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Weihnachten bei SOS-Kinderdorf
Weihnachten

Tipps für Eltern: Wie Weihnachten ein voller Erfolg wird

Im Interview gibt Sylvia Scheper, Diplom-Sozialpädagogin bei den Ambulanten Hilfen im SOS-Kinderdorf Hamburg, Antworten auf die wichtigsten Fragen, damit das Weihnachtsfest für Eltern und Kinder harmonisch wird.

Geschenke, Geschenke, Geschenke – gibt es eine Art Faustregel für „richtiges“ Schenken?

Kindern und Familien gibt es eine große Sicherheit, wenn sie gemeinsam Rituale für die Weihnachtszeit entwickeln. Aus der Erfahrung heraus ist es schön, gemeinsam mit den Kindern Wunschzettel zu schreiben. So lange die Kinder noch kleiner sind, können diese ihre Wünsche mit unterschiedlich großen Herzen versehen und es als Ritual in der Familie mitwachsen lassen. Dadurch priorisieren Kinder, was ihre Herzenswünsche sind. Wenn das Kind keine eigenen Ideen hat, kann man es gerne dabei unterstützen, diese zu finden. Bei einer von mir betreuten Familie mit einem Jungen war es zum Beispiel der Lego-Katalog, der die Grundlage für die Weihnachtswünsche war. Er kreuzte dann einfach im Heft an, was er toll fand und seine Mutter nutzte den angekreuzten Katalog als Vorlage, gemeinsam mit ihm seinen Herzenswunsch herauszufiltern. So können Eltern von Kindern im Kitaalter beziehungsweise Vorschulalter schon gut herausfinden, mit welchen Geschenken Weihnachten ruiniert wäre.

Ich rate Eltern einen Überblick zu haben, wie viel Geld für die Weihnachtsgeschenke insgesamt vorhanden ist und gerecht aufzuteilen. Kinder sollen früh lernen, welchen Wert Sachen haben. Die Zeit, die man mit den Kindern verbringt, ist mehr wert als jedes Geschenk der Welt. Also auch gemeinsame Zeit und Erlebnisse verschenken. Das kann die Konzertkarte für den Teenie sein oder der Ausflug in einen Freizeitpark. Das stärkt die Bindung und Beziehung zum Kind. Auch Oma oder Patenonkel sollten Kindern gerne derartige Geschenke machen können.

Geschenke an Weihnachten

Die Faustregel für „richtiges“ Schenken ist, die Kinder einene Wunschzettel schreiben zu lassen und das Budget im Auge zu behalten.

Eines der Kinder mag sein Geschenk nicht oder ist neidisch auf die Geschenke der Geschwister. Wie deeskaliere ich als Eltern die Situation?

In dieser Situation können Eltern gegensteuern und dem Kind sein Umtauschrecht beim Weihnachtsmann, Christkind oder beim Schenker erklären. Wenn bereits im Vorfeld nicht auf viele Geschenke gesetzt wurde, sollte auch ein Umtausch des Herzenswunsches möglich sein. Wichtig: Als Elternteil nicht urteilen, ob das jetzt ein tolles Geschenk ist oder nicht, das entscheidet das beschenkte Kind.

Nicht die Anzahl der Geschenke ist entscheidend, sondern dass der eine Herzenswunsch des Kindes erfüllt wird. Kinder sollten auch verstehen, dass beispielsweise das so sehr gewünschte große Barbie Haus teurer ist, als das von Herzen gewünschte Lego Auto des Bruders.

Die älteren Kinder wissen bereits, dass es den Weihnachtsmann/das Christkind nicht gibt. Wie verhindere ich, dass sie den Jüngeren die Illusion nehmen?

Im Gespräch mit dem älteren Kind können die Eltern erklären, wie schön der Mythos um Christkind und Weihnachtsmann ist. Dies gehört zum Weihnachtszauber und ist für die jüngeren Geschwister aufregend und gehört zu Weihnachten dazu.

Wie verhalte ich mich, wenn mein Kind herausfindet, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt und darüber bitter enttäuscht ist?

Ich würde verständnisvoll mit seinem Kummer umgehen und es trösten. Und das Kind dabei unterstützen mit der Enttäuschung umzugehen. Es ist eine traditionelle Geschichte und schon seit Jahrzehnten stellen sich die Menschen den Weihnachtsmann oder das Christkind vor.

An Weihnachten brechen zwischen den Erwachsenen alte Familienkonflikte auf. Wie verhalte ich mich, damit die Kinder nicht unter der schlechten Stimmung zwischen den Erwachsenen leiden?

Deeskalieren und einfühlsam damit umgehen. Sagen, dass das Thema, um das es geht, wichtig ist und die Diskussion darüber vertagen. In der Regel wünschen sich alle Familien ein harmonisches Weihnachten und geben alle das Beste dafür, es miteinander zu gestalten.

Erwachsenenthemen sollten untereinander auf der Erwachsenenebene und nicht vor Kindern austragen. Eltern sollten bedenken: Kinder ziehen sich oft den Schuh an, an dem Konflikt schuld zu sein.

Kinder packen Geschenke aus mit Mutter und Großmutter


Weihnachtsplan zum Herunterladen und Ausdrucken

Weihnachtsplan

Mit unserem Weihnachtsplan können Sie als Familie gemeinsame weihnachtliche Aktivitäten für die Adventswochen einplanen – mindestens eine, maximal vier. Außerdem können Kinder bei der Gestaltung des Plans ihrer Kreativität freien Lauf lassen.  Ob ausschneiden, aufkleben, malen oder mit Aufklebern verzieren. 

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