Zum Warenkorb 0

Zum Warenkorb hinzugefügt:

Schutzgebühr:

Zum Warenkorb
Wie wollen wir unsere Zukunft gestalten? Eine spannende Frage....
SDG-Workshops für Jugendliche

„Wir sind die Zukunft – doch gemeinsam sind wir die Gegenwart“

In Workshops von SOS-Kinderdorf gestalten Jugendliche ihre Zukunft 

Als internationale NGO und Institution, die junge Menschen auf die Welt von morgen vorbereitet, sieht sich SOS-Kinderdorf in der Verantwortung, die Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDG) der UN-Agenda 2030 tatkräftig zu unterstützen. 

Aus den 17 SDG-Zielen stellt SOS-Kinderdorf drei Ziele in den Mittelpunkt: 

  • keine Armut
  • hochwertige Bildung
  • menschenwürdige Arbeit und nachhaltiges Wachstum

Wichtig ist es, den jungen Menschen zuzuhören, wie ihre Wünsche und Hoffnungen dazu aussehen – und was zu tun ist, um ihre Vorstellungen zu realisieren. Dazu wurden bislang mehrere SDG-Workshops durchgeführt – in Berlin, Düsseldorf
und Hamburg. 

Wie wollen wir jetzt und in Zukunft leben?

Am 22. August in Hamburg diskutierten die Teilnehmer zunächst generationstypische Wünsche für die Zukunft, bevor dann mehrere Arbeitsgruppen Ideen zu den SDG-Zielen entwickelten. Dabei standen das Klima, gute Bildung und Armut klar im Mittelpunkt, wobei die Prioritäten auch von der jeweiligen Lebenssituation der Teilnehmer abhängen. „In Afghanistan arbeiten Kinder mit sieben Jahren, in Deutschland gehen sie zur Schule. Mein Traum ist es, dass Jugendliche auf der ganzen Welt Zugang zu Bildung erhalten“, hofft der Afghane Faisal Malikzada. 

„Ich war ein unbegleiteter minderjähriger Flüchtling, bekam dann die Möglichkeit, in einer Jugendwohngruppe von SOS-Kinderdorf zu leben. Jetzt habe ich einen Schulabschluss, eine Berufsausbildung und spreche vier Sprachen. Hätten sich Menschen nicht für mich engagiert, wäre ich jetzt nicht hier. Engagement bedeutet für mich deshalb: Leben in der Gemeinschaft. Und das funktioniert nur durch Menschlichkeit und Miteinander.“

Transparenz und Mitsprache gefordert

Sehr detailliert wurden in den Arbeitsgruppen Forderungen und Wünsche an verschiedene Adressaten formuliert: an die Politik und die UN, an Wirtschaft und NGOs und an jeden Einzelnen. Unter den Wünschen, die in eine Zukunftsbox geworfen wurden, gab es überraschende und innovative Ideen. Immer wieder ging es um Transparenz
und Mitsprache. Zum Beispiel bei der Verteilung von Steuern. Die digitale Mitsprache eröffnet dabei neue Chancen, solche neuen Ideen auch umzusetzen. Oder der Vorschlag, neben dem Aufsichtsrat in Unternehmen auch einen Jugendrat einzusetzen, denn Lebenserfahrung ist wichtig, aber ebenso wichtig könne die Innovationskraft der Jugend sein. Dr. Karen Silvester, aus der Botschaft für Kinder in Berlin und Referentin für Kinderfragen bei SOS-Kinderdorf, hob hervor: „Es ist ganz wichtig, dass Kinder und Jugendliche sich frühzeitig mit den SDGs beschäftigen. Wir von SOS begleiten sie dabei, denn Nachhaltigkeit ist ein Thema für alle Generationen und bei SOS-Kinderdorf in unseren Grundwerten schon lange verankert. Wir müssen alle zusammenhalten, denn es wird kein Übergabeprotokoll geben!“

UN-Jugenddelegierter fordert generationenübergreifende Zusammenarbeit

Nikolas Karanikolas ist zusammen mit Josephine Hebling UN-Jugenddelegierter für Deutschland. Beide sind ein Jahr in Deutschland unterwegs, um Forderungen und Wünsche der Jugendlichen zu sammeln und in die Gremien der UN zu tragen. Bereits im Alter von 12 Jahren begann er sich für die Rechte von Jugendlichen und Kindern einzusetzen und ist dafür mehrfach ausgezeichnet worden. Auf dem ZEIT-Wirtschaftsforum erklärt er, warum Jugendpartizipation so wichtig
ist: „Jugendpolitik, die gemeinsam mit Jugendlichen gestaltet wird, hat nicht nur eine stärkere Legitimation, sondern auch bessere Aussichten auf Erfolg. Und das ist auf allen Ebenen so, wo generationenübergreifend zusammengearbeitet wird. Es hat sich gezeigt, dass Jugenddelegierte für nachhaltige politische Entscheidungen einen wertvollen Beitrag leisten – ein
Potenzial, das bislang oft ungenutzt bleibt. Ja, wir sind die Zukunft – doch gemeinsam sind wir die Gegenwart und genau da sollten wir ansetzen und einfach wieder mehr gemeinsam tun!“ SOS-Kinderdorf setzt sich weltweit in 135 Ländern für benachteiligte Kinder, Jugendliche und deren Familien ein. Dabei hat die Hilfsorganisation immer die Nachhaltigkeitsziele der UN aus der Agenda 2030 im Blick.