Publikationen

Sozialraumorientierung auf dem Prüfstand

Rechtliche und sozialpädagogische Bewertungen zu einem Reformprojekt in der Jugendhilfe

Sozialpädagogisches Institut (Hrsg.)

2001

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Dokumentation 1 der SPI-Schriftenreihe

ISSN (Print): 2569-4812

ISSN (Online): 2569-4820

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Welche Chancen bietet die Sozialraumorientierung und wie ist sie fachlich zu bewerten?

Beschreibung

Eine wachsende Zahl von Kommunen erprobt je nach lokalen Gegebenheiten unterschiedliche Sozialraummodelle in der Kinder-und Jugendhilfe. Diese Modelle unterscheiden sich vor allem in der Ausgestaltung der Erziehungshilfen, der Art der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Trägern und in der Finanzierung. In jedem Fall aber stellt sich die Frage, inwiefern die vorrangige Orientierung fachlichen Handelns an den Gegebenheiten eines Sozialraumes mit den Vorgaben des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) zu vereinbaren ist. Um dieser Frage nachzugehen, haben die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) und der SOS-Kinderdorfverein bei Prof. Dr. Johannes Münder ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben. Dieses Gutachten wurde am 21. Mai 2001 auf der Tagung "Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe auf dem Prüfstand – Rechtliche Bewertungen zu einem sozialpädagogischen Reformprojekt" zur Diskussion gestellt. Fachkundige Referenten waren eingeladen, ihre Einschätzungen dazu abzugeben.

In der Theorie wird kaum kritisiert, wenn zielgruppenübergreifend gearbeitet wird, wenn unterschiedliche Leistungsbereiche, wie etwa die Jugendhilfe und die Wohnungshilfe, zusammenwirken oder Träger ihre Angebote in einer Region miteinander abstimmen. Die Diskussion um Sozialraumorientierung verschärft sich allerdings, wenn es um organisatorische und finanzielle Veränderungen in der Kinder- und Jugendhilfe geht.

Maßstab jedes sozialräumlichen Handelns muss die fachliche Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung sein mit dem Ziel, die Situation von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien zu verbessern. Mit sozialräumlichen Konzepten Sparmaßnahmen zu begründen, ohne die fachlichen Implikationen der Ansätze zu berücksichtigen, wäre fatal – das wäre halbierte Sozialraumorientierung.

Inhaltsverzeichnis

Johannes Münder 
Sozialraumorientierung und das Kinder- und Jugendhilferecht. Rechtsgutachten im Auftrag von IGfH und SOS-Kinderdorf e.V.


Wolfgang Hinte 
Sozialraumorientierung und das Kinder- und Jugendhilferecht – ein Kommentar aus sozialpädagogischer Sicht


Hubertus Schröer 
Sozialraumorientierung und das Kinder- und Jugendhilferecht – ein Kommentar aus der Umsetzungsperspektive einer Kommune


Reinhard Wiesner 
Sozialraumorientierung und das Kinder- und Jugendhilferecht – ein Kommentar aus der Sicht des Bundesgesetzgebers


Burkhard Hintzsche 
Sozialraumorientierung und das Kinder- und Jugendhilferecht –
ein Kommentar aus der Sicht eines kommunalen Spitzenverbandes


Bernd Hemker 
Sozialraumorientierung und das Kinder- und Jugendhilferecht – ein Kommentar aus der Sicht eines Wohlfahrtsverbandes


Peter Schmid 
Sozialraumorientierung und das Kinder- und Jugendhilferecht – ein Kommentar aus der Sicht eines freien Trägers

AutorInnen

Sozialpädagogisches Institut (Hrsg.)

Das Sozialpädagogische Institut (SPI) gehört zum Ressort Pädagogik des SOS-Kinderdorfvereins und ist sozialwissenschaftlich und beratend tätig. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Praxisforschung und Evaluationen, Fachveranstaltungen und Fachpublikationen. Zentrale Aufgabe des Institutes ist es, die pädagogische Arbeit im SOS-Kinderdorf e.V. zu unterstützen und die Praxis der SOS-Einrichtungen im Kontext aktueller jugendhilfe- und sozialpolitischer Entwicklungen zur Diskussion zu stellen.

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