28. 03. 2014Quelle: von Martin Messy

Hunde in der Friedensschule

Tierische Unterstützung für die Friedensschule

Tierische Unterstützung für die Friedensschule

Pilotprojekt "Tiergestützte Pädagogik" in Kooperation mit SOS-Kinderdorf Sauerland

"Smilla" und "Amity"  sind zurzeit ohne Zweifel die beiden Attraktionen in der Friedensschule. Denn in der Klasse 6 läuft seit dem 1. Februar 2014 in Kooperation mit dem SOS-Kinderdorf Sauerland das Pilotprojekt "Tiergestützte Pädagogik" (TIP).

Die zusätzlich dafür ausgebildeten Pädagoginnen Doris Theimann und Svea List vom SOS-Kinderdorf, das TIP seit eineinhalb Jahren anbietet, setzen das Projekt um. Wöchentlich kommen sie mit den Hunden – einem Hütehund und einem Retriever – in Kleingruppen mit sechs bis sieben Schülern in die Klasse und vermitteln mit Hilfe der Vierbeiner Regeln wie Achtsamkeit und einen respektvollen Umgang miteinander. „Sie nehmen auch mehr Rück-sicht aufeinander“, hat Schulsozialarbeiterin Verena Feldhaus bereits festgestellt. Das über-trage sich auch auf das Verhalten im Unterricht. Sechs Wochen dauert eine Einheit. Dann ist die nächste Gruppe an der Reihe.

Mitgefühl und Selbstvertrauen

"Selbstverständlich kommen alle in der Klasse dran", sagt Schulleiterin Annette Schmidt-Kob. "Sonst gäbe es sicherlich Stress", fügt sie lächelnd hinzu. Das Konzept der tiergestützten Pädagogik entspreche dem Prinzip der ganzheitlichen Förderung an der Friedensschule und passe daher gut. "Wir freuen uns, dass dieses Projekt bei uns laufen kann und sind dem SOS-Kinderdorf Sauerland sehr dankbar dafür."

Doris Theimann unterstreicht den anderen Zugang zu Kindern, den die Tiere ermöglichen. „Sie gehen positiv auf die Kinder zu und helfen ihnen, Selbstvertrauen aufzubauen. Ihr Mitgefühl und ihr Selbstwertgefühl werden gestärkt“, beschreibt sie einige Effekte des sozialen Lernens. Hunde zeigten für Kinder eingängig und leicht ablesbar, wenn sich die Atmosphäre in der Gruppe verändere oder die Kinder Grenzen nicht klar genug setzten oder Grenzen überschritten. Verena Feldhaus sieht das Pilotprojekt als ideale Ergänzung zu ihrer Schulsozialarbeit an: "Die Erfahrungen aus dem tiergestützten Sozialkompetenztraining fließen auch in andere Bereiche des Schulalltags ein." Psychologie-Student Roman Kühler macht derzeit ein Praktikum an der Friedensschule und wird das Projekt dokumentieren.