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Ein liebevolles Zuhause gefunden: Siggi fühlt sich im SOS-Kinderdorf wohl
Siggi wächst im SOS-Kinderdorf Thüringen auf

Mama kommt zu Besuch

Siggi hat eine Familie mit vielen Geschwistern. Sein Zuhause ist das SOS-Kinderdorf Gera. Viermal die Woche kommt seine Mutter, um ihn zu sehen.

Siggi hat ein Kunststoffschwert. Eines, das größer ist als er selbst. Damit kämpft er hoch konzentriert, gegen unsichtbare Dämonen, Drachen und den echten, fünf Meter hohen Kirschbaum im Garten. Er kämpft gegen sich selbst und die Schwerkraft.

Stabilität im SOS-Kinderdorf

Er fuchtelt wild und lacht sich dabei kaputt. Die Welt um sich herum vergisst der Fünfjährige in diesen Momenten. Jetzt ist er nur Siggi, der Held und Drachentöter. Wie der aus der Sage, die er noch nicht kennt. Irgendwann wird sie ihm jemand vorlesen. Vielleicht seine Erzieherin Karolin, die den Fünfjährigen im Auge behält. Die ihn morgens anzieht und ihm Frühstück macht, seine Tränen trocknet, wenn er sich weh tut oder traurig ist und die für ihn da ist. 

Siggi will oft kuscheln, er braucht viel Nestwärme und fordert seine Portion Geborgenheit mehrmals täglich ein. Seit seiner Geburt lebt Siggi bei SOS-Kinderdorf. Siggis Mama ist präsent, sie kommt viermal die Woche für ein paar Stunden, um nach ihm zu sehen, mit ihm zu spielen. Zusammenleben, dazu ist sie nicht in der Lage. Siggis Mama leidet unter einer kognitiven Störung, als Vollzeit-Mama wäre sie überfordert. Erziehung als Teilzeit, das funktioniert. Alle Kinder hier im SOS-Kinderdorf haben ihre ganz eigene Geschichte. Das SOS-Kinderdorf gibt ihnen Geborgenheit und Stabilität. Ein Zuhause, einen Alltag, wie ihn die andere Kinder draußen in der Stadt haben. 

Siggi fühlt sich im SOS-Kinderdorf wohl

Ein liebevolles Zuhause gefunden: Siggi fühlt sich im SOS-Kinderdorf wohl

Auf dem richtigen Weg

Siggi geht in eine städtische Kita, er hilft beim Essenmachen, muss wie jedes Kind sein Zimmer aufräumen und hat einen Zimmergenossen, den dreijährigen Kilian. Zwei Jungs, die wie Geschwister gemeinsam aufwachsen. Zwei, die spielen, sich streiten, wieder versöhnen und gemeinsam in die Ferien fahren. „Normalität ist wichtig für die Kinder. Wir geben ihnen das Gefühl, dass in ihrem jungen Leben alles in Ordnung ist, auch wenn das nicht ganz zutrifft. Bei Siggi spürt man, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Karolin Herling.

Verlässliche Beziehungen und ein neues Zuhause finden Kinder und Jugendliche in den SOS-Kinderdörfern in ganz Deutschland. Die Zusammenarbeit mit den leiblichen Eltern, Familienangehörigen und wichtigen Bezugspersonen ist selbstverständlicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit in allen Einrichtungen. Viele Projekte können nur durch Spenden finanziert werden.