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Weihnachten im SOS-Mehrgenerationenhaus
Weihnachten im Mehrgenerationenhaus

St. Martins-Umzug durch das Mehrgenerationenhaus

Bei SOS-Kinderdorf wird auf das Pflegen von Ritualen großen Wert gelegt – denn sie geben Halt und stärken das Wir-Gefühl. Im Mehrgenerationenhaus des SOS-Kinderdorfs Saar werden Feste wie Weihnachten, Ostern und Geburtstage deswegen besonders zelebriert.

St. Martins-Umzug durch das Mehrgenerationenhaus

Ich geh’ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir…“ – das bekannte Kinderlied hallt durch die Räume des SOS-Mehrgenerationenhauses in Merzig im Saarland. Die dreijährige Marie trägt stolz ihre leuchtende Laterne vor sich her, während sie mit den anderen Kindern im Gänsemarsch durch den großen Gruppenraum läuft. Dann wandert der kleine Zug durch das Treppenhaus hinauf zur Seniorentagespflege. Die älteren Herrschaften, die dort gemütlich zusammensitzen, freuen sich sehr über die Ständchen der kleinen Laternenträger, einige stimmen in das Lied mit ein – sie kennen diese schöne Tradition schließlich auch noch aus ihrer eigenen Jugend.

So ist der jährliche St. Martins-Umzug ein festes Ritual im Mehrgenerationenhaus. „In der Adventszeit wird zum Beispiel das Haus geschmückt. Natürlich gibt es dann auch einen Tannenbaum und einen Adventskranz“, erzählt Stefanie Müller-Raß, sozialpädagogische Mitarbeiterin im Mehrgenerationenhaus. „Gerade für die Kinder in unserer Tagesbetreuung und in den Spielkreisen ist das besonders schön. Für die Kleinen hat das etwas Geheimnisvolles, wenn Kerzen auf dem Tisch leuchten, Lieder gesungen und Weihnachtsgeschichten erzählt werden.“ Doch warum sind gerade für Kinder solch vermeintlich banalen Dinge eigentlich so wichtig? „Rituale wie diese geben Halt, vermitteln Geborgenheit und stärken das Gemeinschaftsgefühl“, erklärt Müller-Raß.

Neue Bräuche kennenlernen

Nach dem Besuch bei den Senioren geht es hinauf in den ersten Stock, wo schon eine Gruppe Frauen gespannt auf die kleine Truppe wartet. Auch hier werden einige der traditionellen Lieder angestimmt – und die Kinder schwenken strahlend ihre bunten Laternen. „Die Frauen der Gruppe stammen aus Syrien, dem Libanon, der Türkei und verschiedenen afrikanischen Ländern und kennen diesen Brauch nicht. Diese Gelegenheit nutzen wir natürlich, um ihnen unsere Traditionen zu erklären – das interessiert sie und sie können dann auch von ihren eigenen Bräuchen und Ritualen berichten“, sagt Müller-Raß. Das Licht durchflutete, freundlich eingerichtete Mehrgenerationenhaus in der Innenstadt von Merzig ist ein lebendiger Ort der Begegnung für Jung und Alt. Zum Angebot der Einrichtung gehört neben der Tagesbetreuung, den Senioren-und Frauengruppen sowie den Spielkreisen auch ein Elterncafé, in dem sich Eltern rund um das Thema Erziehung austauschen können.

„Lebendiger Advent“

Seit einigen Jahren gibt es in Merzig die Aktion „lebendiger Advent“*:  Dabei werden jeden Tag die Fenster eines anderen Hauses, bei einer anderen Institution in der Stadt, mit der jeweiligen Tageszahl geschmückt. In der Abenddämmerung sind dann Jung und Alt eingeladen vorbeizuschauen, um gemeinsam Adventslieder zu singen, vorgetragenen Gedichten oder Geschichten zu lauschen und dabei Tee zu trinken und sich auszutauschen. Durch die rund einstündige Veranstaltung pro Tag kommen ganz unterschiedliche Menschen zusammen. Und auch die Kinder aus den Kinderdörfern sind dabei involviert: Sie gestalteten die weihnachtliche Fensterdekoration Jahr für Jahr. 

*Hinweis: Während Corona fand die Aktion nicht statt.