Sinans Weg in eine bessere Zukunft

Sinan auf einem Spielplatz

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Wenn Sinan lacht, blitzen seine blauen Augen. Und Sinan lacht viel. Wer den sympathischen 27-jährigen heute erlebt, kann sich kaum vorstellen, wie hart sein Start ins Leben war.

Als Baby wäre er fast verhungert. Seine Eltern kümmerten sich nicht um ihn, misshandelten seine älteren Geschwister. Nur seinem damals fünfjährigen Bruder ist es zu verdanken, dass Sinan nicht verdurstete. Als das Jugendamt die Geschwister aus der Familie holte, fanden sie katastrophale Zustände vor: Die Kinder waren völlig verwahrlost, verlaust, verängstigt. Die Bettchen: Angenagt vor Hunger.

Sinan beim Füttern einer Ziege Bild vergrößern

Auch heute kommt Sinan noch oft in das Kinderdorf Pfalz zurück. Als zwei neue Familien im SOS-Kinderdorf eröffnet wurden, half Sinan in der schwierigen Eingewöhnungsphase mit.

Die drei Geschwister hatten Glück: Sie bekamen einen Platz im SOS-Kinderdorf Pfalz, in der Kinderdorffamilie von Elisabeth Jansen. Die hätte eigentlich nur noch Platz für zwei weitere Kinder gehabt, doch für Jansen war sofort klar: „Es geht nicht, dass die drei auseinander gerissen werden! Entweder ich nehme alle oder keinen.“ Dank SOS und des Einsatzes von Elisabeth Jansen hatten Sinan und seine Geschwister die Chance, gemeinsam aufzuwachsen.

Die erste Zeit war schwer für alle: Der kleine Sinan schrie die Nächte durch, sein Bruder versteckte sich die meiste Zeit hinter dem Sofa oder Vorhängen, wollte sich unsichtbar machen. Auch die Schwester: völlig verschüchtert. „Bei den beiden Großen hat es lange gedauert, bis sie irgendwann Vertrauen gefasst haben“, erinnert sich Elisabeth Jansen. „Sinan war ja noch ein Baby, der konnte sich an all das Schlimme nicht so erinnern. Das hat ihm vieles leichter gemacht…“

Nach und nach öffneten sich die Kinder. Seit er sprechen konnte, war für Sinan klar: Elisabeth Jansen, das war „Mama“. Sie spendete Trost bei aufgeschlagenen Knien und ermutigte jeden ihrer Schützlinge, seine Stärken zu entdecken. „Selbstbewusstsein entwickeln“, betont Jansen, „das ist so wichtig für die Kinder!“

Sinan und seine Kinderdorfmutter Elisabeth Jansen Bild vergrößern

Sinan mit Kinderdorfmutter Elisabeth Jansen, die Sinan nach seiner Volljährigkeit adoptierte.

Sie förderte bei Sinan und seinen Geschwistern erstaunliche Talente zutage: Sinan etwa erwies sich als begnadeter Tänzer, wurde Vize Deutscher Meister im Standard- und Lateintanz. Seine Schwester wurde Pfalzmeisterin im 800-Meter-Lauf, der Bruder Pfalzmeister im Hochsprung. Dafür, dass sie immer an ihn geglaubt hat, ist Sinan ihr heute noch dankbar. „Von Anfang an hat Mama uns gezeigt: Es gibt Durststrecken, aber dann kommen auch wieder bessere Zeiten. Dieses Wissen hat mir schon so oft geholfen im Leben!“

Toben, Lachen, Verstecken spielen auf dem Spielplatz und im nahe gelegenen Wald – Sinan erlebte im SOS-Kinderdorf eine behütete, glückliche Kindheit. Er liebte es, Freunde mit ins Dorf zu bringen, ihnen sein Reich zu zeigen. „Die meisten hatten ja maximal zwei Geschwister. Und dann kamen die hierher, und plötzlich waren da 50, 60 Kinder! Es war immer was los. Für meine Freunde war das der ‚Abenteuerspielplatz Kinderdorf‘. Und ich war immer stolz darauf, hier aufwachsen zu dürfen.“

Sinan und sein Mann Bild vergrößern

Sinan hat nach seinem Abitur studiert und arbeitet nun als Sozialarbeiter. Zusammen mit seinem Mann wohnt er im eigenen Heim.

Die Bindung zwischen Sinan und seiner Kinderdorfmutter war innig. So innig, dass irgendwann das Thema „Adoption“ zur Sprache kam: Als Sinan volljährig war, entschieden er und Elisabeth Jansen gemeinsam, dass sie auch rechtlich Mutter und Sohn sein wollten, mit allen Rechten und Pflichten. „Mir war es wichtig, ihren Nachnamen zu haben, als Zeichen, dass wir eine Familie sind“, sagt Sinan heute. Zum Zeichen seiner Verbundenheit machte er seiner Mutter ein ganz besonderes Geschenk: Er fragte sie, welchen Namen sie einem leiblichen Kind gegeben hätte. In seinem Pass steht seitdem sein neuer Name: Matthias Sinan Jansen. „Als ich den in den Händen hielt, dachte ich: Das bin ich. Und das fühlt sich gut an.“

