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Cyberheld: Alles zum Thema Onlinegaming
Online-Gaming

Alles rund um das Thema Online-Gaming

Viele Eltern beschäftigt das Thema Online-Gaming zunehmend, weil sich Video- und Computerspiele immer mehr ins Internet verlagern. Das birgt Chancen aber auch Gefahren. Wir haben mit der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) gesprochen, die für die Prüfung von Computerspielen in Deutschland zuständig ist, und wollen Eltern einen Überblick über die wichtigsten Themen geben.

Was ist Online-Gaming? 

Unter Online-Gaming versteht man Video- oder Computerspiele, die über das Internet gespielt werden können. Online-Spiele ermöglichen häufig Interaktionen in Gruppen und einen Austausch mit anderen Spielern. Mittlerweile verfügen die meisten modernen Video-Spiele über ausgewählte Online-Funktionen. 

Zu den verschiedenen Typen der Online-Spiele gehören unter anderem Browser-Spiele, Spiele mit Online-Modus und Mehrspieler-Online-Spiele (Multiplayer-Online-Games). 

Welche Gefahren birgt das Online-Gaming?

Viele Online-Games bieten eine spielerische Form der Interaktion und unterstützen gelebtes Teamwork. Spieler haben hier die Möglichkeit, sich zu vernetzen und gemeinsam Spiele-Abenteuer zu erleben. Wie bei allen Medien ist aber auch hier ein verantwortungsvoller Umgang wichtig, um möglichen Risiken wirkungsvoll zu begegnen. Neben der Auswahl eines altersgerechten Spiels sollte insbesondere bei Online-Spielen, die Kaufmöglichkeiten bieten, auf eine entsprechende Kostenkontrolle geachtet werden sowie mit der Herausgabe persönlicher Daten in der Kommunikation mit weiteren Mitspielern sensibel umgegangen werden. Da Online-Spiele oft ohne zeitliche Begrenzung gespielt werden können, ist hier insbesondere auch auf die Spielzeit zu achten.

Stichwort Chatten in Online-Spielen. Wie gefährlich ist das?

Online-Kommunikation in Spielen ermöglicht Gleichgesinnten in erster Linie einen Austausch über Grenzen hinweg. Ganz gleich, ob man sich im selben Raum befindet oder nicht, Spieler können mit Freunden oder Unbekannten digitale Teams bilden, Spieltaktiken und Tipps austauschen oder sich einfach unterhalten. Dabei können „digitale“ Freundschaften entstehen, die manchmal auch in die reale Welt übertragen werden. Allerdings gibt es auch in virtuellen Spielewelten Nutzer, die Kommunikationskanäle für diskriminierende Kommentare, Cybermobbing oder sogar Cybergrooming missbrauchen. Die Anonymität innerhalb der Online-Welten kann die Hemmschwelle für unangemessene Kommunikation senken und Täter bleiben häufig unerkannt. Oft vertrauen Kinder anderen Personen im Internet sehr schnell und glauben falschen persönlichen Angaben zu Alter, Hobbys oder einem scheinbar persönlichen Foto. Dabei kann es passieren, dass man unbemerkt private Informationen nach außen gibt. Gerade jüngeren Kindern fehlt hier oft noch die mediale Erfahrung für einen sensiblen Umgang mit Online-Kommunikation.

Wie lange am Stück können Kinder bedenkenlos online spielen und wie oft?

