Krippen, Kindergärten, altersgemischte Gruppen: Die SOS-Kindertageseinrichtungen besuchen Kinder im Alter von 0 Jahren bis zur Einschulung. Zudem gibt es Hortgruppen für Schulkinder. In einigen Gruppen stehen auch integrative Plätze für Kinder mit Beeinträchtigungen oder besonderem Förderbedarf zur Verfügung.
Kindertagesbetreuung: Frühkindliche Förderung und Bildung
Kindertageseinrichtungen sind meist die ersten außerfamiliären Orte, an denen Kinder betreut werden. Hierin liegt die Chance, auch sozial benachteiligte Kinder und Familien frühzeitig zu erreichen und bedarfsorientiert zu fördern. Zugleich steigen – bei akutem Fachkräfte- und Personalmangel und dadurch häufig eigenen Belastungen – die Anforderungen an Fachkräfte. Fachkräfte sind zunehmend auch mit gesellschaftlichen Entwicklungen konfrontiert: mit Armut, Migration und Flucht sowie Psychischer Gesundheit. Es gilt umso mehr, Kitas als Orte der Prävention und Gesundheitsförderung und -bildung grundsätzlich zu stärken.
Familienstärkung im Sozialraum
Die SOS-Kitas sind der Regel Teil einer Verbundeinrichtung mit vielfältiger Unterstützung: mit niedrigschwelligen Treff-, Beratungs- und Bildungsangeboten, die sich auch an Eltern der in der Kita betreuten Kinder richten. Die Kitas sind nicht nur Bildungsorte, sondern auch Anlaufstellen für Familien, die in unterschiedlichen Lebenssituationen Unterstützung in der Erziehung suchen. Das 2021 in Kraft getretene Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) eröffnet hierfür zusätzliche Optionen durch eine bessere Prävention vor Ort und den stärkeren Fokus auf Kinderschutz.
Inklusive Pädagogik
Vielfalt als Bereicherung: Vielfalt ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit in den SOS-Kitas. Bereits 2009 eröffnete das SOS-Kinderdorf Niederrhein eine integrative Tagesstätte (SOS-InKita). Die SOS-Kitas bieten barrierefreie, nichtdiskriminierende Bildungs- und Erfahrungsräume, in denen Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam lernen und spielen können.
