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Nepal nach dem Erdbeben

Sujal ist wieder ein glücklicher Junge

Drei Jahre ist es her, dass der kleine Sujal bei dem Erdbeben in Nepal verletzt wurde und sich sein Leben fortan verändern sollte. Mittlerweile sind seine Verletzungen gut verheilt, und der Junge lebt glücklich bei seinem Vater und seiner neuen Familie.

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Mai 2015: SOS-Kinderdorf betreute den kleinen Sujal nur einige Tage nach dem Erdbeben in der Notunterkunft in Kavre.

Als am 25. April 2015 um 11:56 Uhr Ortszeit in Nepal die Erde bebte, veränderte sich für tausende Menschen innerhalb eines Augenblicks ihr Leben. Rund 8.800 Menschen starben, Zehntausende wurden verletzt und Abertausende verloren ihr Zuhause – darunter viele Kinder wie auch der kleine Sujal. Heute gilt das Erdbeben als die tödlichste Katastrophe in der Geschichte Nepals.

Im Rahmen der Soforthilfemaßnahmen nach dem Erdbeben unterstütze SOS-Kinderdorf Nepal den damals zweijährigen Sujal während der Behandlung seines gebrochenen Beines. Bei dem katastrophalen Erdbeben stürzte das Haus, indem Sujal mit seiner Mutter lebte, ein. Sie starb dabei. Sein Vater arbeitete zu dieser Zeit im Ausland. SOS-Kinderdorf machte eine Tante ausfindig, bei der der kleine Junge leben konnte.

Während er bei der Schwester seines Vaters untergebracht war, unterstützte SOS-Kinderdorf Nepal Sujal im Rahmen des Familienfürsorge-Programmes, welches nach dem Erdbeben ins Leben gerufen wurde. Fast 350 Kinder, die bei ihren Großfamilien leben, werden über das Familienfürsorge-Programm unterstützt. Und mehr als 50 Kinder, die bei dem Erdbeben ihre Eltern verloren haben, haben in einem SOS-Kinderdorf in Nepal ein neues Zuhause gefunden.

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Februar 2018: Sujal zusammen mit seiner Stiefmutter Niru in Sujals neuem Zuhause in Jorpati.

Sujals Vater Raju hat einige Zeit nach der Katastrophe erneut geheiratet. Der kleine Sujal lebt nun zusammen mit seinem Vater, seiner Stiefmutter Niru und seiner Stiefschwester Binisha. „Wir haben die Familie besucht. Ihnen geht es sehr gut, sie sind glücklich“, freut sich Ishwori Prasad Sharma, Nationaler Direktor von SOS-Kinderdorf Nepal. Vater Raju arbeitet weiterhin im Ausland, und Sujals Stiefmutter Niru hat ein kleines Geschäft. Die Familie kann für sich selbst sorgen und ist im Januar 2018 erfolgreich aus dem Familienfürsorge-Programm ausgeschieden.

Sujal lebt jetzt in Jorpati, einer Stadt in der Nähe von Kathmandu, und besucht dort den Kindergarten. Seine Brüder, die jetzt 14 und 11 Jahre sind, leben bei den Großeltern der Kinder in Sindhupalchok im Nordosten Kathmandus.

Elitsa Dincheva, eine Mitarbeiterin der SOS-Kinderdörfer, lernte Sujal nach dem Erdbeben kennen und hat ihn seitdem zweimal besucht. Elitsa Dincheva machte im Himalaya Urlaub, als das Erdbeben Zentralnepal erschütterte. Ihre erste Begegnung mit dem Jungen war für sie sehr emotional. „Ich habe Sujal ein paar Tage nach dem Erdbeben im Nothilfecamp in Kavre kennen gelernt. Der Zweieinhalbjährige hatte ein Gipsbein“, erinnert sie sich, und dass sie Sujal „schweren Herzens zurückließ.“

Als sie im April 2016 wieder nach Nepal kam, besuchte sie Sujal im Haus seiner Tante in Jorpati. Elitsa Dincheva fand einen glücklichen Jungen voller Freude und Tatendrang wieder. „Er sprang herum wie ein kleiner Tiger, der Bruch war vollständig verheilt. Diesmal verließ ich Nepal mit einem deutlich besseren Gefühl, weil ich wusste, dass es Sujal gut geht.“ Auch als sie ihn erneut bei ihrem Besuch im Jahr 2017 wieder traf, bestätigte sich ihr Eindruck. „Es ging ihm gut, er war voller Energie.“

Hier kam ihre Spende in Nepal an:

300

Menschen wurden bisher im Rahmen der Nothilfemaßnahmen unterstützt

25

Kindertagestätten wurden geschaffen, in denen täglich bis zu 2.000 Kinder betreut werden

53

Waisenkinder fanden ein bleibendes Zuhause im SOS-Kinderdorf

Circle-Smile

4.300

Kinder erhielten Schuluniformen, Schulmaterialien und Hygieneartikel, wie z.B. Zahnbürsten

350

von den Überschwemmungen betroffene Familien werden in Selbsthilfeprogrammen unterstützt

Home

165

Familien wurden mit Materialien zum Wiederaufbau ihrer Häuser und Notunterkünften versorgt

spenden

So können Sie helfen!

SOS-Kinderdorf

Erdbeben in Nepal: Drei Jahre danach

SOS-Kinderdorf setzte die bei dem Erdbeben 2015 gesammelten Erfahrungen um und hilft Kindern und Familien, die Opfer der Überschwemmungen im Sommer 2017 wurden.

