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Äthiopien

SOS-Kinderdorf in Äthiopien

Vor dem Hintergrund der verheerenden Dürre im Jahr 1974 nahm SOS-Kinderdorf seine Tätigkeit in Äthiopien auf. Als Reaktion auf das Leid von tausenden vernachlässigten und verwaisten Kindern im Land eröffneten wir 1976 das erste äthiopische SOS-Kinderdorf. Bis heute unterstützen wir die Bevölkerung in vielerlei Hinsicht: Wir stärken die Familien, damit sie zusammenbleiben können. Wir geben Kindern, die die elterliche Betreuung verloren haben, ein liebevolles Zuhause, und wir bieten Tagesbetreuung, Bildung und medizinische Versorgung. 

Ich hatte Angst, dass sie es nicht schaffen

Naol und Beki kamen zwei Monate zu früh auf die Welt, ihre Mutter starb bei der Geburt. Die Zwillinge waren so klein und leicht, dass alle um ihr Überleben bangten. SOS-Kinderdorfmutter Bizunesh erinnert sich.

SOS-Kinderdorf in Äthiopien

Derzeit unterhält unsere Organisation sieben SOS-Kinderdörfer in Äthiopien. SOS-Kinderdorf unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in Äthiopien auch an sieben verschiedenen Standorten durch Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen, Schulen, medizinischen Zentren, Berufsausbildungszentren und Sozialzentren.

Drei Ärzte für 100.000 Einwohner

Äthiopien mit seinen über 100 Millionen Einwohnern zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Fast 40 Prozent der Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt, 30 Prozent aller Menschen leben von weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag. Die Gesundheitslage des Landes ist äußerst prekär - laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) kommen in Äthiopien nur 3 Ärzte auf 100.000 Einwohner. Diese Rate ist eine der niedrigsten in ganz Afrika. Nur 60 Prozent der Menschen haben regelmäßigen Zugang zu Trinkwasser, und auch die Versorgung mit sanitären Einrichtungen ist äußerst begrenzt. Die Säuglingssterblichkeitsrate liegt bei erschreckenden 41 pro 1000 Lebendgeburten. Obwohl in jüngster Zeit einige Fortschritte im Bereich der Alphabetisierung erzielt wurden, sind nach wie vor knapp 40 Prozent der Bevölkerung des Landes Analphabeten.

Wirtschaftliche und politische Situation

Die Bundesrepublik Äthiopien ist das Land mit der zweitgrößten Bevölkerungsdichte auf dem afrikanischen Kontinent. Aufgrund seiner strategisch wichtigen geographischen Lage wurde das südlich der Sahara gelegene Land als wichtiger regionaler Verbündeter der Vereinigten Staaten angesehen.

Die Wirtschaft Äthiopiens basiert hauptsächlich auf der Landwirtschaft, die wiederum auf ausreichende Niederschläge angewiesen ist. Häufig wiederkehrende Dürren und Hungersnöte, ein langjähriger Bürgerkrieg und ein Grenzkonflikt mit dem benachbarten Eritrea haben ihren Tribut gefordert. Ein Großteil der Bevölkerung ist arbeitslos oder arbeitet in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen, das bedeutet, dass die große Mehrheit der Äthiopier kein geregeltes Einkommen hat. Äthiopien leidet unter einem sogenannten "Brain Drain" - viele ausgebildete Fachkräfte, die an äthiopischen Universitäten studiert haben, verlassen das Land auf der Suche nach einem besseren Leben. 

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der Kinder unter 5 Jahren sind unterernährt

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Ärzte pro 100.000 Einwohner

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der Menschen sind Analphabeten

Wie wir während der Corona-Krise in Äthiopien helfen

Zur Minimierung der Ausbreitung von Covid-19 wurden auch in Äthiopien seitens der Regierung Einschränkungen des öffentlichen Lebens veranlasst (Ausnahmezustand seit 10.04.2020). So wurden Schulen wurden geschlossen sowie internationale und nationale Transportwege eingeschränkt. In der Folge sind die Lebensmittelpreise gestiegen und Einkommen gesunken bzw. weggefallen. Gerade Jugendliche, die gerade erst im Arbeitsmarkt angekommen waren, haben mittlerweile wieder ihre Arbeitsplätze verloren.

Ziele

  • Sicherung der Gesundheit der bisher betreuten Kinder/Jugendlichen in Kinderdorffamilien, Wohngruppen sowie der Familien in Familienstärkungsprogrammen sowie der Mitarbeitenden
  • Verhindern von Familientrennungen;
  • Vorbereitung der Mitarbeitenden und der Kinderdorffamilien auf weitere Verschärfungen der Lage;
  • Stärkung der Fähigkeiten der Mitarbeiterschaft zur Krisenbewältigung

Maßnahmen

  • Kauf und Bereitstellung von Lebensmitteln, Wasser, Desinfektionsmitteln, Mundschutzmasken und weiterer Hygieneartikel für gefährdete Kinder und Familien
  • ökonomische Unterstützung von Familien aus der Familienstärkung, Pflegefamilien und SOS Care-leaver um Haushaltsausgaben sowie Kosten für Bildung, Gesundheit und Miete abzudecken; Beratung und psychosoziale Unterstützung von gefährdeten Familien
  • Mitarbeiter-Trainings
  • Bereitstellung von Internet für Kinderdorffamilien und Wohngruppen, Begleitung der Kinder bei der Verwendung digitaler Medien
  • Ermöglichung von Homeschooling
  • Bereitstellung von Internet für Kinderdorffamilien und Wohngruppen, Begleitung der Kinder bei der Verwendung digitaler Medien
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