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Weil jeder eine Familie braucht
Inland

Weil jeder eine Familie braucht!

Liebe, Geborgenheit und Zuwendung: Das eigene Elternhaus sollte der Ort sein, an dem Kinder all dies bekommen. Doch nicht alle Kinder haben das Glück, in intakten Familien aufwachsen zu dürfen, und müssen im schlimmsten Fall aus ihrer Familie genommen werden. Deshalb setzt SOS-Kinderdorf bei den Eltern an: durch Hilfe zur Selbsthilfe.

Liebe, Geborgenheit und Stabilität hat Malina bisher kaum erlebt.

Liebe, Geborgenheit und Stabilität hat Malina bisher kaum erlebt. 

Allein im Jahr 2018 wurden 40.389 Kinder vom Jugendamt zu ihrem eigenen Schutz in Deutschland aus ihrer Familie genommen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Überforderte Eltern, Vernachlässigung und Misshandlung sind laut Statistischem Bundesamt mit die häufigsten Gründe, warum Kinder nicht mehr zu Hause bleiben können oder wollen. Traurige Tatsache dabei ist: Die Zahl dieser Fälle hat sich zwischen 1995 und 2018 nahezu verdoppelt; zugleich war die Hälfte der betroffenen Kinder laut den jüngsten offiziellen Zahlen unter 14 Jahre alt. Und auch wenn oftmals gemeinsam mit den Eltern und ihren Kindern eine Lösung gefunden werden kann, die eine Rückkehr zur eigenen Familie erlaubt, ist für viele Kinder und Jugendlichen die Unterbringung in Heimen, Pflegefamilien oder betreuten Wohnformen der einzige Ausweg in ein geregeltes und behütetes Leben.

Halt und Hoffnung in Krisen

Damit es gar nicht so weit kommen muss, stärkt SOS-Kinderdorf Familien. Durch vorbeugende Angebote sollen Familien frühzeitig erreicht werden – noch bevor es zu einer Notsituation kommt – und während einer Krise Hilfe erfahren. So wie beispielsweise die Mutter von Malina*, die seit einiger Zeit durch die sozialpädagogische Familienhilfe Unterstützung bekommt und so die Hoffnung besteht, dass Malina weiterhin bei ihrer Mutter aufwachsen kann. Denn noch vor einiger Zeit war die Situation zu Hause für das fünfjährige Mädchen der reinste Albtraum. Sie erlebte häusliche Gewalt, sah mit an, wie sich ihre Eltern stritten, bis die Polizei vor der Tür stand, erfuhr wenig Geborgenheit, bekam weder geregelte Mahlzeiten noch grundlegende Körperpflege. Zwar sind die Eltern inzwischen getrennt – doch die Mutter ist mit der Erziehung heillos überfordert. Obwohl Malina eigentlich ein liebes, hilfsbereites Mädchen ist, treten die Folgen dieser schlimmen Jahre immer wieder zutage; sei es im Umgang mit anderen Kindern, nach denen Malina im Streit schlägt, oder schlicht in der Unfähigkeit, allein auf die Toilette zu gehen. Das einzige Glück war, dass die Behörden auf Malinas Fall aufmerksam wurden. Neben der Familienhilfe, die sie unterstützen soll, den Alltag wieder alleine meistern zu können, nimmt die Mutter an einem speziellen Training teil, um gezielter auf die Bedürfnisse ihres Kindes eingehen zu können. Bislang lässt sich noch nicht absehen, ob diese Maßnahmen die Situation verbessern. Aber Malina bekommt Hilfe, damit auch sie die Chance auf ein liebevoll versorgtes Aufwachsen hat.

Kinder brauchen starke Eltern. Die Unterstützung von Eltern, insbesondere in schwierigen Phasen, ist daher für uns ein zentraler Ansatzpunkt eine gute und gesunde Entwicklung der Kinder zu befördern.

Ilona Fuchs, Leiterin Referat Angebots- und Qualitätsentwicklung

Vernachlässigung vorbeugen


Um solche Schicksale wie das von Malina zu vermeiden, erweitert SOS-Kinderdorf konsequent die Bandbreite an ambulanten Angeboten im Bereich Erziehungsberatung und Familienhilfe. Ziel ist es, die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz so weit zu stärken, dass sie in Krisensituationen, wie bei Malinas Mutter, wieder Verantwortung für ihre Kinder übernehmen und das Verhältnis zwischen ihnen gestärkt wird. So sind die ambulanten flexiblen Hilfen ein weiterer wichtiger Bestandteil der Präventionsarbeit, schließlich ist es immer das Ziel von SOS-Kinderdorf, dass Kinder bei ihrer leiblichen Familie aufwachsen. Diese Form der Beratung in erzieherischen Fragen soll Familien in die Lage versetzen, eigene Lösungen zu entwickeln, Selbstwirksamkeit zu erfahren und somit durch Hilfe zur Selbsthilfe die Lebens- und Erziehungsbedingungen langfristig zu verbessern.

Unterbringung außerhalb des Elternhauses

In manchen Fällen aber gibt es keinen anderen Ausweg, als ein Kind aus der Familie zu nehmen. Hier greifen die stationären Angebote von SOS-Kinderdorf. Entweder können Kinder und Jugendliche kurzfristig in Notwohnungen und auch längerfristig in anderen Wohngruppen oder Kinderdorffamilien untergebracht werden. So wie die beiden Schwestern Inga und Berrit*. Bei ihnen war bereits vor der Geburt klar, dass sie nicht bei ihrer leiblichen Mutter bleiben können. Die Mädchen kommen aus einer schwer belasteten Familie mit insgesamt acht Kindern. Inga und Berrit sind die Letztgeborenen. Das Jugendamt attestierte den Eltern schwere Vernachlässigung und versuchte, mit Überwachung, regelmäßigen Besuchen und Hilfsangeboten das Schlimmste zu verhindern. Leider funktionierte das nicht. Die älteren Geschwister mussten immer wieder aus der Familie herausgenommen und zu Bereitschafts-Pflegefamilien gegeben werden. Nach und nach sind sie dauerhaft in Pflegefamilien oder Kinderheimen untergekommen. Inga und Berrit kamen schließlich als Baby und Kleinkind in ein SOS-Kinderdorf, wo sie viel Stabilität und Verlässlichkeit erlebten, von Anfang an. Heute sind Inga und Berrit selbstbewusste Teenager mit Träumen, Plänen und Hoffnungen. Dass ihre Kinderdorfmutter nicht ihre „Bauch-Mama“ ist, wie sie früher gesagt haben, wissen die beiden natürlich, aber sie ist die Person, die seit vielen Jahren immer für sie da ist.

Helfen Sie uns, damit jedes Kind die Chance auf ein behütetes Aufwachsen hat.
Inga und Berrit sind mittlerweile Teenager und haben im SOS-Kinderdorf Stabilität und Verlässlichkeit erlebt.

Inga und Berrit sind mittlerweile Teenager und haben im SOS-Kinderdorf Stabilität und Verlässlichkeit erlebt.

*Namen, biografische Details und Abbildungen wurden zum Schutz der realen Personen geändert.

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