Grundsätzlich gilt: Jedes Kind und jeder Jugendliche ist unterschiedlich. Daher können Eltern am besten beurteilen, wie viel Zeit ihr Kind mit Spielen verbringen darf. Klar definierte Spielzeiten helfen dabei, Regeln besser einzuhalten und die Grenze nicht zu überschreiten. Für Kinder unter sieben Jahren kann eine Spielzeit von 20-30 Minuten unter Aufsicht empfohlen werden. Je älter das Kind ist, desto länger und flexibler kann das Zeitbudget gestaltet werden. Hierbei handelt es sich lediglich um Richtwerte. Manchmal fesseln gerade neue Spiele derart, dass sie für eine gewisse Phase sehr intensiv gespielt werden – ganz so, als wenn ein spannendes Buch nicht aus der Hand gelegt werden möchte. Einzelne Tage oder Phasen, in denen länger als empfohlen gespielt wird, sind vollkommen normal und daher meist unbedenklich. Wichtig ist, dass gesetzte Regeln eingehalten werden. Es ist daher empfehlenswert, gemeinsam mit dem Kind ein wöchentliches Zeitkontingent zu vereinbaren, das flexibel genutzt werden kann. Allzu strenge Zeitbudgets sind dabei selten sinnvoll. Hilfreich können dabei auch die Einstellungsmöglichkeiten zur Spielzeit der Hersteller sein. Hier lassen sich Zeitkontingents einstellen und die entsprechende Spielzeit kontrollieren.

Wie erkenne ich eine Spielsucht?

Keinesfalls sollten Computerspiele zur dominanten Beschäftigung werden. Wenn der virtuelle Raum Aktivitäten und Pflichten in der realen Welt zunehmend verdrängt, ist Vorsicht geboten. 

Beobachten Sie Ihr Kind beim Spielen und suchen so oft es geht das Gespräch darüber. Die folgenden Symptome geben Ihnen Hinweise darauf, dass Ihr Kind möglicherweise zu viel spielt und Sie die Spieldauer einschränken sollten: Kopfschmerzen, Gereiztheit, Vernachlässigung von sozialen Kontakten und häuslichen Pflichten, Antriebslosigkeit, Nervosität, Abfallende schulische Leistungen, Ausschließliche Beschäftigung mit Computer-und Videospielen.

Tipps zum Thema Online-Gaming

Keinesfalls sollten Computerspiele zur dominanten Beschäftigung werden. Wenn der virtuelle Raum Aktivitäten und Pflichten in der realen Welt zunehmend verdrängt, ist Vorsicht geboten. 

Wie erkenne ich, dass Spiele für mein Kind geeignet sind?

Suchen Sie Spiele am besten gemeinsam mit Ihren Kindern aus. So können Sie viel über ihre Vorlieben und Interessen erfahren und bereits die Auswahl der Spiele im positiven Sinne beeinflussen. Hierbei sollten Sie unbedingt auf die Altersbewertungen der USK achten.
Ein Alterskennzeichen der USK gibt Ihnen als Eltern die Sicherheit, dass eine Beeinträchtigung der Entwicklung Ihres Kindes in der jeweiligen Altersgruppe ausgeschlossen werden kann. Die Alterskennzeichen beziehen sich dabei nur auf die Regelungen des gesetzlichen Jugendschutzes, nicht auf den Schwierigkeitsgrad eines Spiels oder seine pädagogische Eignung. Bei Spielen ohne USK-Kennzeichen sollten Sie sich zunächst immer erst selbst ein Bild machen. 

Welche Alterskennzeichen gelten online?

Für den Online-Bereich gab es bisher keine gesetzlich festgeschriebene Kennzeichnungspflicht. Das hat sich mit dem neuen Jugendschutzgesetz geändert, wonach Spieleplattformen ihre Inhalte nun auch kennzeichnen müssen. In vielen Fällen findet man dies bereits durch das IARC-System (International Age Rating Coalition), das die USK zusammen mit internationalen Partnern ins Leben gerufen hat. In allen Vertriebsplattformen, die an dieses System angeschlossenen sind, werden die Alterskennzeichen der USK angezeigt. Zu den angeschlossenen Plattformen zählen zum Beispiel: Google Play Store, Nintendo eShop, Microsoft Windows Store, Xbox Store und der Oculus Store.

Kann mein Kind auch Spiele für Ältere spielen?

