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Tipps rund ums Taschengeld

Wie viel Taschengeld steht meinem Kind zu?

Eine Sache führt immer wieder zur Diskussion zwischen Eltern und Kindern: das Taschengeld. Gerade für Jugendliche bedeutet das eigene Geld eine gewisse Selbstbestimmung und Freiheit, Kinder lernen außerdem damit umzugehen. Aber wie viel ist in welchem Alter angemessen? Und wie gehe ich Konflikten von Anfang an aus dem Weg? Wir geben Tipps, was Sie beachten sollten.

Hat mein Kind ein Recht auf Taschengeld?

Eltern sind nicht verpflichtet, Taschengeld zu zahlen, denn ein konkretes Recht darauf haben Kinder und Jugendliche nicht. Ein regelmäßiger Zuschuss ist dennoch wichtig, da Kinder und Jugendliche sich damit nicht nur eigene kleine Wünsche erfüllen, sondern auch schon früh erste Erfahrungen im Umgang mit Geld sammeln. Sie übernehmen Verantwortung und lernen ihre Ausgaben selbstständig einzuteilen und zu sparen. 

Wie viel Taschengeld steht meinem Kind zu? 

Die Höhe des Taschengelds hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Wie alt ist Ihr Kind? Haben Sie noch weitere Kinder? Wie sieht Ihre finanzielle Situation aus? Sie können selbst entscheiden, was Sie sich leisten können. Am besten ist es, wenn Sie den Betrag altersgemäß staffeln. Jüngere Kinder können nur schwer einen kompletten Monat finanziell planen, deshalb ist es sinnvoll, das Taschengeld bis zum zehnten Jahr wöchentlich auszuzahlen. Wir empfehlen unter Sechsjährigen idealerweise höchstens einen Euro zu geben, einem zehnjährigen Kind etwa 16 Euro im Monat und einem oder einer 18-Jährigen monatlich um die 80 Euro. Entnehmen Sie der Taschengeldtabelle, wie viel Geld für Ihr Kind angemessen ist. 

Wie lange sollte mein Kind Taschengeld bekommen?

Wie lange Sie Ihr Kind mit Taschengeld unterstützen, können Sie natürlich selbst frei entscheiden. Richten Sie sich hierbei nach ihrer aktuellen Lebenssituation, aber auch nach der Ihres Kindes. Verdient Ihr Kind mit 16 bereits sein eigenes Geld, beispielsweise im Zuge einer Ausbildung, ist keines mehr nötig. Geht es aber mit 18 noch zur Schule und hat kein eigenes geregeltes Einkommen, ist ein Zuschuss weiterhin empfehlenswert. Verdient sich Ihr Kind durch einen Nebenjob selbst etwas dazu, sollte das keine Auswirkungen auf die Höhe des Taschengeldes haben und der Betrag nicht automatisch niedriger ausfallen. 

Tipps zum Thema Taschengeld

Was darf sich mein Kind vom Taschengeld kaufen?

Taschengeld ist nur dann sinnvoll, wenn Kinder und Jugendlichen frei darüber verfügen und selbst entscheiden können, wofür sie es ausgeben. Treffen Sie am Anfang trotzdem klare Absprachen, wofür ihr Kind es verwenden darf bzw. soll. Da Sie als Eltern gesetzlich verpflichtet sind, für den Unterhalt ihrer Kinder aufzukommen, sollte das Taschengeld nicht für die Grundausstattung an Nahrungsmitteln, Schulsachen oder Kleidung ausgegeben werden. Wünscht sich Ihr Kind aber beispielsweise eine ganz besondere Hose oder T-Shirt, ist es dafür genau richtig. Für Dinge, die Ihr Kind gerne hätte, die es aber nicht dringend benötigt. Ziehen Sie bei älteren Kindern außerdem ein zusätzliches, sogenanntes „Budgetgeld“ in Erwägung. Dieses wird im Gegensatz zum Taschengeld für festgelegte Ausgaben wie Kleidung, Schulmaterial oder Handykosten verwendet. Verwalten Sie das Geld entweder selbst oder überweisen Sie es ihrem Kind auf ein eigenes Girokonto. 

Wann kann ich in die Käufe meines Kindes eingreifen?

Konflikte können entstehen, wenn ihr Kind das Gefühl hat, dass der vereinbarte Betrag nicht ausreicht oder es mitbekommt, dass Freunde mehr Taschengeld erhalten. Klären Sie deshalb vorab auf, aus welchen Gründen Sie sich genau für diese konkrete Summe entschieden haben. Kontrollieren sollten Sie die Ausgaben Ihres Kindes allerdings nicht. Haben Sie aber das Gefühl, ihr Kind haushaltet schlecht, ist es sinnvoll, ein Auge darauf werfen, wieso die Geldsumme nicht ausreicht und danach gegebenenfalls das Gespräch zu suchen. 
Gefahren lauern vor allem im Internet. Deshalb ist es wichtig, dass Sie ihrem Kind auch den virtuellen Umgang mit Geld näherbringen. Online-Zahlungen oder kostenpflichtige Downloads und Apps können anfangs zu Überforderung führen.

Was mache ich, wenn das Familien-Budget nicht für Taschengeld reicht? 

Lässt das Familienbudget kein Taschengeld zu, hat es zur Folge, dass insbesondere Jugendliche ihre Freizeit nicht mit Freunden verbringen können. Um das auszugleichen, gibt es das sogenannte „Bildungs- und Teilhabepaket“ von der Bundesregierung für Familien, die bereits staatliche Leistungen erhalten. Darin sind unter anderem 15 Euro monatlich pro Kind für die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben enthalten. 

Sollen Kinder für Taschengeld zu Hause Arbeiten übernehmen?

Kinder sollten sich auf ihr Taschengeld verlassen können. Es an Leistung zu knüpfen steht im Widerspruch zum Sinn und Zweck des Geldes und übt unnötigen Druck auf Kinder aus. Natürlich können Sie über das Taschengeld hinaus Tätigkeiten vereinbaren, für die es eine Entlohnung gibt. Den Zusammenhang zwischen Arbeit und Entlohnung verstehen Kinder schon in der Grundschule. Allerdings sollten Sie darüber klare Absprachen treffen, damit nicht jede selbstverständliche Mithilfe im Haushalt zu einer Diskussion über Geld führt. 
 

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