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Kinderkrippe

Sich nach Bedürfnis bewegen und spielen

Die Krippe befindet sich in einem sonnigen Einfamilienhaus – benachbart zum Kindergarten "Am Wasserturm" auf dem Gelände des SOS-Kinderdorfs Württemberg.

Die pädagogische Ausrichtung der Krippe orientiert sich an den Prinzipien der Kinderärztin Emmi Pikler: Das Kind braucht schützende Räume, Platz für Bewegung, Sicherheit, Wärme, Orientierung und Geborgenheit. In den ErzieherInnen findet das Kleinkind liebevolle und achtsame Erwachsene, die es in seiner Individualität wahrnehmen und unterstützen, damit es sich in seinem ganz eigenen Rhythmus entwickelt.

Die Pflege jedes einzelnen Kindes geschieht im Dialog zwischen Erzieherin und dem Kind, d.h. wickeln, füttern, anziehen ist nicht Nebensache, sondern die Zeit des Kontaktes und der intensiven und fürsorglichen Beziehung. Das Kind wird in die Pflege einbezogen, indem die ErzieherInnen alles benennen, was sie tun. Durch respektvollen und achtsamen Umgang der Betreuerin bekommt das Kind Sicherheit und Vertrauen.

Viel Bewegung – drinnen und draußen

Die Räume sind mit Möbeln eingerichtet, die viel Bewegung und Körperwahrnehmung ermöglichen. Die Kinder haben Raum zum Gehen, Laufen, Klettern, Tragen, Abladen und Erforschen – zu vielfältigem Spiel. Die Spielsachen haben einen hohen Aufforderungscharakter. Die Kinder dürfen ihrem Bedürfnis nach Bewegung und vielfältigen Entdeckungen ungestört nachkommen. Selbständiges, individuelles Spielverhalten soll gefördert werden.

Ein durch Schiebetüren abtrennbarer Kleingruppenraum, eine Höhle und auch der Schlafraum mit einer Schlafburg bieten genügend Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder. Ein geregelter, rhythmisch gestalteter Tagesablauf mit Ritualen und Wiederholungen gibt den Kindern Orientierung und Verlässlichkeit. Im naturnahen Außenbereich können sich die Kinder im Sandkasten und bei anderen Bewegungsangeboten austoben.

Die Eingewöhnungsphase für die Kinder erfolgt in Anlehnung an das sogenannte Berliner-Modell und findet in mehreren Phasen statt. Zunächst wird sich das Kind nur in Begleitung der Bindungsperson (in der Regel die Mutter) in der Einrichtung aufhalten. Im Kontakt zur Erzieherin wird sich die Mutter mehr und mehr zurückziehen und die zeitliche Aufenthaltsdauer des Kindes verlängern. Die Eingewöhnung ist dann beendet, wenn das Kind die Erzieherin als „sichere Basis“ akzeptiert hat und sich von ihr trösten lässt. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn das Kind gegen den Weggang der Mutter protestiert, sich aber von der Erzieherin schnell trösten lässt und in guter Laune spielt.


Fakten und Zahlen

  • Die Krippe ist öffentlich und Teil der Bedarfsplanung der Stadt Schorndorf.
  • Sie bietet zehn Plätze für Kinder im Alter von ein bis drei Jahren und verlängerte Öffnungszeiten von Montag bis Freitag von 7:15 bis 13:15 Uhr.
  • Die Kinder werden von drei Erzieherinnen auf zwei Vollzeitstellen betreut.
  • Die Krippe kann nach Terminvereinbarung besichtigt werden.

Die Anmeldung ist persönlich in der Krippe oder über das Onlineportal LITTLE BIRD der Stadt Schorndorf im Internet möglich.

Die Gebühren werden vom Gemeinderat der Stadt Schorndorf festgesetzt.