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Aktuelles

Gutes Tun ist leicht, wenn viele helfen!

10. Mai 2020

Maskennähen statt Nachmittagsbetreuung im SOS-Kinderdorf Saarbrücken

Bereits seit vielen Jahren bietet das SOS-Kinderdorf Saarbrücken Nachmittagsbetreuung an zwei Schulstandorten in der Landeshauptstadt an. Etwa 150 Kinder an der Grundschule Hohe Wacht  sowie 80 SchülerInnen am Otto-Hahn-Gymnasium werden hier von den qualifizierten und engagierten Mitarbeitenden während der Hausaufgaben- und Freizeit liebevoll und kompetent betreut. „Die Eltern wissen ihre Kinder gut versorgt und diese wiederum kommen gerne, weil sie sich wertgeschätzt, ernst genommen und verstanden fühlen“, sagt Anke Kirsch, die gemeinsam mit vier weiteren KollegInnen die Betreuung am Gymnasium sicherstellt.

Corona macht’s nötig: Wir nähen Masken!

Corona macht’s nötig: Wir nähen Masken!

„Nachdem am 16. März 2020 saarlandweit die Schulen geschlossen wurden, konnten wir nur eine sogenannte Notbetreuung unter sehr strengen Auflagen anbieten“, sagt Tanja Spang. Sie koordiniert die Abläufe und Belange für beide Schulstandorte, und mit ihren beiden Teams konnte sie zunächst nur für sehr wenige Kinder Notbetreuungsplätze anbieten. „Die Eltern mussten gesonderte Anträge stellen und aufzeigen, dass sie in „systemrelevanten Arbeitsbereichen“ tätig sind“, so Spang weiter. Nach und nach lockerte die Landesregierung die anfangs sehr rigiden Richtlinien zur Umsetzung des Infektionsschutzgesetzes, allerdings ist ein Regelbetrieb immer noch nicht in Sicht, weil es an Platz mangelt, um z.B. die Distanzregeln einzuhalten.

Einige Familien sahen sich vor weitere Schwierigkeiten gestellt, weil sie nun für die Kinder in der Betreuung und im Schulnotbetrieb einen akzeptablen Mund- und Nasenschutz - kurz MNS - zur Verfügung stellen mussten. „Die saarlandweit kostenlos ausgegebenen Einmalmasken sind ungeeignet für die dauerhafte Nutzung“, sagt Michaela Brunner, eine der Betreuerinnen an der Grundschule. „Da weiterhin Maskenpflicht besteht, können für die Eltern schnell Mehrkosten entstehen, die viele nicht so leicht stemmen können.“

Von Jung bis Alt: alle freuen sich über die schicken Masken

Nicht nur die Eltern sondern auch die BetreuerInnen machten sich natürlich Gedanken, wie der Wiedereinstieg in den Schulbetrieb unter diesen erschwerten Bedingungen wohl klappen würde. Es war sicher eine große Herausforderung aber für das FGTS Team keine unlösbare. Tanja Spang und die KollegInnen, die aufgrund der geringen Anzahl zu betreuender Kinder, oder weil sie als Risikogruppe eingestuft werden mussten, noch nicht in der Notbetreuung eingesetzt werden konnten, fanden sehr schnell eine Lösung. In den verwaisten Räumen des Ausbildungsrestaurants „EinMAHLig“ in der Seilerstraße, welches ebenfalls wegen der Pandemie schließen musste,  fand sich ein Platz, wo BetreuerInnen der Schulprojekte und des Mütterzentrums sich täglich trafen und gemeinsam das Abenteuer Masken-nähen in Angriff nahmen. „Jede aus unserem Team kann sich einbringen, und wer noch nicht nähen kann, wird von den „Profis“ angelernt“, sagt Simone Trierweiler, eine weitere Mitarbeiterin der Grundschul-Nachmittagsbetreuung. Stolz ergänzt sie: „Die Produkte können sich absolut sehen lassen und nicht nur die SchülerInnen profitieren von der Aktion. Es sind zwischenzeitlich so viele in der Produktion, dass wir sie auch an die Jugendlichen in den Wohngruppen und die Teilnehmenden der verschiedenen Bildungsmaßnahmen verteilen können.“ Sie vergisst bei der Aufzählung, dass auch die von den AGH-Projekten betreuten älteren Menschen, die sich oft nicht mehrere teure Masken kaufen können, mit den wunderschönen bunten Produkten bedacht werden.

Vielen Dank für die Sachspenden!

Das alles geschieht natürlich weitgehend ohne anfallende Kosten, weil die verarbeiteten Stoffe und Materialien größtenteils aus Sachspenden stammen, die von SpenderInnen und Mitarbeitenden des SOS-KD SB abgegeben wurden. Somit ist die ganze Aktion auch noch umweltschonend und nachhaltig. Abschließend befindet Tanja Spang, dass sich hier wieder der Werbeslogan des Saarlandes ‚Großes entsteht immer im Kleinen‘ bewahrheitet. „Und das SOS-Kinderdorf Saarbrücken ist einmal mehr ein Ort, wo wir alle mit Herz und Hand dazu beitragen können, dass es in einer scheinbar unüberwindbaren Situation durch das Mitwirken Aller plötzlich wieder einen Ausweg gibt.“ Irgendwie klingt diese Aussage für MitarbeiterInnen des SOS-KD sehr vertraut.