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Tipps fürs Homeschooling
Familie zu Hause

Tipps fürs Homeschooling

Seit einigen Woche sind die Schulen nun wieder geschlossen. Kinder und Jugendliche müssen wieder im Homeschooling lernen und die Eltern sollen Ihnen dabei helfen. Das führt oft zur Überforderung, gerade bei berufstätigen Eltern. Wie geben Ihnen einige Tipps für eine Erleichterung im Home Schooling-Alltag.

„Machen Sie sich klar, dass Eltern eigentlich keine Lehrer sein sollten, das gebiert nur die momentane Ausnahmesituation.“

Ingrid Lassonczyk-Haas, Diplom-Pädagogin und  Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin im SOS-Familienzentrum Berlin

Tipp 1: Selbst Stress abbauen

„Kinder und auch Jugendliche sind wie Seismographen! Wenn die Eltern wackeln, wackelt das ganze ‚System Familie‘“, erklärt Ingrid Lassonczyk-Haas, Diplom-Pädagogin und  Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin im SOS-Familienzentrum Berlin. Kümmern Sie sich also auch um sich selbst. Machen Sie Pausen und suchen Sie sich Kraftquellen.

Tipp 2: Hilfe suchen

Helfen Sie möglichst nur bei Fächern, die Ihnen liegen und versuchen Sie für andere Fächer Hilfe zu bekommen. Das können Verwandte sein, aber auch ältere Schüler oder Studenten. Mit digitalen Lernstunden ist hier viel möglich.

Tipp 3: Spaß beim Lernen

Lernen funktioniert am besten mit Freude und mit Bewegung. „Versuchen Sie, Ihrem Kind zu helfen, in solche positiven Lernsituationen zu kommen“, rät Ingrid Lassonczyk-Haas. Auch Bewegung bringt wieder Spaß zurück. Machen Sie Pausen, gehen Sie raus an die frische Luft und spielen oder bewegen sich gemeinsam. Danach lässt es sich wieder viel leichter und konzentrierter lernen.

Tipps fürs Homeschooling

Um den Spaß am Lernen nicht zu verlieren, ist es gut, Pausen an der frischen Luft zu machen.

Tipp 4: Grenzen setzen und anpassen

Gerade für Kinder in der Pubertät und ihre Eltern ist die derzeitige Situation schwierig. „Jugendliche in der Pubertät stehen vor einer ganz besonderen Entwicklungsaufgabe: der Ablösung von den Eltern. Diese natürliche Abnabelung wird durch die momentane Situation komplett – und erzwungen – zurückgedreht. Auf einmal sollen sie mit den Eltern gemeinsam lernen, sollen sich von ihnen, die sie eigentlich so infrage stellen, die Welt  erklären lassen“, erklärt Ingrid Lassonczyk-Haas. Eltern sollten sich gerade jetzt in Ihre Kinder hineinversetzen. Klare Grenzen können hier einen guten Rahmen vorgeben. Allerdings ist es wichtig, Jugendliche beim Aushandeln von Regeln und Strukturen zu beteiligen. Denn nur so fühlen sich Ihre Kinder auch verstanden und angenommen. Das ist zwar anstrengend, aber es wird sich auszahlen.

Tipp 5: Konfliktsituationen entschärfen

Wenn es doch einmal kracht, ist es wichtig, aus dieser energiegeladene Situation herauszutreten. Erklären Sie Ihrem Kind wenn möglich, dass sie gemeinsam nochmals in Ruhe darüber sprechen. Atmen Sie tief ein und aus und widmen Sie sich einer anderen Tätigkeit, wie Hände waschen. Gestehen Sie sich und ihren Kindern Fehler ein, erklären Sie Ihre Reaktion und entschuldigen Sie sich dafür. „Wenn man allerdings immer wieder in die gleichen Streit-Situationen kommt, die Lage vielleicht sogar eskaliert, ist es Zeit, sich externe Hilfe zu holen. Erziehungsberatungsstellen oder Familienzentren bieten aktuell besonders schnell und unkompliziert Hilfe und Beratung an, auch online oder telefonisch“, rät Ingrid Lassonczyk-Haas.

Tipp 6: Kindern helfen soziale Kontakte zu halten

Helfen Sie ihren Kindern unbedingt soziale Kontakte zu halten, sei das per Telefon, Videochat oder eine Verabredung draußen im Freien. Kleinere Kinder benötigen zur technischen Umsetzung die Hilfe der Eltern, größere unter Umständen auch einfach einen Anstoß. Sie können auch virtuelle Lerngruppen organisieren und so das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und gemeinsam Schulaufgaben lösen.

Wichtig ist es Regeln zur Nutzung der sozialen Medien zu vereinbaren. Viele Eltern haben Angst vor negativen Folgen der derzeit vermehrten Nutzung von Social Media. Das Suchtpotential dieser Plattformen ist durchaus nicht zu unterschätzen. Also seien Sie ehrlich interessiert, was Ihre Kinder in den sozialen Medien machen. Zeigen Sie Ihren Kindern, dass sie mit Problemen zu Ihnen kommen können. Und vereinbaren Sie klare Nutzungszeiten.

Tipps fürs Homeschooling

Eltern sollten ihre Kinder dabei unterstützen, Kontakt zu Freunden und Familienangehörigen zu halten.