Altersfreigaben schützen Kinder vor Medieninhalten, die sie in ihrer Entwicklung beeinträchtigen können. Vor einer entsprechenden Erlaubnis ist es ratsam, sich als Eltern über das entsprechende Spiel informiert zu haben, um es besser einschätzen zu können und dabei auch auf Zusatzfunktionalitäten wie der Möglichkeit zur Kommunikation oder verbundenen Zusatzkosten zu achten.

Wie bedenklich sind „Ballerspiele“?

Als „Ballerspiele“ werden meistens sogenannte Shooter-Spiele bezeichnet. Der Terminus wirkt allerdings stark verallgemeinernd und trifft nicht die existierenden sehr unterschiedlichen Genres und die komplexen Spielwelten, die sich dahinter verbergen können. In Shooter-Spielen geht es meist darum, gegnerische Figuren aus der Ich-Perspektive zu bekämpfen. Viele dieser Spiele finden sich somit im Segment der USK 16 oder USK 18 wieder. Allerdings kann es auch Alterskennzeichen „ab 12 Jahren“ geben, wenn zum Beispiel die Spielwelt weniger düster ist und der Gewaltteil generell nicht zentral ist. Shooter-Spiele rein aus der Gewalt-Perspektive zu betrachten und als „Ballerspiele“ kategorisch in Frage zu stellen, geht an der Lebensrealität vieler Jugendlicher vorbei und verkennt enthaltene Elemente wie die Förderung von strategischer Herangehensweise, Zusammenarbeit im Team oder schneller Reaktionsfähigkeit. Die Spiele können also geeignet sein Hand-Augen-Koordination und logisches Denken zu verbessern. Gerade im Online-Bereich sind Shooter-Spiele wegen ihrem hohen Anspruch und ihren oft teambasierten Spielmodi sehr beliebt.

Spielen auf Smartphones und Tablets. Was müssen Eltern beachten? 

Eine große Anzahl hochwertiger Inhalte wird angeboten, darunter aber auch Spiele und Apps, die nicht für Kinder und Jugendliche geeignet sind. Im Gegensatz zum Spielen am Computer oder der Konsole entzieht sich gerade die mobile Nutzung oftmals der elterlichen Kontrolle. Um Risiken einzuschränken, werden interne Jugendschutzprogramme angeboten, die den Zugriff nur für eine bestimmte Altersklasse erlauben. Anbieter wie Google, Microsoft oder Nintendo haben sich in ihren Online-Stores bereits dem Bewertungssystem der USK angeschlossen. Ergänzend zu den Alterskennzeichen werden im Online-Bereich Zusatzinformationen ausgespielt, die darüber informieren, ob das Spiel oder die App Inhalte wie In-App-Käufe oder eine Chat-Funktion enthält. Diese Zusatzinformationen sollten Eltern immer im Blick behalten und gegebenenfalls entsprechende Voreinstellungen auf dem Gerät, das zum Spielen benutzt wird, treffen. Fast jedes Smartphone und Tablet bietet heute die Möglichkeit, kindgerechte Einstellungen wie bspw. eine maximale Spielzeit oder ein Ausgabelimit vorzunehmen. Weiterhin gibt es auch für solche Endgeräte inzwischen diverse Jugendschutzprogramme, mit dem sich das Surfverhalten der Kinder im Webbrowser steuern lässt.

Sollten Eltern die Spiele der Kinder vorher testen?

Es ist sinnvoll das Spiel nicht nur selbst zu testen, sondern das Spiel auch gemeinsam anzuspielen. Gemeinsames Spielen kann wertvolle Familienzeit darstellen und gibt Eltern die Möglichkeit, sich selbst ein Urteil zu bilden. Zudem hilft es, die Faszination der Kinder beim Spiel nachvollziehen zu können und mit ihnen darüber ins Gespräch zu kommen.

Wertvolle Tipps zum Thema Online-Gaming

Testen Sie Spiele gemeinsam mit Ihren Kindern. Gemeinsames Spielen kann wertvolle Familienzeit darstellen und gibt Eltern die Möglichkeit, sich selbst ein Urteil zu bilden.

