gezeichnetes Bild: trauriger Ferdinand
Häusliche Gewalt
Wenn Zuhause der gefährlichste Ort ist…

Häusliche Gewalt

Eigentlich sollte das eigene Zuhause ein Ort sein, an dem Kinder sich sicher und geborgen fühlen. Trotzdem sind Gewalt und Angst für viele von ihnen trauriger Alltag. 4.387 Fälle von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche verzeichnete das Bundeskriminalamt im Jahr 2021. Die meisten der Opfer waren mit dem Täter verwandt.
Doch Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist. Gerade Gewalt in den Familien findet oft von der Außenwelt unbemerkt statt – die Betroffenen sind zu jung, um sich zu wehren oder schweigen aus Scham. 
Aktuelle Befragungen zeigen, dass etwa fünf bis zehn Prozent aller Eltern nicht vor schwerwiegender Gewalt gegenüber ihren Kindern zurückschrecken. Mit verheerenden Folgen: Suchtanfälligkeit, selbstverletzendes Verhalten und Aggressionen sind nur einige Probleme, mit denen Betroffene zu kämpfen haben.
Doch nicht nur wenn Kinder selbst misshandelt werden, leiden sie. Auch Gewalt zwischen Eltern mitansehen zu müssen, traumatisiert. Die Kinder wissen oft nicht, wie sie mit dem Erlebten umgehen sollen. Sie fühlen sich schuldig und ausgeliefert. 

So hilft SOS-Kinderdorf

SOS-Kinderdorf setzt sich mit vielfältigen Angeboten gegen Gewalt in Familien ein.
  • Beratungszentrum Kinderschutz und Notunterkünfte: In akuten Krisensituationen bieten wir erwachsenen Opfern, Kindern und Jugendlichen schnelle Hilfe.
  • Erziehungsberatungen und Elternarbeit: Wir stärken Eltern in ihrer Erziehung, um Überforderungssituationen zu minimieren und das Verhältnis zwischen Eltern und Kinder zu stärken.
  • Fachberatung: Mitarbeiter, die mit betroffenen Familien arbeiten, können sich psychologische Beratung holen.
  • Sozialpädagogische Prozessbegleitung: Wir begleiten minderjährige Opferzeugen, Eltern und Fachkräfte vor, während und nach Strafverfahren.
  • Präventionsprojekte: Wir arbeiten präventiv mit Eltern, Kindern, Jugendlichen und Fachkollegen, um den Kreislauf der Gewalt frühzeitig zu durchbrechen.
  • SOS-Kinderdorffamilien und Wohngruppen: Kann ein Kind nicht mehr bei seinen Eltern leben, bieten wir ihm ein liebevolles neues Zuhause

Spenden

Das können Sie beispielsweise bewirken

entwicklungspsychologische Beratung für Mütter und Väter mit kleinen Kindern

24-h-Rufbereitschaft für eine komplette Woche

Teilnahme eines Elternteils an einem zehnwöchigen STEP-Elternkurs

Wir sind SOS-Kinderdorf

SOS-Kinderdorf macht sich seit 60 Jahren für die Bedürfnisse, Anliegen und Rechte von Kindern stark. Nach den SOS-Kinderdörfern sind in Deutschland und in der ganzen Welt viele weitere SOS-Angebote für Kinder und Jugendliche, Mütter und Familien entstanden. Unterstützen Sie unsere Arbeit, indem Sie spenden oder eine Patenschaft übernehmen. SOS-Kinderdorf geht mit Ihren Spenden besonders verantwortungsbewusst um. Seit vielen Jahren wird SOS-Kinderdorf dafür mit dem DZI-Spenden-Siegel ausgezeichnet.
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Telefon: 089 12 60 61 62
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