Publikationen

Gesundheitsförderung in der Kinder- und Jugendhilfe

Sozialpädagogisches Institut (Hrsg.)

2010

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Dokumentation 7 der SPI-Schriftenreihe

ISBN: 978-3-936085-73-0

ISSN (Online): 2569-4820

Schutzgebühr: 3,50 €

Eine gesunde Lebensführung ist immer auch verbunden mit der Fähigkeit, die eigenen Kompetenzen einsetzen und präventiv Risiken erkennen zu können.

Beschreibung

Gesundheit ist ein maßgeblicher Baustein für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Diese Entwicklung zu unterstützen, ist erste Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe. Insofern gewinnen in deren verschiedenen Arbeitsfeldern Gesundheitsförderung und gesundheitsbezogene Prävention zunehmend an Bedeutung. Die Angebote des Kinder- und Jugendhilfesystems entfalten besonders dann ihre Wirkung, wenn sie niedrigschwellig, bedarfsorientiert sowie nachhaltig arbeiten und im günstigsten Fall mit dem Gesundheitssektor verschränkt sind.

In der Dokumentation 7 werden Aspekte der Gesundheitsförderung in der Kinder- und Jugendhilfe und die Notwendigkeit der Vernetzung mit dem Gesundheitssystem dargestellt. Die SOS-Fachtagung in Berlin (November 2008) fand im Vorfeld der Veröffentlichung des Dreizehnten Kinder- und Jugendberichts statt. Dessen Kommissionsvorsitzender, Prof. Dr. Heiner Keupp, fordert in seinem Beitrag, Grenzen zwischen den Hilfesystemen zu überwinden, und stellt Theoriebausteine für ein gemeinsames Handeln von Jugend- und Gesundheitshilfe vor, wie beispielsweise das Konzept der Salutogenese oder den Capability-Ansatz. Weitere sieben Autorinnen und Autoren gehen in ihren Beiträgen auf Themen ein wie Gesundheitsförderung durch Elternbildung, in Kindertagesstätten und in den Hilfen zur Erziehung oder Soziales Kapital als Ressource im Jugendalter. Es werden gelungene Beispiele für die Zusammenarbeit der beiden Hilfesysteme beschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Heiner Keupp 
Gesundheitsförderung durch Kinder- und Jugendhilfe – zwischen Hilfe und Kontrolle 


Klaus Schäfer 
Gesundheitshilfe und Kinder- und Jugendhilfe 


Andreas Klocke 
Soziales Kapital als Ressource der Armutsbewältigung und der Gesundheitsstärkung im Jugendalter 


Hanna Permien 
Prävention und Gesundheitsförderung in den Hilfen zur Erziehung 


Nicola Gragert 
Prävention und Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten 


Sonja Bröning 
Prävention und Gesundheitsförderung durch Elternbildung 


Sarah Häseler und Stefan Bestmann 
Gesundheitsförderung in der Jugendarbeit

AutorInnen

Stefan Bestmann

Jahrgang 1965, Diplompädagoge, Europäisches Institut für Sozialforschung – Stefan Bestmann Berlin; freiberuflich tätig in der Sozial- und Gesundheitsforschung, Praxisberatung und Fortbildung, Gastprofessor für Theorien und Methoden Sozialer Arbeit an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin. (Stand der Veröffentlichung 2010)

Dr. phil. Sonja Bröning

Jahrgang 1976, Psychologin und Diplombetriebswirtin; tätig am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Deutsches Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters, zuvor langjährige Forschungstätigkeit im Bereich der Familienpsychologie. Arbeitsschwerpunkte: Präventions- und Interventionsforschung, Mediation. (Stand der Veröffentlichung 2010)

Nicola Gragert

Jahrgang 1975, Diplompädagogin, freiberufliche Trainerin und Mediatorin, zuvor wissenschaftliche Referentin am Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI), Abteilung Jugend und Jugendhilfe. Arbeitsschwerpunkte: Strukturen und Leistungen der offenen und freien Kinder- und Jugendhilfe, Aufgaben der Qualifikationsanforderungen an die Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Zusammenarbeit mit Eltern, Methoden der empirischen Sozialforschung. (Stand der Veröffentlichung 2010)

Sarah Häseler

Jahrgang 1983, Diplomsozialarbeiterin und -sozialpädagogin (FH), Erwachsenenpädagogin, M.A.; freiberuflich tätig im Bereich der Praxisforschung. Arbeitsschwerpunkte: Gesundheitsförderung, Sozialraumorientierung, bürgerschaftliches Engagement. (Stand der Veröffentlichung 2010)

Prof. Dr. phil. Heiner Keupp

Jahrgang 1943, Psychologe; von 1978 bis 2008 Professor für Sozial- und Gemeindepsychologie an der Universität München und Gastprofessor an den Universitäten in Innsbruck und Bozen; Vorsitzender der Kommission für den Dreizehnten Kinder- und Jugendbericht. Arbeitsschwerpunkte: soziale Netzwerke, gemeindenahe Versorgung, Gesundheitsförderung, Jugendforschung, individuelle und kollektive Identitäten in der Reflexiven Moderne, Bürgerschaftliches Engagement. (Stand der Veröffentlichung 2010)

Prof. Dr. phil. Andreas Klocke

Jahrgang 1958, Professor für Soziologie am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit und seit 2007 geschäftsführender Direktor des Forschungszentrums Demografischer Wandel (FZDW) an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Arbeitsschwerpunkte: Sozialstrukturanalyse, Jugend- und Familienforschung, Gesundheitssoziologie. (Stand der Veröffentlichung 2010)

Dr. phil. Hanna Permien

Jahrgang 1947, Diplompsychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI). Arbeitsschwerpunkte: Jugendhilfe- und Geschlechterforschung, Geschäftsführung des Dreizehnten Kinder- und Jugendberichts der Bundesregierung „Mehr Chancen für gesundes Aufwachsen“. (Stand der Veröffentlichung 2010)

Prof. Klaus Schäfer

Jahrgang 1945, Sozialarbeiter, Diplompädagoge, Honorarprofessor an der Universität Bielefeld, Leiter der Abteilung Kinder und Jugend im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Arbeitsschwerpunkte: Kinder- und Jugendhilfe, Kooperation Jugendhilfe und Schule, Ganztagsschulen und der Beitrag der Kinder- und Jugendhilfe, Frühe Bildung. (Stand der Veröffentlichung 2010)

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