Was müssen Eltern bei kostenlosen Spielen beachten?

Bei diesen Spielen handelt es sich um sogenannte Free-to-Play-Titel (kurz F2P), die meistens kostenlos durchgespielt werden können. Dass viele Spiele zu Beginn kostenlos sind, kann für Kinder und Jugendliche besonders reizvoll sein. Häufig lassen sich im Spiel weitere Gegenstände kostenpflichtig erwerben. Bei den zusätzlichen Käufen handelt es sich in den meisten Fällen um modische Accessoires für den virtuellen Spielcharakter, oft jedoch auch um das Freischalten weiterer Spielinhalte wie neue Level oder Extraleben. Bei bestimmten Angeboten kann es jedoch auch absichtsvoll zu dem Punkt kommen, an dem der Schwierigkeitsgrad rasant ansteigt, sich dadurch weniger Erfolge einstellen und für bestimmte Zusatzangebote beziehungsweise ein schnelleres Vorankommen gezahlt werden müsste. Auch findet sich in Free-to-Play-Spielen oft ein erhöhtes Werbeaufkommen wieder. Gerade bei jüngeren Kindern ist es deshalb empfehlenswert, gemeinsam einen Spielzugang anzulegen.

Welche technischen Sicherheitsmaßnahmen sind sinnvoll?

Gerade ältere Kinder und Jugendliche bestehen auf ihren Freiraum und möchten auf eigene Faust spielen. Damit eine altersgerechte Begleitung von Kindern und Jugendlichen im Umgang mit Spielen gelingt, kann die Nutzung von technischen Einstellungsmöglichkeiten eine sinnvolle Ergänzung sein. Viele Hersteller von Spielen oder Endgeräten bieten hier Möglichkeiten an, ein Kinderkonto einzurichten, in dem zum Beispiel Kaufmöglichkeiten begrenzt werden können oder ein Tageskontingent an Spielzeit voreingestellt werden kann. Die USK informiert hier auf ihrer Webseite, welche Einstellungen bei welchem Angebot möglich sind. 

Ein praktischer und alltagstauglicher Jugendmedienschutz ist heute mehr denn je ganzheitlich zu sehen. Dazu gehören die Förderung von Medienkompetenz und eine elterliche Orientierungshilfe bei der Nutzung von Medienangeboten. Technische Maßnahmen sind eine gute und hilfreiche Ergänzung zur Medienbegleitung, können jedoch eine generelle Begleitung der Eltern bei der Mediennutzung ihrer Kinder nicht ersetzen.

Was können Eltern tun, wenn das Kind bei Freunden Spiele spielt, die nicht für das Alter der Kinder freigegeben sind?

Spiele, die nicht für Ihre Altersklasse freigegeben sind und nicht zu Hause gespielt werden dürfen, haben für Kinder und Jugendliche eine große Faszination. Sollte Ihr Kind bei Freunden Spiele spielen, die nicht Ihre Zustimmung finden, sollten sie zunächst ein vertrauensvolles Gespräch mit den Eltern führen und ihnen Ihre Bedenken mitteilen und sie zu überzeugen versuchen, dass es um Jugendschutz geht und nicht um sinnlose Verbote. 

Sollten jüngere Geschwister Spiele der älteren Geschwister spielen oder erleben dürfen?

Videospiele der größeren Geschwister mit nicht kindgerechten Inhalten sind natürlich verlockend, daher sollten solche Spiele nicht offen liegengelassen oder weitergereicht werden. Wollen ältere Geschwister Spiele haben, die für ihre jüngeren Familienmitglieder nicht geeignet sind, so können Eltern an die Verantwortung älterer Geschwister appellieren, ihre kleinen Geschwister vor den (für diese) überfordernden Inhalten zu schützen. 

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Eltern sollten in jedem Fall darauf achten, dass nicht kindgerechte Spiele von älteren Geschwistern nicht offen liegengelassen werden. 


