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Trommelgruppe METRO wird 20 und das Mütterzentrum gratuliert

23. September 2019

METRO beim MüZe-Sommerfest 2010

METRO beim MüZe-Sommerfest 2010

Im Jahr 2000 war das Mütterzentrum (MüZe) dezentrales Projekt der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover. Im Vorfeld fanden hierzu einige thematische Sommerfeste statt. Im Jahr 1999 hatte es den Schwerpunkt Afrika. Frank, der auch jetzt noch METRO leitet und dessen Frau damals im Mütterzentrum arbeitete, spielte schon in einer Gruppe in Braunschweig afrikanische Musik mit Djemben – mit ihm schwappte der Spaß am Trommeln ins Haus. Nach und nach fanden sich immer mehr interessierte TrommlerInnen. Bei der tollen Party anlässlich des 20jährigen METRO-Jubiläums in diesem Jahr bereicherten nun zahlreiche Trommelerlebnisse den Abend.

Die Namensfindung

Zur Einweihung als EXPO-Projekt im Jahr 2000 wurde in unseren Katakomben gespielt – unseren Gitterverschlägen im Keller. Man konnte fast die Hand vor Augen nicht sehen. Und einer der begeisterten Gäste raunte: „Boah, das klingt ja wie in der Metro in Paris!“. Da war er, der Name unserer Gruppe: METRO – Mit Einander TROmmeln.

Musik ist in der afrikanischen Gesellschaft ein Spiegel des Lebens. Alle gesellschaftlich wichtigen Geschehnisse werden musikalisch begleitet: Gesänge, Klatschen und Trommelmusik versüßen die Alltagsarbeiten auf dem Feld und zu Hause. Freude, Glück, Erotik, Lust am Leben, Kraft und Stärke, aber auch Wut und Trauer leben in der Trommelmusik. Das wollte die buntgemischte Gruppe „METRO“ auch ausdrücken.

Lautstarke Salzgitteraner Mütterzentrumsbotschafter

Was dann folgte, war unglaublich. METRO trommelte auf der EXPO, machte bei der EXPO-Parade mit, als „die sympathischen Botschafter Salzgitters“. Bei Salzgitteraner Festivitäten wurde getrommelt, für Amnesty International, Terre des Hommes, bei den SOS-Dorfgemeinschaften Hohenroth und Hof Bockum, Ausstellungen und Privatfeiern im MüZe. Gegen Atomkraft und für die Aidshilfe. Aber das Krasseste war das Blasmusikfestival in Havelberg an Havel und Elbe. Zur Eröffnung trommelte METRO auf der Bühne auf dem Marktplatz, während sternenmarschförmig die Blasmusikgruppen dorthin zogen – was für ein Chaos. Nachts zum Feuerwerk wurde erneut getrommelt – das passte doch besser und dann wurden die TrommlerInnen zu ihren Unterkünften begleitet. Die waren ganz „gemütlich“ in ausgedienten Kasernen, streng nach Männlein & Weiblein getrennt.

Alles hat seine Zeit

METRO hat sich vor ein paar Jahren neu formiert, probt wegen des Mütterzentrum-Umbaus (kleines Wortspiel, denn auch Trommeln müssen ab und an umgebaut werden) nicht mehr im MüZe, sondern bei der Siedlergemeinschaft in einer Schule. Dort wird geprobt, dort können alle Sachen gelagert werden und da wird auch gefeiert – wie jetzt zum Jubiläum. Wir wünschen METRO weiterhin viel Freude mit ihrer energiegeladenen Musik und würden uns freuen, sie auch mal wieder zu einem unserer Feste auf der Bühne erleben zu können!