Publikationen

Geschwister im Blick

Mit komplexen Beziehungen umgehen

Christian Schrapper, Michaela Hinterwälder

2019

neu
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Band 13 der SPI-Materialien

Sozialpädagogisches Institut (Hrsg.)

ISBN: 978-3-936085-84-6

ISSN (Online): 2568-9738

Schutzgebühr: 17,50 €

Der vorliegende Band dokumentiert ein Praxisforschungsprojekt zum Fallverstehen von Geschwisterbeziehungen. Fachkräften bietet er ein Set an Methoden und Instrumenten zu sozialpädagogisch-diagnostischen Arbeitsweisen.


Beschreibung

Geschwisterbeziehungen einschätzen und verstehen

Ziel des Praxisforschungsprojektes war die Entwicklung und Erprobung eines Verfahrens, das ermöglicht, Geschwisterbeziehungen individuell einzuschätzen. Denn was fremduntergebrachte Kinder und Jugendliche einander als Geschwister bedeuten, ist in der Jugendhilfe systematisch nicht im Blick. Familiale Zusammenhänge werden am Rande festgehalten, der Fokus liegt auf dem Einzelfall. Ohne ein Verstehen der bisherigen Lebensgeschichte, der prägenden Erfahrungen von jungen Menschen kann eine stationäre Hilfe zur Erziehung jedoch kaum gelingen.

Wissen erweitern und Handeln absichern

Die vorliegende Studie dokumentiert die fruchtbare Zusammenarbeit von Forschung und Praxis. In der ersten Projektphase wurden vier komplexe Geschwistergeschichten analysiert und in der zweiten Phase fallverstehende und sozialpädagogisch-diagnostische Arbeitsweisen erprobt. Die Fallkonsultationen veranschaulichen, wie Fachkräfte den Wechselwirkungen von Familien-, Lebens- und Hilfegeschichte auf die Spur kommen können. Das Fazit der Praxis: Ein umfassender Blick auf Geschwisterkinder und ihre Beziehungen führt zu Entlastung und mehr Handlungssicherheit für die Fachkräfte. 

AutorInnen

Prof. Dr. phil. Christian Schrapper

Jahrgang 1952, Sozialarbeiter (grad.), Diplompädagoge, seit 1998 Professor für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik an der Universität Koblenz-Landau in Koblenz. Arbeitsschwerpunkte: Geschichte, Theorie und Methoden Sozialer Arbeit, insbesondere der Kinder- und Jugendhilfe. (Stand der Veröffentlichung 2013)

Michaela Hinterwälder

Jahrgang 1969, Diplompädagogin, Erzieherin, von 2007 bis 2011 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Pädagogik, Arbeitsbereich Sozialpädagogik, an der Universität Koblenz-Landau; seit November 2011 Referentin in der Abteilung Kindertageseinrichtungen beim Caritasverband für die Diözese Trier e.V. Arbeitsschwerpunkte: Kinder- und Jugendhilfe, Kinderschutz, Geschwisterforschung, Sozialpädagogische Diagnostik und Fallverstehen. (Stand der Veröffentlichung 2013)