Am 25. April jährte es sich zum dritten Mal, dass Nepal von einem schweren Erdbeben mit einer Stärke von 7,8 auf der Richterskala heimgesucht wurde. Das Erdbeben richtete in der Hauptstadt Kathmandu und den umliegenden Regionen verheerende Schäden an. Tausende verloren dabei ihr Leben.

Während die SOS-Kinderdörfer, Hermann-Gmeiner-Schulen, Jugendzentren und sonstigen Gebäude von SOS nur geringfügig beschädigt wurden, wurden viele Orte in Bhaktapur, Gorkha, Dolakha, Kathmandu, Nuwakot und Sindhupalchok und umliegenden Bezirken stark beschädigt. Das Erdbeben forderte fast 9.000 Todesopfer. An die 600.000 Häuser wurden komplett zerstört.

Heute setzt SOS-Kinderdorf seine Tradition fort und bietet bedürftigen Kindern und Familien langfristige Hilfe. SOS-Nepal hat mehr als 50 Kinder in seinen Einrichtungen aufgenommen, die bei dem Erdbeben ihre Eltern verloren haben. Fast 350 Kinder werden im Rahmen unserer Familienfürsorge-Programme durch die Großfamilie unterstützt. Ein Projekt zum Bau neuer Häuser ist fast abgeschlossen, ebenso das Projekt zum Wiederaufbau von Schulen.

SOS-Kinderdorf bietet auch Betreuung in Kindertagesstätten, Einkommensförderung für Familien, „Home-in-a-Box“-Starterkits, um bedürftige Familien mit dem Notwendigsten zu versorgen sowie Bildungsprojekte für Kinder, deren Schulen zerstört wurden bzw. deren Unterricht aufgrund der Folgen des Erdbebens nicht fortgesetzt werden konnte.

SOS-Kinderdorf in Nepal: Mehr als nur Nothilfe   

Spenden Sie für einen fairen Start ins Leben

Unterstützung für Madhav

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Der zwölfjährige Madhav lebt im SOS-Kinderdorf Jorpati in Nepal. Aufgrund seiner Gehbehinderung ist er an den Rollstuhl gefesselt. Seine leibliche Familie stammt aus einem ländlichen Teil von Nepal und die Wohnsituation vor Ort eignete sich nicht für Madhav. Allein der Weg zur Toilette führte durch schmale Gassen. So nahm SOS-Kinderdorf den Jungen auf. Den Kontakt zu seiner leiblichen Familie hält Madhav nach wie vor. Und wenn in einigen Jahren die Straßen in dem Dorf ausgebaut werden, kann Madhav wieder zurück zu seiner leiblichen Familie ziehen. 

Ein Neuanfang für Gita und Sunita

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Die Zwillingsschwestern Gita und Sunita (8) haben ein enges Verhältnis zueinander – vereint sie doch ein schweres Schicksal. Ihre Mutter verließ sie und ihr Vater starb bei einem Autounfall. Als sie in das SOS-Kinderdorf in Nepal kamen, waren sie sehr in sich gekehrt und spielten nicht mit anderen Kindern. Der Grundsatz von SOS-Kinderdorf, Geschwister nicht zu trennen, war auch für die Schwestern eine Stütze. Sie gaben einander Halt. Durch die Stabilität, die ihnen ihre SOS-Kinderdorfmutter gab, entwickelten sich die heute Achtjährigen zu fröhlichen Mädchen.

Wenn nichts mehr bleibt

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Kalpaman ist eine alleinerziehende Mutter in Kathmandu in Nepal. Als Kalpaman schwanger war, wurde ihr Mann auf seinem Nachhauseweg von der Arbeit ermordet. Sie brachte ihre Familie alleine über die Runden. Kalpaman besaß einige Ziegen und ein Stückchen Land, auf dem sie Gemüse anbaute. Das schwere Erdbeben in Nepal zerstörte ihr kleines Haus komplett – und damit ihre Lebensgrundlage. Heute lebt die Familie noch immer in einem Zelt am Rande des Dorfes. Die Gegend ist gefährlich und unsicher. SOS-Kinderdorf hilft ihnen bei der Suche nach einer Unterkunft und leistet Unterstützung bei allen Belangen des täglichen Lebens.

Das Leben einer Kinderdorfmutter in Nepal

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Saraswoti (58) lebt als Kinderdorfmutter im SOS-Kinderdorf Nepal. Mehr als 40 Kinder und 30 Jugendliche wachsen in vier Familien und zwei Jugendeinrichtungen dort auf. Saraswotis Arbeitstag beginnt um 5 Uhr am Morgen – mit einem Bad und anschließendem Gebet. Danach weckt sie die Kinder, bereitet Frühstück vor, putzt das Haus und kocht Mittagessen. „Ich freue mich, wenn die Kinder mir ihre Erlebnisse vom Tag berichten“, erzählt die Kinderdorfmutter. Was Saraswoti besonders bewegt, ist die Entwicklung ihrer Sprösslinge. „Es macht mich glücklich zu sehen, wenn die Kinder selbstbewusst ihren Weg gehen. Dann erinnere ich mich an die Zeit als sie ins Kinderdorf kamen – hilflos und unsicher – und sehe ihre enorme Entwicklung.“

3 Jahre nach dem Erdbeben in Nepal: Mayas Geschichte