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Befähigung

Befähigung junger Menschen bei SOS-Kinderdorf

„Wer seine Fähigkeiten gut einschätzen sowie Ressourcen erkennen und nutzen kann, der kommt eher mit widersprüchlichen Anforderungen im Alltag zurecht. Wir unterstützen Kinder und Jugendliche, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und es nach ihren Vorstellungen mitzugestalten. Handlungsbefähigung sehen wir als die zentrale Größe für eine eigenständige Lebensführung.“

SOS-Kinderdorf e.V.

Seit Jahrzehnten gestaltet der SOS-Kinderdorf e.V. Orte des Aufwachsens sowie Lern- und Entwicklungsräume für Mädchen und Jungen, die unter erschwerten Lebensbedingungen groß werden. Ziel ist es, dass sich Kinder und Jugendliche in den SOS-Einrichtungen geschützt, angenommen und zugehörig fühlen. Junge Menschen sollen befähigt werden, schrittweise die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. 

Doch was genau macht diese Fähigkeit zum eigenverantwortlichen Handeln – die „Handlungsbefähigung“ – aus? Was brauchen junge Menschen, damit sie ihr Leben in die Hand nehmen, Herausforderungen bewältigen und die Chancen, die sich ihnen bieten, auch tatsächlich ergreifen können?

Unter Handlungsbefähigung verstehen wir nicht allein bestimmte Einzelkompetenzen, die in verschiedenen Lebenslagen hilfreich sind. Vielmehr lässt sie sich als eine „übergeordnete personale Ressource“ verstehen, die Menschen in die Lage versetzt, ihre eigenen Fähigkeiten angemessen einzuschätzen, Chancen zu erkennen und im passenden Moment zu nutzen. Dazu gehört auch, Spannungen und Widersprüche aushalten und handhaben zu können und sich von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen. Wesentlich ist also ein umfassendes Gefühl von Zuversicht und Vertrauen ins Leben und in die eigenen Möglichkeiten. Dieses Gefühl der Zuversicht setzt sich aus sechs Aspekten zusammen, die sich wie folgt beschreiben lassen: 

Sinnhaftigkeit

„Anforderungen, die an mich gestellt werden, nehme ich als sinnvolle Herausforderung wahr, für die sich Anstrengungen und Engagement lohnen.“

Verstehbarkeit

„Ich empfinde die Dinge, die mir zustoßen, als strukturiert, erklärbar und verstehbar.“

Handhabbarkeit

„Ich verfüge über Ressourcen, die mich in die Lage versetzen, Dinge aktiv zu beeinflussen. Unerwartete Herausforderungen und Probleme kann ich aus eigener Kraft meistern.“

Perspektivität/Interesse

„Ich kann Situationen aus verschiedenen Perspektiven betrachten und bin vielseitig interessiert.“

Optimismus/sich selbst mögen

„Ich mag mich selbst und kann optimistisch nach vorne schauen.“

Soziale Zugehörigkeit

„Ich bin Teil eines tragfähigen sozialen Netzwerks. Es gibt Menschen, die mich nicht enttäuschen und bei denen ich mir Hilfe holen kann.“

All diese Aspekte machen in ihrer Gesamtheit eine der personalen Ressourcen aus, die junge Menschen zu einer eigenständigen Lebensführung befähigen. Für die Forschung haben wir diese Ressource als Handlungsbefähigung theoretisch gefasst. Die Annahme ist dabei: Je stärker die Handlungsbefähigung eines Menschen ausgeprägt ist, desto besser gelingt es ihm, die Herausforderungen des Lebens anzunehmen und zu meistern.

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