Altersrand: gemeinsame Betreuung für Alte und Kinder
Projekt Altersrand

Gemeinsame Betreuung für Kinder und Alte

Wir schauen über den Altersrand, warum?

„Ins Altenheim will ich nicht, da sind ja nur alte Leute“, sagt die 85-jährige Oma, die längst selber zu den Alten zählt und lieber in ihrer Nachbarschaft bleiben möchte. Die Frage ist: wie kann das gehen?  Für die Jungen ist es schwierig sich zu kümmern, denn neben der Familie haben sie auch noch einen Beruf. Die Großeltern leben oft nicht in der Nähe, so fehlt jungen Eltern häufig die Unterstützung durch die Familie für die Betreuung der eigenen Kinder.

Logo "Altersrand"

Immer häufiger stellt sich die Frage: Wohin mit den alten Eltern, wenn sie nicht mehr alleine leben können? Früher war das eher keine Frage: Die Familien kümmerten sich umeinander, nicht selten gemeinsam mit den Nachbarn. Auch wenn das keine heile Welt war, so war die Versorgung und Betreuung quer durch die Generationen doch gesichert. So viel Zusammenhalt ist heute nicht mehr selbstverständlich. Viele – Junge wie Alte – müssen alleine zurechtkommen und diese Zahlen steigen im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel weiter an.

Altersrand, wie geht das?

Diese Beobachtung haben wir im Mütterzentrum schon lange gemacht und entwickelten die Idee der gemeinsamen Betreuung von Kindern und Alten. Mit der Planung und dem Umbau des Hauses wurde es im Sommer 2017 möglich eine Kindergartengruppe auf der Etage des Altenservice mit der Tagesbetreuung für alte Menschen zusammenzulegen. Heute verbringen 25 Kindergartenkinder und 16 alte Menschen jeden Tag zusammen. Mit viel Freude spielen und essen sie täglich miteinander. Im gemeinsamen Mittagskreis vor dem Mittagessen wird getanzt und gesungen. Bei den alten Menschen sieht man Augen leuchten und lachende Gesichter. Die Kinder lernen viel von den Alten; Geschichten und Weisheiten werden erzählt und weitergegeben. So geht das den ganzen Tag.

Das Modellprojekt

Aus dieser neuen Idee konnten wir ab Januar 2018 ein Modellprojekt starten, das auf großes Interesse gestoßen ist, gleichermaßen in der Fachwelt, bei der Politik und den Geldgebern. Finanziert wird das Projekt von der Stiftung SKala und dem Land Niedersachsen. Wir haben ein buntes Team von engagierten Mitarbeitenden zusammengestellt, das inhaltlich von einem externen ExpertInnen Kreis unterstützt wird. So freut es uns sehr, dass wir schon jetzt sagen können: das Experiment ist auf einem sehr guten Weg.

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