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Aktuelles

Jahresrückblick 2022

22. Dezember 2022

Liebe Freund*innen des SOS-Kinderdorfes Vorpommern,

mittlerweile gestalten wir unseren Alltag seit fast drei Jahren unter den Rahmenbedingungen der Pandemie, die in allen unseren Angebotsbereichen noch immer Einschränkungen mit sich bringt. Auch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind bei uns deutlich zu spüren – in den Fragen der Kinder, der Bewohner*innen und letztlich in den konkreten Alltagssorgen der vielen Flüchtlinge, die wir in Grimmen im SOS-Familienzentrum begleiten.

Dennoch spüren wir eine große Solidarität, die nicht von sozialer Gleichgültigkeit geprägt ist und uns in unserem Engagement bestärkt. Trotz der nicht leichten Rahmenbedingungen konnten wir in vielen Bereichen unserer Arbeit gute Lösungen finden. Von diesen Perspektiven möchten wir gern in unserem Jahresrückblick für Sie berichten.

Neue Perspektiven

Offene Sprechstunden im Familienzentrum

Die offenen Sprechstunden für ukrainische Geflüchtete im SOS-Familienzentrum erhalten stets hohen Zulauf.

Das SOS-Familienzentrum in Grimmen stand in diesem Jahr vor großen Herausforderungen, denn die Einrichtung übernahm nach Ausbruch des Ukraine-Krieges Ende Februar die Betreuung der ukrainischen Flüchtlinge. Die Anzahl der Hilfesuchenden stieg im Laufe des Jahres auf über 330 und somit nahm die Koordinierung der Flüchtlingsarbeit den Hauptanteil der Arbeit im SOS-Familienzentrum ein. Mit Hochdruck wurden in den ersten Wochen nach Kriegsbeginn zahlreiche Hilfsmaßnahmen vorbereitet und umgesetzt – sei es die Unterbringung, Vermittlung und Beratung von Geflüchteten, zahlreiche Spendenaufrufe, die Bereitstellung von Hilfsgütern oder die Kooperation mit Behörden. Aktuell geht es vor allem darum, die Menschen langfristig in den sozialen und beruflichen Alltag zu integrieren.

Eröffnung des Familienzentrums in Barth

Familienstützpunkt Barth

Mit über 450 Besucher*innen feierte das Familienzentrum mit einem bunten Familienfest in diesem Jahr seinen sommerlichen Höhepunkt. Auf über 14 Mitmachstationen konnten Familien Basteln, Musizieren und Entspannen. Eine tolle Zaubershow für Jung und Alt zählte zu den Highlights.

Eröffnung Familienzentrum Barth

Eine Zaubershow, ein Konzert sowie Spiel, Spaß und ganz viel Eis für alle Besucher*innen gehörten mit zum vielseitigen Programm.

Auch unser SOS-Familienstützpunkt in Barth feierte Ende Juni endlich die offizielle Eröffnung in den neu sanierten Räumlichkeiten im Stadtteil Barth Süd. Zu diesem bunten Sommerfest waren zahlreiche Gäste erschienen. Eine Zaubershow, ein Konzert sowie Spiel, Spaß und ganz viel Eis für alle Besucher*innen gehörten mit zum vielseitigen Programm.

Eröffung Familienstützpunkt Barth

Der Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit in Barth fiel ebenfalls auf die Unterstützung der geflüchteten Menschen aus der Ukraine. Sprachkurse, interkulturelle Spielkreise und Kochtreffen sowie zahlreiche Hilfeleistungen bei Behördenangelegenheiten wurden von jetzt auf gleich organisiert.

Jugendsozialarbeit im SOS-Kinderdorf Vorpommern

Im Rahmen der Jugendsozialarbeit nutzten zehn Jugendliche nutzten die Chance, einen ganz eigenen Film entstehen zu lassen.

Im Bereich der Jugendsozialarbeit in Barth konnten bereits erste erfolgreiche Aktionen und Projekte umgesetzt werden. Besonders erwähnenswert ist ein während der Herbstferien durchgeführter Spielfilmworkshop, der von Filmemacher und Drehbuchautor Prof. Jens Becker professionell begleitet wurde. Zehn Jugendliche nutzten die Chance, einen ganz eigenen Film entstehen zu lassen – vom Drehbuch, über Kameraführung, Schauspiel, Ton und Schnitt inklusive einer Filmpremiere mit rotem Teppich im „ausverkauften“ Rathaussaal von Barth. Am Ende gab es einen riesigen Applaus für alle Protagonist*innen - eine großartige Erfahrung für die Jugendlichen.

