Freedah aus Benin
Freedah aus Benin

Neue Hoffnung

So jung und schon verantwortlich für sechs Geschwister – doch Freedah gibt die Hoffnung nicht auf. Gemeinsam mit SOS-Kinderdorf versucht sie es zu schaffen.

„Das ist nicht das Leben, das ich mir erhofft habe. Ich hatte Ziele im Leben – mit 19 wollte ich meinen Abschluss machen und danach studieren. Diese Ziele haben sich in Luft aufgelöst – das Schicksal hat sich mir von einer anderen Seite gezeigt.“

Freedah und ihre Geschwister

Freedah - allein mit sechs Geschwistern

Freedahs Zukunftspläne wurden von einem Tag auf den anderen begraben. An dem Tag, an dem ihr Vater starb. Damals war sie 18, ihr jüngster Bruder gerade einmal drei Jahre alt. Der Vater war alleine für den Familienunterhalt verantwortlich, Freedahs Mutter zu diesem Zeitpunkt bereits schwer krank. So war es an Freedah, die Familie zu versorgen. Vor einem halben Jahr starb auch ihre Mutter. „Die ganze Last liegt auf meinen Schultern. Ich weiß noch nicht mal, wie ich für mich selbst sorgen soll und habe nun die Verantwortung für sechs Kinder“, erklärt die verzweifelte 22-jährige.

Benin – eines der ärmsten Länder weltweit

In Benin gibt es kein funktionierendes Sozialsystem und keine staatliche Unterstützung für Menschen wie Freedah. Das westafrikanische Land zählt zu den ärmsten Ländern der Welt; 53 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Für die Familie bedeutet das einen täglichen Kampf ums Überleben. „Meine Geschwister haben schon so viel durchgemacht, ich will nicht, dass sie ihre Träume – so wie ich – aufgeben müssen.“

Ein Ausweg für Freedah

Deswegen hat sich Freedah an SOS-Kinderdorf gewendet. Familien in Not werden mithilfe des Familienstärkungsprogramms mit Geld für Essen und Miete, aber auch mit Ausbildungsprogrammen, Arztkosten, Schulmaterialien und einkommensgenerierenden Maßnahmen unterstützt. Eine Sozialarbeiterin von SOS-Kinderdorf hilft Freedah dabei Lösungen für ihre drängendsten Probleme zu finden. „Es ist wichtig, dass sie ein gesichertes Einkommen erhält. Wir werden ihr helfen, einen Job zu finden. Die beiden jüngsten Geschwister würden wir gerne im SOS-Kinderdorf aufnehmen, um ihre Schwester zu entlasten. Für die beiden mittleren Geschwistern wäre es denkbar, Pflegefamilien zu suchen.“

Die Zeit für die Familie drängt: In drei Monaten müssen sie ihr Haus verlassen. Eine Kaution für ein neues Haus werden sie nicht aufbringen können. Die Hilfe von SOS-Kinderdorf ist für Freedah die letzte Hoffnung auf ein besseres Leben.

Freedah - eine Kindheit in Benin   


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