Der SOS-Jahresrückblick 2018

Danke für Ihre Unterstützung!

Kinder in Not brauchen eine Familie. Deshalb gibt es seit mehr als 60 Jahren SOS-Kinderdorf in Deutschland! Verlässliche Hilfe zu leisten und dabei für eine gelingende Zukunft von Kindern, Jugendlichen und Familien zu sorgen, steht im Zentrum unserer Arbeit, mit der wir derzeit rund 108.000 Menschen in 38 Einrichtungen an über 230 Standorten in Deutschland erreichen.

Auch 2019 wollen wir unser Engagement in den Städten verstärken. Denn gerade dort kommen viele Probleme für Familien zusammen: Enge Wohnverhältnisse, anonyme Nachbarschaften, hohe Arbeitslosigkeit und alleinerziehende Familien.

Armut und Elend prägen in vielen Ländern der Welt den Alltag, worunter am meisten die Kinder leiden. Ihnen zu helfen, ist unser größtes Ziel, deshalb unterstützt der deutsche SOS-Kinderdorfverein 113 SOS-Kinderdorfeinrichtungen in 37 Ländern.

Diese Projekte haben uns 2018 in Deutschland besonders gefreut

Happy Birthday, SOS-Kinderdorf Ammersee und Schwarzwald

Zusammen 120 gute Jahre

Hermann Gmeiner war bemüht, hilfsbedürftigen Kindern in Deutschland ein Zuhause zu schaffen, in dem sie Liebe und Geborgenheit erfahren. Und so zogen 1958 die ersten Jungen und Mädchen in das SOS-Kinderdorf Dießen am Ammersee, in dem seither rund 650 Kinder aufgewachsen sind. Auch das SOS-Kinderdorf Schwarzwald in Sulzburg kümmert sich seit 60 Jahren um Kinder, die Hilfe brauchen, und darf sich zweitältestes Kinderdorf in Deutschland nennen. Für beide Einrichtungen Grund genug, die insgesamt 120 guten Jahre mit feierlichen Festakten zu würdigen und sich bei Ehemaligen, Freunden und Förderern zu bedanken.

Kita-Neueröffnung: ​​​​​​​Einzug in die „Wunderwelt“

Eine neue Kita in Osterholz

Im vergangenen Herbst ist endlich Leben in die „Wunderwelt“ eingezogen. Die helle, 800 Quadratmeter große Kita in Osterholz-Scharmbeck bietet Platz für 70 Kinder. Aufgeteilt in zwei Elementargruppen mit je 25 Plätzen und zwei Krippengruppen mit je zehn Plätzen ist die „Wunderwelt“ allerdings mehr als nur eine Kita. „Wir wollen auch eine Begegnungsstätte für Familien sein, die den Austausch von Eltern mit pädagogischen Fachkräften fördert“, sagt Kita-Leiterin Laura Martin. Neben Vorträgen zu erzieherischen Themen und diversen Veranstaltungen gibt es in der „Wunderwelt“ auch Angebote zur frühkindlichen Erziehung. „Ziel ist, jedem Kind die benötigte Aufmerksamkeit zu schenken und es dennoch dabei zu aktivieren, vieles selbstständig zu tun“, so Laura Martin.


Beruf: Erfolgreiche Qualifikation

Alltagsbegleiter ermöglichen professionelle Unterstützung

„Die Alltagsbegleitung ist genau meine Sparte, das macht mir zu 100 Prozent Spaß und ich gehe voll darin auf“, erzählt Stefanie Leibold begeistert. Die 37-Jährige hat im vergangenen Jahr erfolgreich den Qualifizierungslehrgang "Alltagsbegleitung" absolviert. Der sechsmonatige Kurs, der vom SOS-Kinderdorf Niederrhein angeboten wird, qualifiziert die Teilnehmer, in Altenheimen, in der ambulanten Pflege oder auch bei der Betreuung Demenzkranker zu arbeiten. Kursleiter Halim Mouhajer betont in seiner Festrede: „Ich bin von der hohen Fachlichkeit des Kurses sehr begeistert. In Deutschland sind rund 2,2 Millionen Menschen an Demenz erkrankt, viele brauchen Hilfe. Ich freue mich, dass unsere Teilnehmenden nun ältere Menschen in ihrem Alltag professionell begleiten und unterstützen können.“