Im Angebotsbereich Wohnen für Erwachsene waren die Auswirkungen der Pandemie und die damit verbundenen Herausforderungen auch in diesem Jahr noch deutlich zu spüren. Insbesondere in Zeiten von Quarantänen hatten wir in fast allen Hausgemeinschaften und Wohngruppen immer wieder Situationen, die die Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen sehr forderten. Die Hoffnung, in einen normalen Alltag zurückzukehren, erfüllte sich glücklicherweise zunehmend, wenn auch noch immer verbunden mit diversen Einschränkungen. Dennoch gelang es in allen Wohnbereichen, die Alltags- und Freizeitgestaltung weitestgehend wie gewohnt zu organisieren. Die Freizeitfahrten führten unsere Bewohner*innen dieses Jahr auf erlebnisreiche Städtereisen nach Köln und Dresden.

Eröffnungsfeier des Neubauprojekts

SOS-Kinderdorf Vorpommern

Das SOS-Kinderdorf Vorpommern aus der Vogelperspektive mit den Neubauten im Vordergrund.

Die große Eröffnungsfeier für unser Neubauprojekt im Juni war ein freudiges Ereignis für alle Beteiligten. Endlich konnten wir wieder etwas feiern, mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und der Vereinsführung des SOS-Kinderdorf e.V..

Mittlerweile haben sich die Bewohner*innen das neue Haus soweit „erobert“, dass sich alle „zu Hause“ fühlen. Nun stehen die weiteren Bezüge der Tagesgruppe und der zweiten Hausgemeinschaft an. An dieser Stelle darf nicht unerwähnt bleiben, dass wir mit den Mitteln der Stiftung „Wohnen und Geborgenheit im Alter“ viele kleine Projekte im Rahmen der Gestaltung der Neubauten durchführen konnten. Hierfür sind wir allen, die sich hier engagiert haben und weiter einbringen in hohem Maße dankbar.

Berufsbildungsbereich der WfbM

Im Berufsbildungsbereich der WfbM befinden sich derzeit 13 Teilnehmer*innen, die WfbM selbst zählt aktuell 99 Beschäftigte. Im Jahr 2022 konnten viele neue Angebote innerhalb der berufsbegleitenden Maßnahmen installiert werden. Über einen nahe gelegenen Hof wurde ein Reitangebot etabliert und erfreut sich großer Beliebtheit unter den Beschäftigten. Das regelmäßige Sport- und Spielangebot brachte die Teilnehmer*innen das ein ums andere Mal zum Schwitzen und sorgte für viel Freude. Ein Kurs mit dem Thema „Rund um die Liebe“ weckte so viel Interesse, dass er in diesem Jahr dreimal durchgeführt wurde. Unsere langjährigen Musikangebote wurden mit dem Kurs „Rap und eigene Sounds“ erweitert. Das Schreiben eigener Lieder gehörte ebenso zum Inhalt des Kurses wie das Komponieren eines eigenen Rap-Songs über Hohenwieden, der bereits erfolgreich auf einer Bühne uraufgeführt werden konnte. Ein Kochkurs wurde ins Leben gerufen und ein neues Malangebot etabliert.

Michaelifest

Ein weiteres Highlight im Herbst war wieder unserer „internes Michaelifest“. Fast schon ungewohnt ausgelassen konnten wir, wenn auch noch in kleinerem Kreis, feiern. Das diesjährige Michaeli-Fest stand unter dem Motto „Talente-Show“. Auf der großen Bühne konnten Bewohner*innen und Beschäftigte ihre Talente und Fähigkeiten vorführen. Dies sorgte für viel Freude, einige Lacher und großes Staunen. Die vielseitigen Aufführungen versetzten das Publikum in Begeisterung. Den Höhepunkt des Tages stellte die Vorführung eines Theaterstücks zum Thema „Halloween“ dar. Das Theaterstück wurde im Vorfeld unter Anleitung eines professionellen Choreografen in einem zweiwöchigen Workshop mit ca. 20 Teilnehmer*innen geprobt. Unterstrichen wurde die Aufführung durch eine eigens hergestellte, „stilechte Kulisse“, die die Teilnehmenden zusammen mit einer Bühnenbildnerin entwarfen und anfertigten.

