Ambulante Flexible Hilfen

Familien, Kinder und Jugendliche in ihrer Lebenswelt erreichen

Angebote der Ambulanten Flexiblen Hilfen richten sich an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die Unterstützung in der individuellen Entwicklung benötigen; Eltern werden bei der Erziehung unterstützt. Die Angebotsvielfalt der Ambulanten Hilfen spiegelt dabei die Vielfalt familiärer Lebenslagen und Bedarfe der Adressat*innen wider. Für all diese Angebote gilt die im SOS-Leitbild verankerte Grundannahme, dass jeder Mensch Expert*in für die eigenen Lebensumstände ist und eine Unterstützung insbesondere dann gelingt, wenn der Hilfe ein gemeinsames Verständnis über das Ziel zugrunde liegt.

Fokus: Ressourcenaktivierung

In allen Angeboten der Ambulanten Flexiblen Hilfen stehen die Stärkung und Aktivierung der Ressourcen und der individuellen Fähigkeiten der Einzelnen im Fokus. Im Sinne des Grundsatzes „Hilfe zur Selbsthilfe“ sollen die Kinder, Jugendlichen und ihre Eltern im Unterstützungsprozess dazu befähigt werden, ihre eigenen Lösungen zu entwickeln und dadurch Selbstwirksamkeit zu erleben. Die Stärkung ihrer Selbsthilfekräfte trägt dazu bei, die individuelle bzw. familiäre Situation nachhaltig zu verbessern.

Erziehungskompetenz

Ziel ist es, die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz und bei der Bewältigung von Alltagsproblemen und Konflikten zu stärken.

Persönlichkeitsentwicklung

Kinder und Jugendliche sollen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gefördert und junge Volljährige im Prozess der Verselbstständigung unterstützt werden.

Gesundes Aufwachsen

Durch eine dauerhafte Verbesserung der Lebens- und Erziehungsbedingungen in den Familien möchten wir zu einem gesunden Aufwachsen der jungen Menschen beitragen.
Die Umsetzung und Ausgestaltung der Angebote basiert auf den pädagogischen Handlungsprinzipien von SOS-Kinderdorf: Neben der Befähigung der Kinder, Jugendlichen und Familien zählen die Beteiligung der Adressat*innen und die Gestaltung verlässlicher Beziehungen zu den Grundprinzipien der pädagogischen Arbeit.

Rechtsgrundlage

Ambulante flexible Hilfen werden auf Grundlage des § 27 SGB VIII in Verbindung mit den §§ 29, 30, 31, 34 (Betreutes Wohnen), 35 (amb.), 35a (amb.) und 41 SGB VIII sowie gemäß §18 Abs. 3 SGB VIII gewährt. Sie werden in der Regel über Fachleistungsstunden finanziert. Art und Umfang der Hilfe wird in einem Hilfeplanverfahren mit den Kostenträgern vereinbart und festgelegt. Gem. §77 SGB VIII sind Vereinbarungen über Kostenübernahme und Qualitätsentwicklung bei ambulanten Leistungen mit dem Kostenträger anzustreben.

Ambulante Flexible Hilfen – aktuelle Zahlen

SOS-Kinderdorf e.V. unterhält bundesweit zahlreiche ambulante Angebote. Rund 2.521 Menschen werden jährlich in 33 Einrichtungen mit Ambulanten Flexiblen Hilfen unterstützt, darunter ca.: 

Kinder und Jugendliche

junge Volljährige

Erwachsene und Familien 

Passgenaue Hilfen

Die Angebote der Ambulanten Flexiblen Hilfen sind passgenau auf die Belange der Kinder, Jugendlichen und Familien abgestimmt. Durch die Angebotsvielfalt von SOS-Kinderdorf und die enge trägerinterne Vernetzung ist die individuelle Ausrichtung der Angebote in besonderer Weise möglich. Dadurch sind beispielsweise fließende Übergänge von einer
stationären Betreuung
in eine ambulante flexible Hilfe möglich – oder die Verzahnung eines Angebots der ambulanten flexiblen Hilfen mit einer niedrigschwelligen Unterstützung durch offene Angebote. Im Mittelpunkt stehen stets die individuellen Bedarfe der Adressat*innen.

Professionalität als Qualitätsmerkmal

Die bestmögliche Unterstützung und Begleitung der Kinder, Jugendlichen und Familien sicherzustellen, ist der fachliche Anspruch aller Mitarbeitenden des Vereins. Dies setzt eine wertschätzende und tolerante Grundhaltung der pädagogischen Fachkräfte gegenüber den unterschiedlichen Lebensentwürfen und Wertvorstellungen voraus, denen sie im Rahmen ihrer Arbeit mit den Familien begegnen. Insbesondere die Hilfen, die in den Familien stattfinden und damit in der persönlichen Lebenswelt der Adressat*innen, erfordern von den Fachkräften größtmögliche Sensibilität. Durch kontinuierliche Fortbildungsangebote, Fallberatung, Supervision und kollegialen Austausch haben die Pädagog*innen die Möglichkeit, ihr Handeln fortlaufend zu reflektieren und sich fachlich weiterzuentwickeln.

Ihre Ansprechpartnerinnen

Die Kolleginnen im Sekretariat kümmern sich gerne um Ihr Anliegen oder leiten Ihre Anfrage weiter.
SOS-Kinderdorf e.V.
Ressort Pädagogik
Referat Angebots- und Qualitätsentwicklung
info.aq@sos-kinderdorf.de
Postanschrift
Renatastr. 77
80639 München