Neues Angebot: ​​​​​​​Unterstützung für Mütter

„Stadtteilmütter Dulsberg“ geben wertvolle Tipps

Der Alltag mit Kindern bereichert, ist aber auch oft richtig anstrengend. Gerade für Alleinerziehende mit mehreren Kindern ist es eine Herausforderung, Alltag und Beruf unter einen Hut zu bringen. Um diese Mütter zu entlasten und ihnen Unterstützung zu bieten, hat SOS-Kinderdorf Hamburg das Projekt „Stadtteilmütter“ in Dulsberg ins Leben gerufen. Stadtteilmütter engagieren sich für Frauen in der Nachbarschaft, hören zu, geben Tipps zu Erziehung, Familienalltag und auch zu Gesundheitsthemen“, erklärt Projektleiterin Claudia Töllner-Heinrich. Jede Frau, die selbst auch Mutter ist, ein wenig Zeit in der Woche übrig hat, gut Deutsch spricht und Lust hat, andere Frauen in ihrem Alltag zu unterstützen, kann sich zur Stadtteilmutter schulen lassen.

Stadtteilmütter Dulsberg_KD Hamburg


Rückblick: Kinderrechte aktiv gestalten

Eine lebendige Plattform für Kinderrechte

Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben - so lautet das Motto der Botschaft für Kinder. In zahlreichen Veranstaltungen wurde das im vergangenen Jahr auch umgesetzt. In der zweiwöchigen Workshopreihe „High Five! Jugendrechte im Quartier“ beispielsweise konnten Jugendliche konkrete Konzepte für ein Mitspracherecht bei der Gestaltung ihres Moabiter Kiezes entwickeln. Auch auf der Veranstaltung „Stimme 24“ drehte sich alles um das Thema Beteiligung, das zunächst von den Jugendlichen zusammen mit SOS-Mitarbeitern diskutiert wurde, um im Anschluss eine App oder Maschine zu den vier Aspekten der Beteiligung - Information, Mitsprache, Mitbestimmung, Selbstbestimmung, zu entwerfen. Zudem finden regelmäßig Podiumsdiskussionen mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft in der Botschaft für Kinder statt und machen sie zu einer lebendigen Plattform für Kinderrechte.

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In der Diskussionsrunde drehte sich alles um das Thema Beteiligung


Erweiterung: Die Dorfgemeinschaft wächst

Ein erfolgreiches Jahr für die SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen

Für Hans-Peter Fromm, Leiter der Einrichtung Grimmen-Hohenwieden, war es ein gutes Jahr 2018. Die SOS-Dorfgemeinschaft, in der Erwachsene mit einer Denk- und Lernbeeinträchtigung leben und arbeiten, ist gewachsen. Eine zusätzliche Waldkita-Gruppe, umgebaute und vergrößerte Werkstätten und ein neuer, mobiler Hühnerstall sind hinzugekommen und mit der Erweiterung auch neue Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Kindertagesstätte und im Wohn- und Arbeitsbereich entstanden. Zuwachs hat auch eine Außenwohngruppe bekommen. Zwei zusätzliche Plätze stehen in der Wohngemeinschaft, die auf ein selbstständigeres Leben vorbereitet, zur Verfügung. Und Hans-Peter Fromm freut sich auch schon auf das bevorstehende Jahr, denn die Planungen für zwei weitere Häuser sind schon im vollen Gange.