Michaelifest in der Kindertagesstätte Hermann Gmeiner 

Michaelifest in der Kindertagesstätte Hermann Gmeiner 

In unserer Kindertagesstätte Hermann Gmeiner  wurde das Michaelifest ebenfalls mit Spiel und Spaß gefeiert. Auch hier liegt ein buntes Jahr mit vielen Höhenpunkten für Groß und Klein hinter uns. Neben dem Michaelifest zählten vor allem die Faschingsfeier, der Oma und Opa-Tag sowie das Übernachtungsfest dazu. Rund um den Jahreskreis wurden zahlreiche tolle Projekte und kreative Angebote gestaltet. Auch unsere gut belegte Waldkindergartengruppe hatte ein ereignisreiches Jahr, zu dessen Highlight sicherlich das diesjährige Lichterfest zählte. In stimmungsvoller Atmosphäre wurde der traditionelle Laternenumzug mit zahlreichen leuchtenden Lichtern, bei gemütlichem Lagerfeuer gemeinsam mit den Eltern im Wald gefeiert.

Ambulante Hilfen zur Erziehung

In den Ambulanten Hilfen zur Erziehung werden an den Standorten Barth und Grimmen mittlerweile um die 40 Familien von einem engagierten Team begleitet und unterstützt. Trotz der noch andauernden Corona-Zeit schafften die Mitarbeiter*innen es stets, die Familien zu begleiten. In den Ferien bescherten sie den Kindern der Familien tolle Erlebnisse, wie beispielsweise Ausflüge in den Stralsunder Tierpark, zum Angeln oder zum Klettern. Abgerundet wird das Jahr 2022 mit einer gemeinsamen Weihnachtsfeier, bei der alle Familien in gemütlicher Atmosphäre in Hohenwieden zusammen kommen können.

Selbständigkeit des SOS-Kinderdorfs Schwerin

An unserem Standort Schwerin bereiten wir mit den Mitarbeiter*innen die Selbstständigkeit des SOS-Kinderdorfes Schwerin vor. Nach fast sieben Jahren intensiver Vorbereitung und Begleitung startet dieser Standort, losgelöst vom SOS-Kinderdorf Vorpommern,  am 1. Januar 2023 in die Eigenständigkeit. Ein toller Erfolg, der deshalb möglich war, weil viele Menschen über Jahre an die Umsetzung unserer Vision geglaubt und mit viel Kreativität und Willensstärke den Angeboten vor Ort Leben eingehaucht haben.

Musikraum in der Wismarern Straße

Musikraum in der Wismarern Straße –hierhin können sich Kinder und Jugendliche zurückziehen

Seit Sommer 2019 unterstützen wir mit unseren ambulanten und stationären Angeboten in der Landeshauptstadt Kinder, Jugendliche und Familien. Für alle Akteure sind wir ein verlässlicher Partner in der Jugendhilfe geworden. Kreative Lösungen zur Alltagsbewältigung in der Wohngruppe und zur Gestaltung der Ambulanten Hilfen zur Erziehung waren gefragt und wurden gefunden. Auch in dieser Zeit ist es uns gelungen den Kindern, Jugendlichen und deren Familien ein verlässlicher Ansprechpartner zu sein.

Stadthaus in der Schweriner Schelfstraße

Das neue Stadthaus in der Schweriner Schelfstraße, welches aktuell umgebaut wird.

Fast „nebenbei“ haben wir unser Bauprojekt (Neubau von drei Wohnhäusern) im Stadtteil Lankow mit der Erstellung des Bauantrages vorangetrieben. In der Schweriner Stadtmitte konnte der SOS-Kinderdorf e.V. in der Schelfstraße ein Haus für eine Kinderdorffamilie und eine Jugendwohngruppe erwerben. Mit unseren Ambulanten Hilfen zur Erziehung und der Verwaltung sind wir in die Wismarsche Straße 123 (ebenfalls Innenstadt) umgezogen und können mit diesen größeren Räumlichkeiten den Bedarfen der Kinder, Jugendlichen und der Familien noch individueller gerecht werden.

All die zurückliegenden Ereignisse lassen uns hoffen und schaffen Vorfreude auf das nächste Jahr mit hoffentlich wieder vielen freudigen Ereignissen, auf die wir so ungern verzichtet haben.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Familien eine schöne Weihnachtszeit, ein frohes Fest und ein erfreuliches neues Jahr.