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SOS-Kinderdorf hilft Kindern in Ägypten
Ägypten

SOS-Kinderdorf in Ägypten

Sowohl auf politischer als auch auf kultureller Ebene hat Ägypten schon immer eine wichtige Rolle im Nahen Osten gespielt. Massenproteste der Bevölkerung führten im Jahr 2011 zum Beginn einer neuen Ära, als der langjährige Präsident Mubarak zum Rücktritt gezwungen wurde. Trotz des "Arabischen Frühlings" bleiben die politischen Unruhen und andere Probleme bestehen. Die Arbeitslosigkeit ist nach wie vor sehr hoch und viele Menschen leiden an sozialer Ausgrenzung und Armut. Seit 1976 unterstützt SOS-Kinderdorf Kinder und Jugendliche in Ägypten, die sich in schwierigen Situationen befinden oder aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr bei ihren Familien leben können.

"Jeder Stein im SOS-Kinderdorf ist ein Teil von mir."

SOS-Kinderdorfmutter Mariam

Bevor Mariam als SOS-Kinderdorfmutter in das SOS-Kinderdorf Alexandria kam, war ihr Leben ein Aufeinanderfolgen tragischer Ereignisse. Mit 25 Jahren wurde sie Witwe und alleinerziehende Mutter zweier kleiner Töchter. Kurze Zeit nachdem ihr Mann gestorben war, kam auch ihre Tochter bei einem Autounfall ums Leben. Mariam war 30 als sie hörte, dass in Alexandria ein SOS-Kinderdorf gebaut wurde. Sie bewarb sich und wurde sofort genommen. „Ich wollte unbedingt eine Arbeit bei der ich Kinder in Not aufziehen konnte wie meine eigenen,“ erklärt sie uns. Die ersten Kinder die zu Mariam kamen, waren Waisen, deren Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen waren. 

Mariam saß im Bus, als sie zwei Männer über ihre Nachbarn reden hörte, die bei einer Gasexplosion in ihrem Haus gestorben waren. Das Ehepaar hatte sechs Kinder, die nun niemanden mehr hatten. Mariam fragte nach der Adresse und besuchte die Kinder. Als sie die sechs das erste Mal sah, war sie zutiefst schockiert. „Sie sahen halbtot aus. Ihre abgemagerten traurigen Gesichtszüge ließen mich beinahe die Fassung verlieren“, erinnert sie sich. Sie sprach mit den Verwandten der Kinder. Die Familie war selbst so arm, dass sie sich nicht in der Lage sahen, weitere sechs Kinder zu ernähren. Nach Prüfung durch die Sozialbehörden fiel die Entscheidung, die Kinder in das SOS-Kinderdorf aufzunehmen.

Anfangs waren sie alle sehr schüchtern und zurückhaltend, aber mit der Zeit überwanden sie die traumatischen Ereignisse. Ihre SOS-Mutter Mariam ist ihnen auch heute noch, wo sie alle bereits erwachsen und selbständig sind, eng verbunden. In zwei Jahren geht Mariam in Rente, aber die Vorstellung fällt ihr schwer. „Ich kann mir gar nicht vorstellen, das Dorf zu verlassen. Es ist mein Zuhause, meine Familie. Jeder Stein ist ein Teil von mir. Ich bin überglücklich, so lange Zeit Teil dieser wunderbaren SOS-Kinderdorf-Familie gewesen zu sein. Und ich werde es immer bleiben!“

Millionen Kinder werden in ihren Rechten verletzt

Rund ein Viertel der ägyptischen Bevölkerung gilt als arm und kämpft am untersten Ende der sozioökonomischen Leiter ums Überleben. Fast die Hälfte aller Kinder unter 18 Jahren muss mit weniger als zwei US-Dollar pro Tag auskommen. Obwohl in den letzten Jahren deutliche Fortschritte zu verzeichnen waren, werden immer noch die Rechte von Millionen von Kindern in Ägypten verletzt. Ca. 2 Mio. Kinder müssen aufgrund der wirtschaftlichen Not ihrer Familien Kinderarbeit verrichten und können nicht zur Schule gehen. In einem Land, das weltweit für seine glorreiche kulturelle Vergangenheit bekannt ist, können ca. 25 Prozent der Einwohner weder lesen noch schreiben. Ein Viertel der unter 5-Jährigen leidet an chronischer Mangelernährung.

Politische und wirtschaftliche Lage

Der langjährige Präsident Hosni Mubarak musste im Jahr 2011 nach landesweiten Protesten der Bevölkerung von seinem Amt zurücktreten. Diese Proteste wurden durch das hohe Armutsniveau, dem Mangel an Chancen und der weit verbreiteten wirtschaftlichen Ungleichheit vor allem unter der Jugend des Landes ausgelöst. Die Wirtschaft des Landes ist stark diversifiziert. Neben dem Export von Erdöl spielt der Dienstleistungssektor eine zunehmend bedeutende Rolle, da der Tourismus aus Westeuropa vor allem in der Sinai-Region weiterhin boomt. Die politischen Unruhen der letzten Jahre haben jedoch zu einem Rückgang der Zahl der Besucher des Landes geführt.

25

der Bevölkerung sind Analphabeten

22

der unter 5-Jährigen leiden an Mangelernährung

25

der Bevölkerung gelten als arm

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