Publikationen

Geschwisterbeziehungen in riskanten Familienkonstellationen

Ergebnisse aus entwicklungs- und familienpsychologischen Studien

Sabine Walper, Carolin Thönnissen, Eva-Verena Wendt, Bettina Bergau

2009

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Band 7 der SPI-Materialien

Sozialpädagogisches Institut (Hrsg.)

ISBN: 978-3-936085-64-8

Schutzgebühr: 12,50 €

Diese Publikation ist leider vergriffen.

Wie gehen Geschwister in stationärer Erziehungshilfe mit Trennung um? Wann ist eine gemeinsame, wann eine getrennte Unterbringung angebracht?

Beschreibung

Die Autorinnen diskutieren aus familiensystemischer, bindungstheoretischer und struktureller Sicht die Bedeutung von Geschwisterbeziehungen in verschiedenen Familienformen. Dabei richten sie ihren Blick insbesondere auf riskante Familienkonstellationen und auf die Folgen der Trennung von Kindern im Kontext der Fremdunterbringung. Da in Deutschland nur wenige Studien zur Geschwisterforschung vorliegen, werden zudem wichtige Anregungen für zukünftige Forschungsvorhaben geliefert.

Materialien 7 ist der erste Band einer Themenreihe, in der sukzessiv die Ergebnisse des internationalen Forschungsprojekts "Geschwister in der stationären Erziehungshilfe" veröffentlicht werden, zum Teil auch in englischer Übersetzung.

Inhaltsverzeichnis

Ausgangspunkt: Lückenhafte Geschwisterforschung und Anliegen der Expertise
   
Geschwisterbeziehungen theoretische Perspektiven und empirische Fokussierungen

  • Geschwisterbeziehungen aus systemischer Sicht
  • Rollen und Funktionen von Geschwistern
  • Geschwister als Bezugspersonen aus Sicht der Bindungsforschung
  • Dimensionen der Geschwisterbeziehung
  • Geschwisterbeziehungen im Lebensverlauf

Einflussfaktoren auf Geschwisterbeziehungen

  • Strukturelle Merkmale der Geschwisterkonstellation
  • Zusammenhänge im familialen Netzwerk Kongruenz, Kompensation und Bevorzugung

Die Rolle von Geschwisterbeziehungen in riskanten Familienkonstellationen

  • Riskante Familienstrukturen
  • Riskante Familiendynamiken
  • Gemeinsam oder getrennt platzieren? Geschwister in der Fremdunterbringung
  • Die Rolle von Geschwisterbeziehungen in Sorgerechtsfragen bei Trennungs- und Scheidungsverfahren

Fazit und Ausblick

  • Chancen und Risiken für und in Geschwisterbeziehungen
  • Stationäre Hilfen zur Erziehung: Geschwisterbeziehungen in familienähnlicher Betreuung
  • Einordnung der Befunde und künftige Forschung
AutorInnen

Prof. Dr. phil. Sabine Walper

Jahrgang 1956, Diplompsychologin, Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut (DJI) und Professorin für Jugend- und Familienforschung an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Arbeitsschwerpunkte: Familien- und Jugendforschung, vor allem Forschung zu Auswirkungen von Scheidung und neuen Partnerschaften auf Kinder, zu Einflüssen von Armut auf das Familienleben und Entwicklungschancen von Kindern; Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates für Familienfragen des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend sowie Mitherausgeberin der Zeitschriften „Psychologie in Erziehung und Unterricht“ sowie „Soziologie der Erziehung und Sozialisation“. (Stand der Veröffentlichung 2012)

Dr. phil. Carolin Thönnissen

Jahrgang 1981, Erziehungswissenschaftlerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt Beziehungs- und Familienpanel (pairfam) an der Fakultät für Psychologie und Pädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität München. Forschungsschwerpunkte: Jugendalter und junges Erwachsenenalter, Beziehung zur Herkunftsfamilie, Eltern-Kind-Beziehungen, Erziehung. (Stand der Veröffentlichung 2016)

Dr. phil. Eva-Verena Wendt

Jahrgang 1977, Diplompsychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Beziehungs- und Familienentwicklungspanel (PAIRFAM) an der Fakultät für Psychologie und Pädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität München. Forschungsschwerpunkte: Familienbeziehungen in Kern-, Trennungs- und Konfliktfamilien, Entwicklungsbesonderheiten in der Adoleszenz, Partnerschaftsgestaltung und Sexualität in jungen Paarbeziehungen. (Stand der Veröffentlichung 2009)

Bettina Bergau

Jahrgang 1981, Diplompsychologin, psychologische Sachverständige für Familienrechtsfragen, Doktorandin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Arbeitsschwerpunkte: psychologische Begutachtung in familiengerichtlichen Fragestellungen und Forschung zu lösungsorientierter Begutachtung im familiengerichtlichen Verfahren. (Stand der Veröffentlichung 2009)

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