SOS-Kinderdorf hilft Kindern in Panama
Anas Geschichte

"Was ich heute bin, verdanke ich SOS-Kinderdorf"

"Was ich heute bin, verdanke ich SOS-Kinderdorf"

Ana Victoria Cruz verlor ihre Mutter, als sie noch sehr klein war. Ihr Vater war mit der Betreuung der vier Kinder überfordert, er hatte weder Zeit noch Geld, sich angemessen um die Kinder zu kümmern.

Eine Freundin überzeugte Anas Vater schließlich, Kontakt mit dem SOS-Kinderdorf in der Dominikanischen Republik aufzunehmen. Gemeinsam mit ihren drei Geschwistern kam das Mädchen im Alter von acht Jahren ins SOS-Kinderdorf in die Hauptstadt der Dominikanischen Republik. „Was ich heute bin, verdanke ich SOS-Kinderdorf. Meine SOS-Kinderdorfmutter hat es verstanden, mich für sich zu gewinnen, so dass meine Traurigkeit verging“.

An das neue Haus und das Zusammenleben mit insgesamt zehn „Geschwistern“ musste Ana sich erst gewöhnen, obwohl, so Ana, „unsere Konflikte ganz normal waren - so wie eben in anderen Familien auch. Am meisten“, lacht sie, „haben wir darüber gestritten, wer wie lange im Bad braucht, weil wir doch so viele waren.“ Ihre SOS-Kinderdorfmutter beschreibt Ana als liebevoll und fürsorglich, und sie ergänzt: „Sie lehrte uns viele Dinge, die ich erst heute richtig zu schätzen weiß.“ Ana fasst ihr Leben im SOS-Kinderdorf so zusammen: „Mein Leben im SOS-Kinderdorf war eine Erfahrung, die ich gegen nichts auf der Welt tauschen möchte. Es war wunderbar, und ich würde jederzeit wieder dort aufwachsen wollen.“

Aufwachsen in einem fürsorglichen und familiären Umfeld

Welche Kinder kommen in Lateinamerika ins SOS-Kinderdorf?

Viele der Kinder, die in Lateinamerika ins SOS-Kinderdorf kommen, sind Sozialwaisen, deren Eltern gestorben sind oder aus anderen Gründen nicht in der Lage sind, sich um ihre Kinder zu kümmern. Das Aufnahmealter der Kinder liegt bei bis zu zwölf Jahren, im Falle von Geschwistergruppen können auch ältere Kinder aufgenommen werden.

Wie lautet das Konzept der Kinderdorffamilie?

Jedes Kind wird seelisch, materiell und in Hinblick auf Schul- und Berufsbildung unterstützt. Eines der wichtigsten Anliegen ist es, Geschwister nicht zu trennen, sondern gemeinsam in einer SOSKinderdorffamilie aufwachsen zu lassen. Ebenso wichtig ist, dass die SOS-Kinderdorfmutter, der SOS-Kinderdorfvater oder die SOS-Kinderdorfeltern Erziehungsexperten sind, die sich zugleich emotional voll engagieren. Jede Kinderdorffamilie hat ein eigenes Haus. Die SOS-Kinderdorffamilien sind Ersatzfamilien für Kinder, die ihre elterliche Fürsorge verloren haben und nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie leben können.

Das Beste fürs Kind

SOS-Kinderdorf setzt sich dafür ein, dass zunächst alles versucht werden sollte, damit das Kind bei seiner Herkunftsfamilie bleiben kann. Wenn es im besten Interesse des Kindes ist, kann es in einer SOS-Kinderdorffamilie aufgenommen werden.

Wie lange bleiben die Kinder im SOS-Kinderdorf?

SOS-Kinderdorf begleitet Kinder von der Geburt- oder Kleinkindalter bis zum Erwachsenenalter und hilft den jungen Menschen ihren eigenen Weg zu finden. Den Kindern soll ermöglicht werden, ihr volles Potential in einem familiären Umfeld auszuschöpfen, so dass sie selbstständig werden und etwas zum Gemeinwohl der Gesellschaft beitragen können. 

Kein Kind sollte alleine aufwachsen: Fürsorge vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter

Eine kindliche Entwicklung erfolgt in physischen, emotionalen, intellektuellen, sozialen, kulturellen und spirituellen Bereichen.



Wie sieht das Alltagsleben in einer SOS-Kinderdorffamilie aus?

Jedes Familienhaus bildet mit seinem eigenen Lebensrhythmus den Kern für das Familienleben. Unter seinem Dach können die Kinder ein echtes Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Zugehörigkeit entwickeln. Sie wachsen gemeinsam auf, lernen miteinander und teilen Aufgaben, Freuden und Sorgen des täglichen Lebens. Tagsüber besuchen die Kinder je nach Alter den Kindergarten oder die Schule. Eine pädagogische Mitarbeiterin, die von den Kindern „Tante“ genannt wird, unterstützt die Kinderdorfmutter bei der Betreuung der.

Wie wohnen die SOS-Kinderdorffamilien?

Ein SOS-Kinderdorf besteht aus mehreren Familienhäusern, dem Dorfleiterhaus, dem sogenannten Tantenhaus und einem Verwaltungs- und Servicebereich. Alle Gebäude sind an die landesübliche Bauweise und das Klima angepasst. In einer SOS-Kinderdorffamilie leben jeweils fünf bis zehn Mädchen und Jungen gemeinsam mit ihrer SOS-Kinderdorfmutter zusammen in einem Familienhaus. Zehn bis 15 SOS-Kinderdorffamilien bilden eine Dorfgemeinschaft.

Mit Ihrer Spende helfen Sie

  • die laufenden Kosten der SOS-Kinderdörfer und den Lebensunterhalt der Kinderdorffamilien in Lateinamerika zu finanzieren.
  • Lebensmittel, Kleidung und Grundausstattung für ein Familienhaus zu bezahlen.
  • die Gehälter der Kinderdorfmütter und des Erziehungspersonals zu decken.
  • Arztbesuche, Bildungsmaßnahmen und Freizeitaktivitäten für die Kinder, Jugendlichen und Betreuungspersonen zu ermöglichen.

Unterstützen Sie uns dabei, benachteiligten Kindern ein sicheres Zuhause zu schenken. 

Wenn Sie sich speziell für das Projekt "Kinderdorffamilien in Lateinamerika" engagieren möchten, dann vermerken Sie dies bitte im abschließenden Freitextfeld des Spendenformulars mit „Kinderdorffamilien in Lateinamerika". Das Freitextfeld finden Sie in Schritt 3 des Spendenprozesses. 

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