1. Starke Bindung auch nach der Zeit im SOS-Kinderdorf:

„Dieser Kontakt auch über die SOS-Zeit hinaus ist von uns sehr erwünscht“, sagt Einrichtungsleiterin Irene Jennes. Sie weiß: Die Kinder und späteren Erwachsenen haben meist keinen anderen Familienanschluss. Und die Kinderdorfmütter fühlen sich natürlich als Mütter.
„Es ist wie in jeder anderen Familie: Die Kinder kommen wieder, wenn sie auf etwas stolz sind, wenn sie eine Freundin oder einen Freund haben, wenn sie selber Kinder bekommen oder einfach, um die Katze mal abzugeben, wenn sie in den Urlaub fahren.“ Die starke Bindung zwischen SOS-Kinderdorf und den ehemaligen Bewohnern kann so auch zu weiteren glücklichen Fügungen führen. Irene Jennes: „Die Freundin eines unserer ehemaligen SOS-Bewohner ist recht früh mit Anfang 20 Mutter geworden und konnte dann bei uns als Haushaltshilfe ins Berufsleben starten.“
Aber auch die Ursprungsfamilien haben im SOS-Kinderdorf Pfalz einen wichtigen Stellenwert. „Wir nehmen Rücksicht auf die Wünsche der Familienangehörigen“, sagt Irene Jennes. „Sie sollen sich nicht außen vor gelassen fühlen. Wir möchten ihnen in erster Linie das Gefühl geben, dass sie die richtige Entscheidung für ihr Kind getroffen haben. Dass sie verantwortlich gehandelt haben.“

2. Kindern in Not helfen – Harald Nikutta kann sich nichts Sinnvolleres vorstellen

Seit 20 Jahren spendet der vierfache Familienvater aus Schloßborn bei Frankfurt bereits für SOS-Kinderdorf. Auch das SOS-Kinderdorf Pfalz in Eisenberg hat er schon besucht und unterstützt.

Warum spenden Sie ausgerechnet für SOS-Kinderdorf?

Ich war schon immer beeindruckt davon, dass SOS-Kinderdorf alleingelassenen Kindern ein Zuhause und ein Familienleben bieten kann. Ich habe selbst vier Kinder und wünsche jedem Kind, ein solches Familienleben selbst kennenlernen zu dürfen.

Sie haben auch schon für das SOS-Kinderdorf Pfalz gespendet. Warum haben Sie sich für diese Einrichtung entschieden?

Bei jeder Spende ist es mir wichtig, dass auch meine Kinder mitentscheiden können. Ich finde es sinnvoll, dass sie sich damit auseinandersetzen, dass es nicht jedem Kind gleich gut geht und dass viele Kinder nicht mit ihrer Familie zusammenleben können. Meine Kinder fanden es zum Beispiel toll, dass das SOS-Kinderdorf Pfalz tiergestützte Pädagogik anbietet. Damit sie sich dann auch einen eigenen Eindruck von dem Ort machen können, für den wir spenden, haben wir alle gemeinsam als Familie das SOS-Kinderdorf in Eisenberg besucht.

Wie haben Sie das SOS-Kinderdorf Pfalz in Eisenberg erlebt?

Besonders stark in Erinnerung geblieben ist mir die freundliche und offene Atmosphäre im Kinderdorf. Beeindruckend fand ich die zuvorkommende, fröhliche Art aller Mitarbeiter und die gepflegte, schöne Anlage. Gleichzeitig war deutlich zu spüren, welche Verantwortung die Mitarbeiter täglich tragen. Ich konnte nur erahnen, wie viel Arbeit hinter den Kulissen auf sie wartet.

Welche Erfahrungen haben Ihre Kinder in Eisenberg gemacht?

Die individuellen Geschichten der SOS-Kinderdorfkinder haben wir nur am Rande mitbekommen, aber sie haben die Kinder sehr bewegt. Sie haben viele Fragen gestellt und auch sich selbst gefragt, wie es wohl wäre, als Kind nicht in der eigenen Familie leben zu können. Sie waren dann erleichtert darüber, dass sie Mama und Papa haben und hatten auch den Wunsch, weiterhin zu helfen. Meine große Tochter hat sogar ein kleines Buch zum SOS-Kinderdorf geschrieben und viel gemalt. Und sie hat in der Schule einen Vortrag darüber gehalten. Es war ihre Art, ihre Erfahrungen zu verarbeiten. Wir haben dann alle spontan beschlossen, das Kinderdorf wieder zu besuchen.

3. Unser gemeinsames Ziel

Vernachlässigte Kinder und Jugendliche fühlen sich geborgen und erhalten eine faire Chance
Wie wir das schaffen?

Soziale Armut, häusliche Gewalt, Verwahrlosung: SOS-Kinderdorf bietet Kindern und Jugendlichen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr in ihrer eigenen Familie leben können, ein neues Zuhause. Hier finden die Mädchen und Jungen Familie, erfahren Geborgenheit, Halt und eine stabile Begleitung auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben.

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SOS-Kinderdorf: Ein Glück für Kinder

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