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SOS Saarbrücken 2013-5958_kl
Gut und sicher handeln im Kinderschutz

Unterstützung für Mitarbeiter

Beim Kinderschutz sind neben dem Fachwissen die Sensibilität und die Haltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von wesentlicher Bedeutung: Fachkräfte, die mit hochbelasteten Familien arbeiten, müssen sehr reflektiert sein und achtsam mit den Familien, mit Kolleginnen und Kollegen und mit ihren eigenen Grenzen umgehen. Pädagogische Fachkräfte brauchen darüber hinaus Sicherheit in der Gefährdungseinschätzung und in ihrem Verhalten gegenüber Eltern, die das Wohlergehen ihrer Kinder nicht gewährleisten können. Dazu gehört die Fähigkeit, Eltern auch dann mit Respekt zu begegnen, wenn diese ihre Kinder misshandeln oder vernachlässigen, ihnen gleichzeitig aber ganz deutlich zu machen, dass ihre Handlungen nicht akzeptiert werden und sich nicht wiederholen dürfen.

Kinderschutz_Haltungen

Kollegiale Beratung, Supervision und Fortbildungen

Der SOS-Kinderdorfverein unterstützt seine Fachkräfte in diesem anspruchsvollen Arbeitsfeld durch regelmäßige kollegiale Beratung, Supervision und Fortbildungen. Ziel des Vereins ist es, im stationären ebenso wie im ambulanten Bereich eine Kultur der Achtsamkeit und Grenzwahrung zu entwickeln. Dazu zählt auch, die Pädagoginnen und Pädagogen darin zu stärken, offen und konstruktiv mit Fehlern umzugehen.

Unterstützung durch die Führungskräfte

Wichtig ist ein Verständnis der Führungskräfte dafür, wie belastend diese Arbeit für die Fachkräfte ist. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen regelmäßig Rückmeldung dazu, dass ihr Handeln wertvoll ist und gewürdigt wird. Entlastend wirkt ein "offenes Ohr" der Vorgesetzten und die Vermittlung von Vertrauen. Um Überlastungssituationen zu minimieren, stellen die Führungskräfte sicher, dass es für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausreichende Erholungsphasen gibt: Erholungsurlaub und geregelte Arbeitszeiten.

Kultur der Achtsamkeit und Grenzwahrung

Grundlage der Arbeit des SOS-Kinderdorfvereins ist eine „Kultur der Achtsamkeit und Grenzwahrung“, in der ein Klima der Offenheit, der fachlichen Diskussion und der konstruktiven Konfliktlösung herrscht. In einer Kultur der Achtsamkeit ist den Mitarbeitenden bewusst, dass trotz aller Bemühungen Probleme und Fehlverhalten auftreten können. Diese werden nicht verdrängt, sondern bewusst wahrgenommen. Der Sachverhalt wird gemeinsam geklärt und es wird eine Lösung im Interesse des Wohls der Schutzbefohlenen gesucht. Es werden Maßnahmen vereinbart, um dieselben Fehler zukünftig zu vermeiden.

Verbindliche Verfahrenswege

Kein Schutzkonzept kann Grenzüberschreitungen in Institutionen generell verhindern. Daher sind Verfahrensrichtlinien zum fachlich angemessenen Umgang mit Grenzüberschreitungen notwendig, um den entstandenen Schaden für die Betroffenen so gering wie möglich zu halten, sie zu unterstützen und die Präventionsmaßnahmen zu verbessern.

Ziel unserer Leitlinie mit Handlungsanweisungen Verbindliche Verfahrenswege bei Grenzüberschreitungen ist es, für alle Mitarbeitenden im SOS-Kinderdorfverein eine möglichst große Verfahrensklarheit und Handlungssicherheit zu erreichen.