielsweise Schulbücher und -uniform und einen Zuschuss zu den Mietkosten. 

Odilon Adagba, Sozialarbeiter im SOS-Kinderdorf Natitingou, besucht die Familie seit einigen Monaten. Er prüft, ob N'koma in das Kinderdorf aufgenommen werden kann. Bruder Gerome sieht das mit gemischten Gefühlen: „Ich habe Angst davor, sie gehen zu lassen. Aber auf der anderen Seite weiß ich, dass sie dort sehr gut aufgehoben sein wird. Und sie zieht ja nicht in ein anderes Land – es ist ja immer noch Natitingou.“

In zwei Wochen wird der Sozialarbeiter N'komas Familie wieder besuchen. Für N’koma rückt ein Leben im SOS-Kinderdorf näher.

Lesen Sie hier die ausführliche Geschichte von N'koma

SOS-Kinderdorf in Benin

Derzeit unterhält unsere Organisation drei SOS-Kinderdörfer im Benin. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien im Benin auch an drei verschiedenen Standorten durch Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen, Schulen, medizinischen Zentren und Familienstärkungsprogrammen.

Der tägliche Kampf ums Überleben

Das Leben im Benin ist für viele ein täglicher Überlebenskampf. Immer noch sterben Tag für Tag Menschen an Krankheiten wie Hepatitis A, Typhus, Malaria und Gelbfieber. Über die Hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sanitären Einrichtungen. Die Versorgung mit Trinkwasser ist sehr schlecht, 20 Prozent der Menschen müssen verunreinigtes Wasser trinken. Von 1000 Lebendgeburten erreichen 100 Kinder nicht mal das Alter von fünf Jahren. 15 Prozent der Kinder müssen arbeiten, um ihre Familien finanziell zu unterstützen und können nicht zur Schule. Ohne Bildung aber kann der Teufelskreis der Armut kaum durchbrochen werden.

Wirtschaftliche und politische Situation

Die Republik Benin liegt in Westafrika. Benin ist eines der größten Baumwollerzeugerländer auf dem Kontinent, mit Baumwolle wird ein beachtlicher Anteil des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet. Trotz des anhaltenden Wirtschaftswachstums ist die Korruption immer noch ein weit verbreitetes Problem. Obwohl Benin mittlerweile zu den stabilsten Demokratien in Afrika gehört, ist es nach wie vor eines der ärmsten Länder des Kontinents. Benin hat eine Gesamtbevölkerung von 10,8 Millionen, in der Hauptstadt Porto-Novo leben ungefähr 220.000 Einwohner. 

15

Prozent der Kinder unter 14 Jahren müssen arbeiten

20

Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Wasser

10

Prozent der Kinder sterben vor dem fünften Lebensjahr

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