Kinder spielen im Wald

Die Kinder aus der Waldkita-Gruppe sind fast immer an der frischen Luft

Hurrah in Lippe: Einzug ins neue Heim

Ein neues Familienwohnhaus im SOS-Kinderdorf Lippe

Feierlich ging es zu bei der Einweihung von „Haus Richard“, das nach umfassender Modernisierung und Renovierung wieder in neuem Glanz erstrahlte. Nach „Rosely“ und „August“ ist „Richard“ das dritte von Dr. Oetker finanziell unterstützte Familienwohnhaus im SOS-Kinderdorf Lippe und seit dem Sommer das neue Zuhause für acht Kinder und Jugendliche. „Das renovierte Haus wurde von den Bewohnern gemütlich eingerichtet und alle haben beim Umzug tatkräftig mit geholfen und fühlen sich schon nach kurzer Zeit sehr heimisch und wohl", betont Anton Schuff, Einrichtungsleiter des SOS-Kinderdorf Lippe. Als Einweihungsgeschenk bekamen die Kinder und Jugendlichen ein Hochbeet überreicht, das noch am selben Tag mit frischen Kräutern und bunten Blumen bepflanzt wurde.

Es grünt so grün: Das Hochbeet wird bepflanzt

Es grünt so grün: Hans-Wilhelm Beckmann Geschäftsführer Dr. Oetker brachte ein Hochbeet als Einweihungsgeschenk mit


Unser Engagement im Ausland

Armut und Elend prägen in vielen Ländern der Welt den Alltag, worunter am meisten die Kinder leiden. Ihnen zu helfen, ist unser größtes Ziel, deshalb unterstützt der deutsche SOS-Kinderdorfverein 113 SOS-Kinderdorfeinrichtungen in 37 Ländern. Dazu zählen unter anderem 48 Kinderdörfer, fünf medizinische Zentren sowie acht Ausbildungszentren.


25 Jahre SOS-Kinderdorf in Laos

Seit stolzen 25 Jahren ist SOS-Kinderdorf in Laos vor Ort. In einer feierlichen Zeremonie würdigte Premierminister Thongloun Sisoulith die erfolgreiche Arbeit. Mittlerweile gibt es sechs SOS-Kinderdörfer in Laos, die bis heute 1.468 Kindern ein geborgenes Zuhause, Fürsorge und Bildung geben konnten. So wie der heute 13-jährigen Khamla, die mit sechs Jahren in das SOS-Kinderdorf Pakse kam, nachdem ihre Eltern gestorben waren. Heute träumt Khamla, die eine sehr wissbegierige und fleißige Schülerin ist, davon, später Medizin zu studieren. „Ich möchte gerne Ärztin werden und mich mit ganzem Herzen um Patienten und arme Menschen kümmern. Meine richtigen Eltern waren zu arm, um zum Arzt zu gehen.“

Khamla lebt im SOS-Kinderdorf Laos

Khamla lebt im SOS-Kinderdorf Laos


Neubeginn in Nepal

Bei dem schweren Erdbeben im Jahr 2015 wurden viele Gebäude, darunter auch die Bhimeshwori-Gemeinschaftsschule in Sangachowk, die von 640 Kindern besucht wurde, komplett zerstört. SOS-Kinderdorf setzte sich in den vergangenen Jahren dafür ein, den Menschen vor Ort zu helfen und die Schule wiederaufzubauen. Mit Erfolg: In Anwesenheit der Präsidentin Bidya Devi Bhandari wurde das neue Gebäude im April eingeweiht. „Bildung ist ein grundlegendes Menschenrecht. Jede Regierung und jeder Bürger haben die Verantwortung sicherzustellen, dass unsere Kinder eine angemessene Ausbildung erhalten“, betonte Siddhartha Kaul, Präsident von SOS-Kinderdorf International.

Staatspräsidentin Bidhya Devi Bhandari bei der Einweihung der neuen Schule.

Staatspräsidentin Bidhya Devi Bhandari bei der Einweihung der neuen Schule.


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