Publikationen

Verlässliche Beziehungen gestalten

Empfehlungen für das Gestalten pädagogischer Beziehungen

Sozialpädagogisches Institut (SPI), Deutschland

2019

neu
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SOS-Kinderdorf e.V., Ressort Pädagogik (Hrsg.)

Jeder Mensch ist in seiner Entwicklung auf Beziehungen angewiesen und insbesondere in jungen Jahren von ihnen abhängig. Die Broschüre gibt Empfehlungen für das Gestalten pädagogischer Beziehungen in der Kinder- und Jugendhilfe.

Beschreibung

Sicherheit und emotionale Stabilität in der Beziehung zu einer Bindungsperson zu erleben, ist die Basis für eine gesunde Entwicklung. Junge Menschen, die in der Fremdbetreuung aufwachsen, haben in ihrem Leben häufig wenig positive Bindungs- und Beziehungserfahrungen machen können. Hier setzen Fachkräfte an, wenn sie ihnen pädagogische Beziehungen anbieten.

In pädagogischen Beziehungen können junge Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe nach und nach ihre Beziehungsfähigkeit erweitern. Stets gilt es, ihre bisherigen Erfahrungen und individuellen Bedürfnisse im Blick zu behalten. Dabei tragen Pädagoginnen und Pädagogen die Verantwortung für den Beziehungsrahmen, für die Regulation von Nähe und Distanz, von Hilfe und Kontrolle. Kinder und Jugendliche müssen sich jederzeit darauf verlassen können, dass ihre körperliche und psychische Integrität geachtet wird.

Belastete junge Menschen fordern Fachkräfte im pädagogischen Alltag häufig sehr heraus und sind doch zugleich angewiesen auf eine stabile Beziehung. Damit Fachkräfte die herausfordernde Beziehungsarbeit leistenkönnen, brauchen sie ihrerseits verlässliche Rahmenbedingungen für ihre Arbeit.

Ziel pädagogischer Maßnahmen ist es, dass junge Menschen ihr Leben bewältigen und Schutzfaktoren ausbilden, um mit schwierigen Situationen zurechtzukommen. Der Erfolg einer Hilfe bemisst sich nicht zuletzt daran, ob es jungen Menschen gelingt, sich emotionalen Halt und soziale Unterstützung zu verschaffen.

AutorInnen

Sozialpädagogisches Institut (Hrsg.)

Das Sozialpädagogische Institut (SPI) gehört zum Ressort Pädagogik des SOS-Kinderdorfvereins und ist sozialwissenschaftlich und beratend tätig. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Praxisforschung und Evaluationen, Fachveranstaltungen und Fachpublikationen. Zentrale Aufgabe des Institutes ist es, die pädagogische Arbeit im SOS-Kinderdorf e.V. zu unterstützen und die Praxis der SOS-Einrichtungen im Kontext aktueller jugendhilfe- und sozialpolitischer Entwicklungen zur Diskussion zu stellen.

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