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Mediennutzung zu Zeiten von Corona
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Mediennutzung im Lockdown

Durch die soziale Isolation, die eine Ausbreitung des Coronavirus eindämmen soll, verbringen wir alle sehr viel Zeit Zuhause. Die einzige Möglichkeit mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben sind Telefon, soziale Medien oder andere digitale Kanäle. Kinder und Jugendliche sind nun sogar zusätzlich auch für Hausaufgaben viel im am Computer und im Internet. Aber was zählt denn nun alles zur vereinbarten Mediennutzungszeit? Darf für Mediennutzungsverträge jetzt auch eine Sonderregelung gelten? Karen Silvester, Referentin für Kinderfragen und Medienexpertin bei SOS-Kinderdorf, erklärt, was Eltern jetzt beachten sollten.

Tipp 1: Sonderregelungen darf es geben – in Maßen

Flexible Sonderregelungen sind in Ausnahmesituationen gut und richtig. Regeln zur Mediennutzung können nun neu verhandelt werden. Sind die Hausaufgaben gemacht, spricht nichts gegen Onlinespielen mit Freunden, usw. Hier ist es sinnvoll, geschlossene Medienverträge nicht einfach außer Kraft zu setzten, sondern sie für die Zeit neu zu schließen.

Allerdings darf dabei nicht das Augenmaß verloren werden, denn genauso wichtig sind Struktur und Rituale. Nur um in Ruhe im Homeoffice arbeiten zu können, dürfen nicht alle Prinzipien über Bord gehen, was die digitalen Mediennutzung betrifft. Auch wenn die Arbeit wichtig ist – Kinder brauchen in dieser Zeit aufrichtige Zuwendung. Die Sonderregelung kann vielleicht darin bestehen, dass es keine fixen Zeiten bzw. Zeitkontingente mehr gibt.

Tipp 2: Tagesplan aufsetzen und Mediennutzung integrieren

Bei der Planung der Mediennutzungszeiten helfen kann ein Tagesplan. In diesem kann festgehalten werden, wann Home-Schooling, aktive Pausen und freie Medienzeiten stattfinden.

Grundsätzlich sollte gelten: Wenn man von Mediennutzungszeit spricht, zählt jede Form der Bildschirmarbeit dazu. Da sonst jedoch die Mediennutzungszeit überwiegend zum Vergnügen ist, muss ein Kompromiss gefunden werden. In jedem Fall sollte zwischen Hausaufgaben am Bildschirm und den freien Medienzeiten eine längere, aktive Pause sein.

Auch die Zeiten digital mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben, sollte in den Tagesplan integriert werden. Und auch hier sollten Eltern beachten, dass Kinder immer wieder aktive Pausen zwischen den Mediennutzungszeiten haben und digitale Medien nicht länger als eine Stunde am Stück nutzen.

Tipp 3: Mediennutzung als Anreiz nehmen

Medienzeit kann bei Schülern als Anreiz genommen werden. Das heißt sobald die Hausaufgaben am Vormittag – sorgfältig – erledigt sind, dürfen die Geräte, beispielsweise bis zum Mittagessen, genutzt werden. Die Zeit liegt somit auch mit in der Verantwortung der Kinder.