Publikationen

Fertig sein mit 18?

Sozialpädagogisches Institut (Hrsg.)

2011

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Dokumentation 8 der SPI-Schriftenreihe

ISBN: 978-3-936085-76-1

ISSN (Online): 2569-4820

Schutzgebühr: 3,50 €

Die Bedingungen der Lebenslage Jugend haben sich deutlich geändert. Welche Unterstützung benötigen benachteiligte Jugendliche heute, um ihren Platz in der Gesellschaft finden zu können und bessere Chancen beim Übergang ins Erwachsenenleben zu haben?

Beschreibung

Jugend bedeutet heutzutage etwas gänzlich anderes als noch in den vergangenen Jahrzehnten, und junge Erwachsene stehen nicht nur in Hinblick auf die Übergänge in das Erwerbsleben vor völlig neuen Anforderungen und Herausforderungen. Auch die Rahmenbedingungen des Erwachsenwerdens haben sich verändert: Entgrenzung und perspektivische Unvorhersehbarkeit kennzeichnen die Lebenslage Jugend mittlerweile deutlich stärker als etwa die Vorfreude Jugendlicher auf Selbstständigkeit und „Freiheit" nach der Vollendung des achtzehnten Lebensjahres.Was aber macht die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen und Anforderungen des Erwachsenwerdens für junge Menschen konkret aus? Wie kann die Jugend(hilfe)politik der im Wandel befindlichen Lebenslage junger Menschen und sich immer schneller verändernden Bedingungen Heranwachsender begegnen? Und wird die Kinder- und Jugendhilfe als Feld des Bildungs-, Sozial- und Erziehungswesens ihrem Auftrag, benachteiligte Jugendliche im Übergang in die Selbstständigkeit zu unterstützen, gerecht oder ist Volljährigkeit mittlerweile zur finalen Zäsur bei der Bereitstellung und Inanspruchnahme von Hilfen geworden? Erleben junge Erwachsene im Rückblick die Erziehungshilfen als Beitrag zu einer Erziehung zur Selbstständigkeit? Und können Selbstwirksamkeit, Resilienz und Identitätsentwicklung vonseiten der Kinder- und Jugendhilfe gezielt gefördert werden? 

Anhand dieser Fragestellungen erläutern acht Autoren aktuelle Aspekte der Lebenslage Jugend und des Erwachsenwerdens im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe aus jeweils unterschiedlichen Perspektiven. Der Band dokumentiert die SOS-Fachtagung „Jugendhilfe und Gesundheitshilfe" (November 2008 in Berlin).

Inhaltsverzeichnis

Wolfgang Schröer 
Sich an der Lebenslage Jugend orientieren! Ein Aufruf an die Kinder- und Jugendhilfe, die Entgrenzung von Jugend wahrzunehmen 


Jens Pothmann 
Auf dem Abstellgleis? Jugendliche und junge Erwachsene in der Kinder- und Jugendhilfe – ein Blick in den Zahlenspiegel 


Wolfgang Trede 
Praxissicht eines öffentlichen Jugendhilfeträgers 


Wolfgang Graßl 
Praxissicht eines freien Jugendhilfeträgers 


Nicole Rosenbauer 
Selbstständigkeit als Ziel?! Jugendliche und junge Volljährige in den Hilfen zur Erziehung 


Dirk Nüsken 
Helfen Hilfen für junge Volljährige? Bewertungen aus Nutzersicht 


Florian Straus 
Handlungsbefähigung als Konzept zur Stärkung junger Menschen 


Manuela du Bois-Reymond 
Erwachsenwerden bedeutet Lernen

AutorInnen

Prof. em. Manuela du Bois-Reymond

Jahrgang 1940, emeritierte Professorin für Pädagogik und Jugendsoziologie, Universität Leiden/Niederlande. Arbeitsschwerpunkte: Jugendforschung im europäischen Vergleich mit Schwerpunkt Übergangsforschung und neue Lernformen. (Stand der Veröffentlichung 2011)

Wolfgang Graßl

Jahrgang 1956, Diplompädagoge, Diplomsozialpädagoge (FH), Systemischer Familientherapeut; seit 1989 Referent und seit 2005 Abteilungsleiter im Geschäftsbereich Personal und Pädagogik des SOS-Kinderdorf e.V. Arbeitsschwerpunkte: Steuerung und Planung von SOS-Einrichtungen in personeller, konzeptioneller und angebotsbezogener Hinsicht sowie die qualitative Weiterentwicklung insbesondere der familienanalogen Betreuungssettings. (Stand der Veröffentlichung 2011)

Prof. Dr. Dirk Nüsken

Jahrgang 1970, Professor für Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum. Arbeitsschwerpunkte: Kinder- und Jugendhilfe, Hilfen zur Erziehung, Kinderschutz und Frühe Hilfen, Evaluation, Praxisforschung und Praxisentwicklung. (Stand der Veröffentlichung 2011)

Dr. phil. Jens Pothmann

Jahrgang 1971, Diplompädagoge; wissenschaftlicher Mitarbeiter der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik im Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut e.V./Technische Universität Dortmund. Arbeitsschwerpunkte: Kinder- und Jugendhilfe und ihre Arbeitsfelder; Jugendamt und Soziale Dienste; Berichtswesen und Sozialberichterstattung; Kennzahlen und Indikatoren. (Stand der Veröffentlichung 2012)

Dr. phil. Nicole Rosenbauer

Jahrgang 1975, Diplompädagogin, wissenschaftliche Referentin bei der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) für die Arbeitsgruppe I „Prävention – Intervention – Information“ des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“; zuvor wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialpädagogik, Erwachsenenbildung und Pädagogik der frühen Kindheit (ISEP) der Technischen Universität Dortmund. Arbeitsschwerpunkte: Kinder- und Jugendhilfeforschung, Organisationen Sozialer Arbeit, Hilfen zur Erziehung. (Stand der Veröffentlichung 2011)

Prof. Dr. phil. Wolfgang Schröer

Jahrgang 1967, Diplompädagoge, Hochschullehrer für Sozialpädagogik am Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim. Arbeitsschwerpunkte: Theorie und Geschichte der Sozialpädagogik und Sozialpolitik, Kinder- und Jugendhilfe, Transnationale soziale Unterstützung. (Stand der Veröffentlichung 2011)

Dr. phil. Florian Straus

Jahrgang 1952, Studium der Soziologie, Psychologie und Philosophie in München; Geschäftsführer des Instituts für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) München, von 1989 bis 2009 Mitglied der Sonderforschungsbereiche 333 und 536 an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Arbeitsschwerpunkte: Netzwerkanalysen, Handlungstheorie, Identitätsforschung, Arbeitsmarktforschung, Missbrauch in Institutionen. (Stand der Veröffentlichung 2017)

Wolfgang Trede

Jahrgang 1956, Diplompädagoge, Leiter des Amtes für Jugend und Bildung des Landkreises Böblingen. Arbeitsschwerpunkte: Frühe Hilfen und Kinderschutz, Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe (Wirkungsorientierung), regionales Übergangsmanagement sowie kommunale Bildungslandschaften. (Stand der Veröffentlichung 2011)

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