Publikationen

Jugendämter zwischen Hilfe und Kontrolle

Sozialpädagogisches Institut (Hrsg.)

2001

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Autorenband 5 der SPI-Schriftenreihe

Sozialpädagogisches Institut (Hrsg.)

ISSN (Print): 2569-4863

ISSN (Online): 2569-4871

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Welche Aspekte gilt es konkret zu berücksichtigen bei dem Versuch, die Balance zwischen unterstützendem, schützendem und kontrollierendem Handeln in der Sozialen Arbeit neu zu justieren?

Beschreibung

Immer öfter stehen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter vor Gericht und müssen sich gegen den Vorwurf verteidigen, sie hätten nicht zum Wohl und zum Schutz des Kindes gehandelt, hätten Missstände übersehen und sich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig gemacht. Eine heftige Debatte über das Verständnis von Hilfe und Kontrolle und über die strafrechtliche Haftung ist entbrannt. Es ist ein Punkt erreicht, an dem das Gleichgewicht zwischen kontrollierendem und unterstützendem Handeln neu justiert werden muss. Besonders die Jugendämter sind davon aufgrund ihres doppelten Mandates betroffen. Sie stehen unter dem Druck, sich modernisieren zu sollen sowie effektiv und effizient, dienstleistungs- und fallorientiert arbeiten zu müssen. Dabei sehen sie sich mit einer ansteigenden Anzahl junger Menschen konfrontiert, die erzieherische Hilfen in schwierigen persönlichen oder familiären Situationen benötigen. Was den Kinderschutz und die Gefährdung des Kindeswohls angeht, operieren sie zudem in einem Feld der unklaren Rechtsbegriffe.

In dieser Situation könnte die Idee der Sozialraumorientierung Unterstützung bieten für die Entwicklung eines neuen Selbstverständnisses und den Umgang mit der Spannung zwischen fachlichen Anliegen, gesellschaftlicher Wirklichkeit und uneindeutiger Rechtslage.

Inhaltsverzeichnis

Dieter Greese 
Fachlichkeit sichern und Kinderschutz gewährleisten


Streitgespräch: Sozialpädagogische Dienstleister und/oder hoheitliche Wächter des Kindeswohls? 
Ludwig Salgo
„Helfen mit Risikominimierung" für das Kind
Thomas Mörsberger
Fragen und Erwiderungen: Was kann vom Jugendamt erwartet werden? Was hilft gefährdeten Kindern wirklich?
Ludwig Salgo
Nachtrag
Thomas Mörsberger
Nachtrag


Reinhold Schone
Familien unterstützen und Kinder schützen – Jugendämter zwischen Sozialleistung und Intervention


Johannes Münder und Barbara Mutke 
Kindeswohl zwischen Jugendhilfe und Justiz – Ergebnisse eines Forschungsprojektes 

AutorInnen

Sozialpädagogisches Institut (Hrsg.)

Das Sozialpädagogische Institut (SPI) gehört zum Ressort Pädagogik des SOS-Kinderdorfvereins und ist sozialwissenschaftlich und beratend tätig. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Praxisforschung und Evaluationen, Fachveranstaltungen und Fachpublikationen. Zentrale Aufgabe des Institutes ist es, die pädagogische Arbeit im SOS-Kinderdorf e.V. zu unterstützen und die Praxis der SOS-Einrichtungen im Kontext aktueller jugendhilfe- und sozialpolitischer Entwicklungen zur Diskussion zu stellen.

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