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Wohngruppe in einem SOS-Kinderdorf
Wohngruppen

Im Leben unterstützt

Neben den SOS-Kinderdorffamilien gibt es im SOS-Kinderdorf Württemberg auch drei SOS-Kinder- und Jugendwohngruppen und eine SOS-Jugendwohngemeinschaft.  Diese Wohnmöglichkeiten sind ein weiterer wesentlicher Teil des stationären Angebots im SOS-Kinderdorf.

In jeder Kinder- und Jugendwohngruppe leben bis zu acht Kinder und Jugendliche in alters- und geschlechtsgemischten Gruppen zusammen. Die jungen Menschen haben hier ein Einzelzimmer für den persönlichen Rückzug und teilen sich Gemeinschaftsräume und den Außenbereich. Sie werden von einem Team aus fünf sozialpädagogischen Fachkräften an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr betreut. Die Wohngruppen sind eigenständig bei der Alltagsgestaltung und versorgen sich selbst. Dabei werden die Kinder und Jugendlichen altersgemäß eingebunden und angeleitet.

Ein zentrales Ziel in der Arbeit der Kinder- und Jugendwohngruppen ist die Rückführung der jungen Menschen in ihre Herkunftsfamilien. Sollte dieses nicht möglich sein, bietet die Wohngruppe auch für längere Zeit einen Ort zum Leben und Aufwachsen und bereitet die Jungen und Mädchen bestmöglich auf ein selbstständiges Leben vor.  

Besonders wichtig für die Arbeit und das Zusammenleben in den Wohngruppen ist eine sichere und stabile Beziehung zwischen den jungen Menschen und den pädagogischen Fachkräften. Eine Wohngruppe ist nicht ganz so familiär strukturiert wie eine SOS-Kinderdorffamilie, soll den Bewohnern aber trotzdem einen Ort der Sicherheit und Geborgenheit bieten und Halt und Bindung vermitteln. Aus diesem Grund hat jeder Bewohner eine feste Bezugsperson, die sein Hauptansprechpartner ist und sich besonders intensiv um ihn kümmert. Durch diese Bindung und einer Alltagsstrukturierung mit pädagogischen und therapeutischen Angeboten sollen die Kinder und Jugendlichen in ihrer gesamten Entwicklung, in ihrer Beziehungsfähigkeit und in ihrer sozialen Kompetenz unterstützt und gefördert werden.

Neben den Wohngruppen gibt es im SOS-Kinderdorf Württemberg auch eine SOS-Jugendwohngemeinschaft. Hier leben bis zu vier Jugendliche (ab 16 Jahren) und junge Volljährige zusammen. Auch sie haben ihren persönlichen Bereich und teilen sich die Gemeinschaftsräume. Betreut werden sie durch zwei pädagogische Fachkräfte, die sie bei dem Schritt in ein eigenverantwortlich geführtes Leben unterstützen. Dieses besondere Angebot richtet sich an junge Menschen, die aufgrund ihres Alters und Entwicklungsstandes keine 24-h-Betreuung benötigen. Die Bewohner der Jugendwohngemeinschaft sind motiviert ihre eigenen Zielen zu verfolgen und bringen sich aktiv in den Alltag mit ein. Die Betreuung wird bedarfsorientiert abgestimmt und an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst.

Die Wohngruppen und die Wohngemeinschaft nehmen gerne Praktikantinnen und Praktikanten, die mindestens 12 Wochen in der Gruppe unterstützen möchten. Ein Entgelt können wir gegenwärtig leider nicht bezahlen. Ggf. ist eine kostenlose Unterkunft oder ein Fahrtkostenzuschuss möglich.


Zusammenarbeit mit dem Herkunftssystem

Zentrale Einflussgrößen

Die Qualität der Zusammenarbeit mit den Eltern und den für die Kinder und Jugendlichen wichtigen Bezugspersonen hat einen zentralen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen und den Erfolg der Hilfe zur Erziehung. Die Kinder und Jugendlichen kommen umso besser mit ihrer Lebenssituation im SOS-Kinderdorf zurecht, je mehr die Erwachsenen in eine gute Zusammenarbeit investieren.

Verschiedene Formen der Zusammenarbeit
  • Informationen über unsere Arbeit und unser Angebot im Hinblick auf den konkreten Hilfebedarf vor der Aufnahme eines Kindes bzw. eines Jugendlichen.
  • gemeinsame Planung der Hilfe in den Hilfeplangesprächen: Wesentliche Themen sind Fördermaßnahmen, Fragen der Beschulung und Ausbildung, Freizeitgestaltung, Besuchsregelungen, usw.
  • regelmäßiger Informationsaustausch in persönlichen Gesprächen und bei telefonischen Kontakten über die aktuelle Entwicklung, Schule, Gesundheitsfragen, Freizeitgestaltung, usw.
  • Einbeziehung des Herkunftssystems in den pädagogischen Alltag: Gestaltung gemeinsamer Feste, gemeinsame Teilnahme an Elternabenden, Arztbesuche, usw.
  • Ein jährlich stattfindendes „Eltern-Event“ mit Eltern-Kind-Fest
Organisation und Planung

Die Zusammenarbeit mit dem Herkunftssystem wird - gemeinsam mit der im Jahr 2001 installierten Projektgruppe zu diesem Thema - kontinuierlich überdacht und weiterentwickelt. Konkrete Maßnahmen im Jahresverlauf werden geplant und organisiert.

Ihre Ansprechpartner

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Rolf Huttelmaier
Einrichtungsleitung
Telefon: 07181 93932-33
rolf.huttelmaier@sos-kinderdorf.de

SOS-Kinderdorf Württemberg
Hermann-Gmeiner-Straße 1-23
73614 Schorndorf-Oberberken