29222_KD-Oberpfalz_18.04.2017_MaximilianGeuter_0824.tif
Wohngruppen

Im Leben unterstützt

Die zwei SOS-Kinder- und Jugendwohngruppen sind – neben den SOS-Kinderdorf-Familien – ein weiterer wesentlicher Teil des stationären Angebots im SOS-Kinderdorf Württemberg.

In jeder Kinder- und Jugendwohngruppe leben acht Kinder und Jugendliche in alters- und geschlechtsgemischten Gruppen zusammen. Sie werden von einem Team - bestehend aus fünf sozialpädagogischen Fachkräften - an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr betreut. Die Kinder- und Jugendwohngruppen versorgen sich selbst, die Kinder und Jugendlichen werden dabei altersgemäß eingebunden und angeleitet.

Ein zentrales Ziel in der Arbeit der Kinder- und Jugendwohngruppen ist die Rückführung der Kinder in die Herkunftsfamilien.

Besonders wichtig für die Arbeit und das Zusammenleben ist in den Wohngruppen eine tragfähige Beziehung zwischen den Kindern und Jugendlichen und den Erzieherinnen und Erziehern. Jedes Kind und jeder Jugendliche hat eine besondere Hauptbezugsperson. Die Kinder und Jugendlichen sollen durch eine Verbindung von Alltagsstrukturierung mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten in ihrer gesamten Entwicklung, in ihrer Beziehungsfähigkeit und in ihrer sozialen Kompetenz gefördert werden.

Praktikum in der Kinder- und Jugendwohngruppe

Die Kinder- und Jugendwohngruppen nehmen gerne Praktikantinnen und Praktikanten, die ein Praktikum von minderstens 12 Wochen machen möchten. Ein Entgelt können wir gegenwärtig leider nicht bezahlen. Manchmal ist es allerdings möglich, eine kostenlose Unterkunft während des Praktikums anzubieten.

Zusammenarbeit mit dem Herkunftssystem

Zentrale Einflussgrößen

Die Qualität der Zusammenarbeit mit den Eltern und den für die Kinder und Jugendlichen wichtigen Bezugspersonen hat einen zentralen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen und den Erfolg der Hilfe zur Erziehung. Die Kinder und Jugendlichen kommen umso besser mit ihrer Lebenssituation im SOS-Kinderdorf zurecht, je mehr die Erwachsenen in eine gute Zusammenarbeit investieren.

Verschiedene Formen der Zusammenarbeit
  • Informationen über unsere Arbeit und unser Angebot im Hinblick auf den konkreten Hilfebedarf vor der Aufnahme eines Kindes bzw. eines Jugendlichen.
  • gemeinsame Planung der Hilfe in den Hilfeplangesprächen: Wesentliche Themen sind Fördermaßnahmen, Fragen der Beschulung und Ausbildung, Freizeitgestaltung, Besuchsregelungen, usw.
  • regelmäßiger Informationsaustausch in persönlichen Gesprächen und bei telefonischen Kontakten über die aktuelle Entwicklung, Schule, Gesundheitsfragen, Freizeitgestaltung, usw.
  • Einbeziehung des Herkunftssystems in den pädagogischen Alltag: Gestaltung gemeinsamer Feste, gemeinsame Teilnahme an Elternabenden, Arztbesuche, usw.
  • Ein jährlich stattfindendes „Eltern-Event“ mit Eltern-Kind-Fest
Organisation und Planung

Die Zusammenarbeit mit dem Herkunftssystem wird - gemeinsam mit der im Jahr 2001 installierten Projektgruppe zu diesem Thema - kontinuierlich überdacht und weiterentwickelt. Konkrete Maßnahmen im Jahresverlauf werden geplant und organisiert.

Ihre Ansprechpartner