Publikationen

Migrantenkinder in der Jugendhilfe

Sozialpädagogisches Institut (Hrsg.)

2002

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Autorenband 6 der SPI-Schriftenreihe

ISSN (Print): 2569-4863

ISSN (Online): 2569-4871

Schutzgebühr: 3,50 €

Migrationserfahrungen prägen Lebenslagen und Biografien auf besondere Weise. Wie kann die Kinder- und Jugendhilfe den spezifischen Fähigkeiten von Migrantenkindern begegnen und wie können diese für die interkulturelle Arbeit nutzbar gemacht werden?

Beschreibung

Migrantenkinder und insbesondere jugendliche Migrantinnen und Migranten wurden vonseiten der Politik und der Sozialen Arbeit lange Zeit in erster Linie als Problemgruppen wahrgenommen, deren Mitglieder vielerlei Defizite aufweisen und sich vor allem durch ihr Nichtdeutschsein auszeichnen.

In einer Zeit, in der Leitlinien wie Betroffenenbeteiligung, Empowerment, Lebenswelt- und Ressourcenorientierung die Jugendhilfepraxis in zunehmendem Maße bestimmen, passt die Orientierung am Defizit nicht mehr ins Konzept, und der Blick wendet sich den Stärken, Interessen und Wünschen der Klientel zu. Dies gilt auch für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, denen aus ihren spezifischen Erfahrungen nicht nur Risiken erwachsen, sondern die zur Bewältigung ihrer schwierigen Lage auch besondere Qualitäten mitbringen oder entwickeln.

Die Auseinandersetzung mit Migrationserfahrungen, mit deren Hintergründen und den daraus resultierenden spezifischen Wissensbeständen, Fähigkeiten und Problematiken aber zwingt in besonderem Maße zu einem Nachdenken darüber, welcher Wert Kindern in einer Gesellschaft beigemessen, wie viel in eine Kultur des Aufwachsens investiert und wie viel an Gleichheit und Gerechtigkeit angestrebt wird.

Inhaltsverzeichnis

Franz Hamburger 
Migration und Jugendhilfe 


Ursula Boos-Nünning und Yasemin Karakasoglu
Partizipation und Chancengleichheit von zugewanderten Kindern und Jugendlichen in der Jugendhilfe 


Christel Sperlich 
Zu Hause – wo ist das? Kinder auf der Flucht 


Kristin Teuber 
Migrationssensibles Handeln in der Kinder- und Jugendhilfe 


Karin Haubrich und Kerstin Frank 
Schwer erreichbar? Mobile Jugendsozialarbeit für junge Migrantinnen und Migranten 

AutorInnen

Sozialpädagogisches Institut (Hrsg.)

Das Sozialpädagogische Institut (SPI) gehört zum Ressort Pädagogik des SOS-Kinderdorfvereins und ist sozialwissenschaftlich und beratend tätig. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Praxisforschung und Evaluationen, Fachveranstaltungen und Fachpublikationen. Zentrale Aufgabe des Institutes ist es, die pädagogische Arbeit im SOS-Kinderdorf e.V. zu unterstützen und die Praxis der SOS-Einrichtungen im Kontext aktueller jugendhilfe- und sozialpolitischer Entwicklungen zur Diskussion zu stellen.

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