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[---Image_alt---] 10 Stageteaser: Rechte von geflüchteten Kindern in Zeiten von Corona
Kinder brauchen besonderen Schutz

Rechte von geflüchteten Kindern in Zeiten von Corona

Geflüchtete Kinder und Jugendliche sind – wie die meisten anderen jungen Menschen auch – von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie stark betroffen. So ist z.B. ihr Recht auf Bildung, ihr Recht auf Spiel, Freizeit und Erholung sowie ihr Recht auf Schutz davon berührt. Selbstverständlich gelten die Kinderrechte auch für geflüchtete Kinder jederzeit und uneingeschränkt. Luise Pfütze, Referentin für Advocacy bei SOS-Kinderdorf, setzt sich dafür ein, dass diese auch gewahrt werden.

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Aufgrund ihrer Lebensumstände, etwa in Gemeinschaftsunterkünften, sind geflüchtete Kinder und Jugendliche besonders verletzlich – für ihren Schutz ist gerade jetzt ausdrücklich zu sorgen. In den Großeinrichtungen lassen sich die derzeit erforderlichen Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen kaum einhalten. Damit sind junge Geflüchtete einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt – bei einer schlechteren medizinischen Versorgung als sonst üblich. Die beengten Wohnverhältnisse bergen ein erhebliches Konfliktpotenzial, das auch zu Gewalt gegenüber Kindern und innerhalb der Familie führen kann. Das Recht auf Schutz der jungen Geflüchteten kann unter diesen Umständen nicht angemessen gewährt werden. Daher sollten insbesondere Familien mit Kindern schnellstmöglich außerhalb der Massenunterkünfte und dezentral untergebracht werden.

Der Zugang zum Bildungssystem ist für geflüchtete Kinder und Jugendliche in prekären Lebenssituationen deutlich erschwert, sie sind in ihren Bildungschancen benachteiligt. Diese Situation verschärft sich unter den aktuellen Bedingungen erheblich: Vielen fehlen nicht nur die technischen Voraussetzungen, sondern auch die nötige Unterstützung bei der Vermittlung des Unterrichtsstoffs im „Home-Schooling“.

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Für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ist gerade in der Corona-Krise der Kontakt zu Vertrauenspersonen besonders wichtig. Auch wenn die persönlichen Kontaktmöglichkeiten eingeschränkt sind, brauchen sie weiterhin den Kontakt zu ihren Vormündern, ob telefonisch, per Chat und Videokommunikation – oder wenn möglich persönlich unter Einhaltung der Abstandsregelungen.

Neben der Umsetzung der Rechte von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist es dringend erforderlich, der akut kindeswohlgefährdenden und kinderrechtswidrigen Situation von jungen Menschen in den griechischen Flüchtlingslagern abzuhelfen. Wir müssen dafür sorgen, dass sie zügig evakuiert werden. In Deutschland haben sich bereits mehrere Bundesländer und Kommunen zur Aufnahme von unbegleiteten Minderjährigen bereit erklärt. Und freie Jugendhilfeträger – darunter auch SOS-Kinderdorf – haben ihre Bereitschaft zur Betreuung dieser jungen Menschen signalisiert. Aus Kinderrechts- wie aus humanitären Gründen darf es allerdings nicht dabei bleiben, dass lediglich 50 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufgenommen werden, wie derzeit angekündigt.

Luise Pfütze, Referentin für Advocacy bei SOS-Kinderdorf und Vorstandsmitglied der National Coalition zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention 

Ihre Ansprechpartnerinnen

Bei Fragen zum Umgang mit dem Coronavirus beim SOS-Kinderdorf e.V. und zu den besonderen Herausforderungen, die sich für die Jugendhilfe aktuell stellen, wenden Sie sich gerne an:

SOS-Kinderdorf e.V.
Ressort Pädagogik

Ilona Fuchs
Leiterin Referat Angebots- und Qualitätsentwicklung

ilona.fuchs@sos-kinderdorf.de

Dr. Kristin Teuber
Leiterin Sozialpädagogisches Institut (SPI)

kristin.teuber@sos-kinderdorf.de

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