Publikationen

Wohin steuert die stationäre Erziehungshilfe?

Sozialpädagogisches Institut (Hrsg.)

2007

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Dokumentation 5 der SPI-Schriftenreihe

ISBN: 978-3-936085-62-4

Schutzgebühr: 3,50 €

Ein Ausblick anlässlich des fünfzigjährigen Bestehens des SOS-Kinderdorf e.V.

Beschreibung

Die stationären Hilfen zur Erziehung haben sich erheblich professionalisiert und ausdifferenziert. Fachlich gesehen ist die Fremdunterbringung für zukünftige Aufgaben gewappnet. Trotzdem sieht sie sich zunehmend kritischen Anfragen ausgesetzt. So wird gefragt, ob Aufwand und Ertrag in einem vernünftigen Verhältnis zueinander stehen, ob der Bedarf die Höhe der Kosten rechtfertigt und ob die kostenintensiven stationären Erziehungshilfen notwendig sind. Die Diskussion über Sinn und Zweck der stationären Hilfen und deren Finanzierbarkeit wird zunehmend polarisiert geführt – politische und fiskalische Interessen werden gegen fachliche Argumente ausgespielt. 

Die Autorinnen und Autoren befassen sich mit den Belastungen von Familien und ihren Kindern, mit der Inanspruchnahme von stationären Hilfen, mit Querschnittsthemen wie Bildung, Beteiligung, Geschlechtergerechtigkeit, mit Struktur- und Qualitätsfragen oder mit der Schnittstelle zur Psychiatrie und nicht zuletzt mit der Wirksamkeit stationärer Hilfen.

Da es hauptsächlich von politischen Entscheidungen abhängt, wie sich der stationäre Bereich entwickeln wird, ist die entscheidende Frage, ob es gelingen wird, die verschiedenen Steuerungslogiken von Fachlichkeit und Wirtschaftlichkeit in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen.

Der Band dokumentiert die Fachtagung „Zwischen Fürsorge und Eigenverantwortung – wohin steuert die stationäre Erziehungshilfe?"  vom 26. bis 27. Oktober 2005 in Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Thomas Rauschenbach 
Fremdunterbringung und gesellschaftlicher Wandel 


Ulrich Bürger 
Stationäre Erziehungshilfen – ein Auslaufmodell der modernisierten Kinder- und Jugendhilfe? 


Mechthild Wolff und Sabine Hartig 
Beteiligung in der stationären Erziehungshilfe 


Reinhild Schäfer 
Geschlechtergerechtigkeit in der stationären Erziehungshilfe 


Sabine Handschuck 
Die interkulturelle Öffnung der stationären Erziehungshilfen ist überfällig 


Nicola Gragert und Mike Seckinger 
Die Bedeutung der Resilienzforschung für die stationären Hilfen zur Erziehung


Alfred L. Lorenz und Karin Mummenthey 
Die Kooperation von stationärer Erziehungshilfe und Psychiatrie – ein Werkstattbericht 


Wolfgang Graßl 
Die familienähnliche Betreuung im Angesicht aktueller Herausforderungen 


Liane Pluto und Eric van Santen 
Was können wir von anderen lernen? Denkanstöße zur Gestaltung erzieherischer Hilfen aus anderen europäischen Ländern 


Hubertus Schröer 
Stationäre Hilfen zwischen Kindeswohl und Kostendruck aus der Perspektive eines öffentlichen Trägers 


Hans-Ullrich Krause 
Stationäre Hilfen zwischen Kindeswohl und Kostendruck aus der Perspektive eines freien Trägers 


Thomas Röttger und Andreas Krämer 
Stationäre Erziehungshilfe im Sozialraum 


Peter Gerull 
Qualitätsmanagement im sozialen Sektor – Kontext und Gegenstand einer andauernden Debatte 


Ilona Fuchs 
Qualitätsarbeit im SOS-Kinderdorf e.V. 


Wolfgang Sierwald und Hans-Georg Weigel 
Wirksamkeit stationärer Hilfen überprüfen 


Mechthild Wolff 
Zwischen Fürsorge und Eigenverantwortung – Überlegungen zu einem pädagogischen Spannungsfeld der stationären Erziehungshilfe 


Johannes Münder 
„Zukunft braucht Herkunft“ – 50 Jahre SOS-Kinderdorf e.V. 

AutorInnen

Sozialpädagogisches Institut (Hrsg.)

Das Sozialpädagogische Institut (SPI) gehört zum Ressort Pädagogik des SOS-Kinderdorfvereins und ist sozialwissenschaftlich und beratend tätig. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Praxisforschung und Evaluationen, Fachveranstaltungen und Fachpublikationen. Zentrale Aufgabe des Institutes ist es, die pädagogische Arbeit im SOS-Kinderdorf e.V. zu unterstützen und die Praxis der SOS-Einrichtungen im Kontext aktueller jugendhilfe- und sozialpolitischer Entwicklungen zur Diskussion zu stellen.

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