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Spenden Sie zum Giving Tuesday
Weltweite Bewegung

Spenden Sie am Giving Tuesday!

Nach dem Black Friday und Cyber Monday folgt am 29. November der internationale Tag des Gebens – der Giving Tuesday! An diesem Tag können viele kleine Gesten am Ende Großes bewirken. Werden auch Sie Teil dieser globalen Bewegung und spenden Sie für den guten Zweck! 

Hilfe für Kinder von sucht- und psychisch kranken Eltern

Schätzungsweise ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland lebt mit einem psychisch kranken Elternteil zusammen und rund drei Millionen Kinder wachsen in suchtkranken Familien auf. Aufgrund der Erkrankung werden ihre Bedürfnisse oft nicht gesehen und sie sind besonders gefährdet später selbst zu erkranken. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, bietet SOS-Kinderdorf das Projekt „Schatzsucher“ an.

SOS-Kinderdorf hilft Kindern: Helfen Sie uns mit einer Spende für unsere Schatzsucher

Die Pädagogen von SOS-Kinderdorf unterstützen die Kinder und Jugendlichen, um ihre Belastungen zu reduzieren und ihnen neue Perspektiven zu schenken. Ohne Spenden können Angebote wie das „Schatzsucher“-Projekt jedoch nicht umgesetzt werden.

Mit Ihrer Spende schenken Sie am Giving Tuesday vernachlässigten Kindern neue Perspektiven.

Wie hilft SOS-Kinderdorf mit dem Projekt „Schatzsucher“? 

Das Programm des SOS-Kinderdorfs Ammersee in Kooperation mit der Beratungsstelle für psychische Gesundheit der Caritas Landsberg richtet sich an Kinder zwischen acht bis 14 Jahren.

In zweiwöchigen Gruppensitzungen

  • werden sie in ihrem Selbstwert und in ihrem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt;
  • sie lernen, wie sie Konflikte lösen können; 
  • sie erfahren mehr über die Krankheitsbilder der Eltern.

Außerdem gibt es für die Kinder und Jugendlichen:  

  • gemeinsame Mittagessen
  • erlebnispädagogische und sportliche Aktivitäten
  • Mediations- und Entspannungstechniken

Ziel ist es, die Kinder in ihren Ressourcen zu stärken und so die belasteten Faktoren, die eine spätere Erkrankung wahrscheinlich macht, zu reduzieren. Die SOS-Pädagogen bieten den Kindern einen sicheren Raum für Austausch. So treffen die Jungen und Mädchen auf Gleichaltrige mit ähnlichen Erfahrungen und Lebensgeschichten und spüren, dass sie nicht alleine sind. 

Das können Sie beispielsweise bewirken

5 €
Mittagessen

vollwertiges Mittagessen für ein Kind

24 €
Ausflug

Ausflug in den Hochseilgarten für ein Kind

90 €
tiergestützte Pädagogik

eine Stunde tiergestützte Pädagogik mit Eseln für die ganze Gruppe

100 €
Adventsaktion

Adventsaktion „Pralinen selber herstellen“ für die ganze Gruppe

Kinder von sucht- und psychisch kranken Eltern

Das ist wichtig zu wissen

Icon Kinder

Jedes 4. bis 5. Kind betroffen

In Deutschland leben geschätzte drei Millionen Kinder mit mindestens einem suchtbelasteten Elternteil. Somit ist jedes vierte bis fünfte Kind betroffen.

Icon Familie ein Kind

Kinder mit alkoholkranken Eltern

Geschätzte 2,65 Millionen Kinder leben mit alkoholkranken Eltern zusammen. 40.000 bis 50.000 Kinder haben Eltern, die illegale Drogen konsumieren.

Icon Krise

Spätere Suchterkrankung Kinder

Schätzungsweise jedes dritte Kind suchtkranker Eltern entwickelt selbst eine Suchterkrankung und ein weiteres Drittel eine andere psychische Erkrankung.