Infos zur USK

Wer ist und was macht die USK?

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle ist die freiwillige Selbstkontrolle der Games-Branche. Seit 1994 ist sie zuständig für die Prüfung zur Alterseinstufung von digitalen Spielen in Deutschland. Die USK ist sowohl unter dem Jugendschutzgesetz des Bundes als auch unter dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder als zuständige Selbstkontrolle anerkannt. Im Bereich des Jugendschutzgesetzes erteilen staatliche Vertreter*innen auf Empfehlung von unabhängigen Jugendschutzssachverständigen am Ende eines USK-Verfahrens die gesetzlichen Alterskennzeichen. Darüber hinaus vergibt die USK Alterskennzeichen auch innerhalb des internationalen IARC-Systems (International Age Rating Coalition) für Online-Spiele und Apps.

Wie wird ein Spiel geprüft und wer entscheidet über die Altersfreigabe?

Die zur USK-Prüfung beantragten Spiele werden durch dafür geschulte ehrenamtliche Sichtern zunächst komplett durchgespielt und danach einem von der Games-Branche unabhängigen Prüfgremium präsentiert. Das Prüfgremium besteht aus vier Jugendschutzsachverständigen aus Wissenschaft, Medienpädagogik, kirchlichen Einrichtungen und Jugendeinrichtungen, die Erfahrungen in der Arbeit mit Medien sowie mit Kindern und Jugendlichen haben und einem/r Ständigen Vertreter*in der Obersten Landesjugendbehörden. Das für die Alterseinstufung von Computerspielen federführende Bundesland, Nordrhein-Westfalen, hat zwei ständige Vertreter*innen der Obersten Landesjugendbehörden benannt, von denen im Begutachtungsverfahren jeder Prüfung jeweils einer bzw. eine mitwirken. Nach ausführlicher Diskussion empfehlen die Jugendschutzsachverständigen eine Altersfreigabe, die der Ständige Vertreter/die Ständige Vertreterin übernimmt oder gegen die er/sie Berufung einlegt. Die USK nimmt das Prüfergebnis entgegen und teilt es dem Antragsteller mit. Wenn dieser nicht seinerseits in Berufung geht und so eine erneute Prüfung auslöst, erhält das Spiel das gesetzliche Alterskennzeichen durch den Ständigen Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden bei der USK.

Welche Alterskennzeichen und Kriterien gibt es?

Bei den vergebenen Alterskennzeichen gibt es die USK 0 (Freigegeben ohne Altersbeschränkung), die USK 6, USK 12, USK 16 und die USK 18 (keine Jugendfreigabe). Für die Alterseinstufung von Computerspielen gibt es festgelegte Kriterien. Diese Leitkriterien werden durch den Beirat der USK, der sich plural aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zusammensetzt, beschlossen und angepasst. Die Leitkriterien dienen in erster Linie als Grundlage für die Gremien der Jugendschutzsachverständigen bei der Einschätzung der Risiken einer möglichen Entwicklungsbeeinträchtigung von Kindern und Jugendlichen beim Spielen nicht altersgemäßer Computerspiele. Sie unterstützen bei der Entscheidungsfindung. Im Fokus steht die Wirkungsvermutung. Also inwiefern Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigen, oder sogar gefährden könnten. Aspekte, die eine Wirkungsmacht entfalten können sind beispielsweise die Atmosphäre des Spiels, Inhalte wie Gewalt, Sexualität, Drogen aber auch Handlungsdruck der vom Spiel ausgeht.

Durch das neue Jugendschutzgesetz, das im Mai 2021 in Kraft getreten ist, können künftig auch sogenannte potentielle Nutzungsrisiken wie z. B. Kauf- und Kommunikationsmöglichkeiten, bei einer jugendschutzrechtlichen Bewertung berücksichtigt werden. Dies soll in erster Linie über sogenannte Deskriptoren (Zusatzinformationen) geschehen.