So wirkt sich eine Sucht oder eine psychische Erkrankung der Eltern auf Kinder aus

Schaubild Auswirkungen von Sucht oder psychischen Erkrankungen der Eltern auf Kinder


„Kinder aus konfliktbelasteten Familien fühlen sich oftmals schuldig“

Christine Exner arbeitet in der Gewaltschutzberatung für Kinder und Jugendliche im SOS-Kinderdorf Worpswede und ist seit 22 Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe tätig. Im Interview erzählt die erfahrene Kinderschutzfachkraft und Trauma-Therapeutin über ihre Arbeit mit belasteten Familien.

Wie wirkt sich eine psychische Erkrankung der Eltern auf Kindern aus?

Kinder können oft nicht einschätzen, ob das Verhalten der Eltern von der üblichen Normalität abweicht. Sie sind vertraut mit dem, was sie zu Hause erleben. Sie haben oftmals Angst sich zu öffnen, schämen sich und stehen in einem Loyalitätskonflikt mit ihren Eltern. Wenn beispielsweise Eltern sehr wütend reagieren, passen die Kinder in vielen Fällen ihr Verhalten an, um solche Situationen zukünftig zu vermeiden. In meiner Praxis erlebe ich, dass Kinder und Jugendliche aus konfliktbelasteten Familien sich oftmals schuldig fühlen. Schuld und Scham begegnen mir als Thema in solchen Familien immer wieder. Der oftmals schleichende Prozess innerhalb der Familie prägt die Kinder sehr. Wenn die Gefühle von Kindern nicht wahr- oder ernst genommen werden, hat das langfristige Folgen.

Welche Auswirkungen hat das auch später noch auf Kinder?

Solche Erfahrungen prägen das Beziehungsmuster von Kindern und Jugendlichen. Als Erwachsene wiederholen sie oftmals die Muster, die sie als Kinder erlebt haben. Das ist auch ein Grund, warum später so viele Kinder selbst unter psychischen Erkrankungen leiden. Als Kind haben sie gelernt, dass ihre Gefühle nicht zählen und ihre Grenzen nicht gewahrt werden. Kinder aus belasteten Familiensystemen erfahren nicht, wie sie auf sich selbst achten können: Wie geht es mir, was brauche ich, wie kann ich für mich sorgen? Als Erwachsener können sie so leichter Opfer von Machtmissbräuchen werden.  

Wie kann Kindern aus sucht- oder psychisch kranken Elternhäusern geholfen werden?

Wenn ich Kindern in meiner Beratung erzähle, es geht nicht nur dir so, sind viele ganz oft erleichtert. Es entlastet Kinder zu erfahren, dass die Eltern krank sind und sie keine Schuld für ihr Verhalten tragen. Eltern sollten Kindern schwierige Situationen erklären und nicht versuchen heile Welt zu spielen. Aus systemischer Sicht ist es wichtig zu prüfen, wie die Rahmenbedingungen in der Familie sind und welche weiteren Vertrauenspersonen es gibt, die man hinzuziehen kann. Kindern Selbstfürsorge und Selbstwirksamkeit – gerne auch durch pädagogische Betreuung – beizubringen, ist ganz wichtig für ihr späteres Leben und ihre Beziehungsmuster. Kinderschutz beginnt jedoch schon viel früher: Wir brauchen ein aufmerksames Umfeld, das wahrnimmt, wenn es einem Kind nicht gut geht. Ohne diese Unterstützung von außen ist es für Kinder schwer sich Hilfe zu suchen. Wir als Gesellschaft müssen die Gefühle von Kindern ernst nehmen und zeigen, dass es keine Form von Schwäche ist, sich Hilfe zu holen. Im Gegenteil: Es ist sehr mutig. 

Gutes tun – und darüber sprechen

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Hinweis: Im Ausnahmefall kann es nach öffentlichen Spendenaufrufen zu einem bestimmten Zweck zu der Situation kommen, dass für den konkreten Spendenzweck entweder zu viel Geld gespendet wurde oder wegen der projektbezogenen äußeren Umstände die Gelder nicht oder nicht zeitnah für den konkreten Spendenzweck eingesetzt werden können.

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